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Kasia trifft…

"Kasia trifft..." heißt der Podcast des Frauenmagazins EMOTION mit Verlagsgründerin Kasia Mol-Wolf. Kasia stellt in ihrem ganz persönlichem Podcast Frauen (und manchmal Männer) vor, die Herausforderungen und Krisen gemeistert haben und sie persönlich inspirieren und berühren. In diesem Podcast lernt ihr zusammen mit Kasia tolle, authentische Menschen kennen, die zeigen, dass alles möglich ist, wenn man an sich selbst glaubt. www.emotion.de
  • 18 Okt 2019
    25. Philipp Westermeyer, OMR-Gründer und Partner des Emotion Women’s Day
    00:56:43

    Zum ersten Mal hat Katarzyna Mol-Wolf einen Mann zu Gast in ihrem Podcast: Philipp Westermeyer ist Gründer der Online Marketing Rockstars,
    kurz OMR genannt, die er in den letzten Jahren zur größten deutschen
    Online-Marketing-Plattform gemacht hat. Die OMR bieten Inhalte auf ihrer
    Website, Seminare, einen sehr beliebten Podcast, und als Highlight
    jedes Jahr das große OMR Festival mit Top-Speakern aus der
    Online-Marketing- und Startup-Szene.
    In diesem Jahr sind EMOTION und Philipp Westermeyers OMR erstmals Kooperationspartner: Am 6. Mai findet der Emotion Women’s Day als Partnerevent mit den OMR in Hamburg statt.
    In ihrem Gespräch sprechen Kasia und Philipp darüber, wie es zu der
    Kooperation kam, warum die OMR bislang Probleme hatten, Frauen für sich
    zu gewinnen – und über Philipps Weg vom großen Verlagshaus zur
    Selbständigkeit, der durchaus Parallelen zu Kasias Laufbahn hat.
    Beim Emotion Women’s Day könnt ihr Philipp Westermeyer übrigens
    auch als Speaker erleben: Er wird auf der Bühne über “Personal Branding”
    sprechen. Im Podcast erklärt er, was er darunter versteht und wie es
    viele Menschen heute für ihren Erfolg nutzen.
    Drei Aussagen von Phillipp Westermeyer:
    “Es dauert Jahre, eine echte Community aufzubauen.””Eine große Reichweite ist die Folge von gutem Storytelling und viel Leidenschaft.””Wichtig beim Personal Branding ist, dass man Themen unterstreicht, für die man wirklich steht.”Rabattcode für den Emotion Women’s Day:
    Exklusiv für Hörerinnen und Hörer unseres Podasts bieten wir einen
    Rabattcode an, mit dem ihr einen Preisnachlass von 20 Prozent auf die
    Tickets bekommt. Den Code nennt euch Kasia in der aktuellen Folge – und
    hier könnt ihr ihn einlösen und Tickets kaufen.

  • 26 Mai 2020
    82. Sara Nuru, Model und Gründerin
    00:58:21

    Nach ihrem Sieg bei Germany’s Next Topmodel 2009 hat sich Sara Nurus Leben verändert. Neben ihrer Arbeit als Model wurde sie Jugendbotschafterin für Menschen für Menschen, durfte nach Äthiopien reisen, ins Land ihrer Eltern. Sie beschreibt es als prägendes, einschneidendes Erlebnis, das mit der Grund ist für das, was sie heute tut.

    Sie gründete mit ihrer Schwester Sali das Fairtrade-Kaffeeunternehmen nuruCoffee. Das Unternehmen bezieht Kaffee aus Kleinbauernkooperativen und investiert über ihre Initiative nuruWomen e.V. mit jeder verkauften Packung in Frauenprojekte. Äthiopische Frauen bekommen Mikrokredite. “Es ist nicht nur eine Starthilfe, sondern vielmehr eine emotionale Hilfe, weil die Frauen an selbstwert gewinnen und selbstbestimmt und unabhängig von ihren Männern werden.” Die Frauen werden selbst zu Role Models.

    Das Konzept der Marke nuruCoffee: “Durch wirtschaftliches Handeln Gutes tun, auf soziale Missstände aufmerksam machen, aber ohne mit dem Zeigefinger auf die Menschen in Äthiopien zu zeigen und stattdessen die Schönheit und das Potenzial zu fördern.”

    Sie erklärt, was Fairtrade genau bedeutet, was Herausforderungen in der Führung eines Sozialunternehmens und des Vereins nuruWomen sind, wie ihre Mikrokredite funktionieren und was sie anders machen als oft kritisierte westliche Unternehmen, die sich als “Retter” von Entwicklungsländern profilieren: “Kauft fairen Kaffee, zahlt faire Preise – das soll den Menschen helfen und nicht die gute Sache, die Barmherzigkeit.”

    Mit Kasia spricht sie über Sinnsuche und große Veränderungen im Leben, über Privilegien, Oberflächlichkeiten und den Blick hinter die Fassade des Modelbusiness: “Ich bin von Äthiopien zur New Yorker Fashion Week geflogen. Der Kontrast war hart.”

    Sie sagt, viele hätten ihre Schwester und sie nicht ernstgenommen. So spricht sie auch über Schubladendenken, über Angst vor Ablehnung, Vorurteile und Selbstzweifel, Diversity, besondere Herausforderungen als Woman of Color, ein positives Body Image sowie Erdung durch ihre Familie: “Meine Eltern haben gesagt: Jetzt komm mal wieder runter, vielleicht hast du irgendeine Sendung gewonnen, aber bei uns zu Hause gelten andere Regeln.” 

    All dies verarbeitet sie in ihrem neuen Buch “Roots”: “Mir fehlten Geschichten von mutigen Frauen, die ihren Weg gehen. Es gibt diese Geschichten, aber noch zu wenige.”

  • 19 Mai 2020
    81. Sarah Schüddekopf von Dove
    00:47:27

    Wie wird ein Unternehmen plastikfreier? Das verrät Sarah Schüddekopf von Dove im Podcast. Außerdem: wie aus Holger Sarah wurde und warum Kasia von nun ab beim Duschen an dieses Gespräch denken wird.

    Und wie habt ihr heute Morgen eure Shampooflasche gehandhabt? Nicht drauf geachtet? Genau das ist Sarah Schüddekopfs Job. Sie ist Head of Research and Development DACH Beauty and Personal Care bei Dove und entwickelt dort neue Produktideen.

    Die Pflegemarke hat sich nun der Nachhaltigkeit verschrieben und genau darüber spricht Sarah Schüddekopf mit Kasia in der neuen Folge.

    Sie wird sehr persönlich, wenn sie über ihren Lebensweg spricht und über ihre “Reise” – die Änderung ihrer Geschlechtszugehörigkeit – und wer sie ermutigt hat. Sie erzählt von ihrem Werdegang und wie ihr beruflicher Weg aussah, bis sie zu Dove gekommen ist.

    Sarah spielt leidenschaftlich gern Saxophon, ist künstlerisch unterwegs, doch ihre Eltern rieten ihr zu etwas “Handfestem”. Da dachte sie: Was mache ich gern? Und die Antwort war: essen. Lebensmitteltechnik und Verpackungstechnologie wurden es also und das führte sie letztlich in die verpackungsorientierte Marktforschung, wo sie heute bei Dove arbeitet.

    Dove steht nicht nur für ein positives Körperbild, sondern auch für Nachhaltigkeit, indem die Marke den Einsatz von Plastik stark reduziert und damit in der Pflegebranche zur Vorreiterin im Bereich Nachhaltigkeit geworden ist.

    Hier verrät Sarah Schüddekopf, was genau Nachhaltigkeit für Dove bedeutet, wie Optimierungen im Produktionsprozess funktionieren und mit welchen Materialien sie arbeiten.

    Wie funktioniert der Recycling-Kreislauf genau? Wie entsorgen wir unseren Abfall richtig, damit er wiederverwertet werden kann? Wie wird er sortiert? Auch auf diese Fragen hat sie Antworten. Sie erklärt, was wir als Verbraucher*innen tun können, wie zukunftsorientiert sie als Unternehmen arbeiten, auch mit dem Stichpunkt New Work, und was Nachhaltigkeit für sie selbst bedeutet: “Ich versuche vor allem, auf meine Gewohnheiten zu achten – wie groß ist der ökologische Fußabdruck meines Duschprozesses. Ich bin bekannt für meine Kurzduschmomente.”

  • 12 Mai 2020
    80. Sabinna Rachimova, Designerin und Gründerin
    01:00:54

    Sie verbindet traditionelles Handwerk mit innovativem Business und Nachhaltigkeit: Die österreichische Designerin Sabinna Rachimova verrät, wie man ein eigenes Modelabel gründet, warum die Branche noch viel zu männerdominiert ist und warum wir alle die Verantwortung haben, unsere Stimmen zu erheben.

    In der ehemaligen UdSSR geboren, kam Sabinna Rachimova mit sechs Jahren nach Österreich, ihr Selbstbewusstsein war gering, sie sprach kaum Deutsch, wusste lange nicht, dass man aus der Mode ein Business machen kann. Nach holprigen Phasen und ihrem Studium bekam sie wegweisende kleinere und größere Jobs im Modebereich, mit 19 ging sie nach London. “Es war eine magische Erfahrung. Ich war noch nie vorher an einem Ort, an der alle die gleichen Interessen hatten und aus aller Welt kamen. Ich war nicht mehr die einzige Ausländerin.”

    2015 folgte die Gründung ihres eigenen Labels Sabinna. Es dauerte lange, bis jemand an sie und ihr Projekt glaubte, zu Beginn zeichnete und nähte sie ihre Kollektionen selbst. Heute hat sie in Paris, London und Wien gearbeitet, ihre Kollektion auf der London Fashion Week gezeigt, betreibt einen erfolgreichen Onlineshop und eröffnete bereits Pop-up Stores.

    Und das Thema Nachhaltigkeit? Davon wollte vor fünf Jahren noch niemand etwas wissen. Sabinna Rachimova beschreibt es als spannend zu sehen, wie sich das entwickelt hat, sie verrät, was Nachhaltigkeit für sie bedeutet und warum man sie ganzheitlich denken muss, sie spricht über Greenwashing, unsere Konsumgesellschaft, und darüber, warum sie keine Hierarchien mag.

    Die Designerin, die für ihre Blumenmuster bekannt ist, sagt: “Um ernstgenommen zu werden, kleiden sich Frauen oft in Anzüge, in gedeckten Farben, passen sich an. Wir wollten feminine und farbenfrohe Kleidung kreieren, die aber gleichzeitig empowernd ist.”

    Sie spricht über die riesige Erwartungshaltung an Frauen und bemängelt: “Die Gründergeschichte ist für den Mann gemacht, wie man eine Karriere aufbaut und wie man sein muss. Female founders mussten ihren eigenen Weg kreieren.”

    Immer wieder werde gesagt, die Modebranche sei etwas für Frauen. Aber in Führungspositionen seien fast keine Frauen zu sehen. Themen wie strukturelle Benachteiligung, gesellschaftliche Erwartungshaltungen, Equal Pay und Female Empowerment sind dafür umso wichtiger und sie unterstreicht, warum wir auch Männer dringend mitnehmen müssen, und dass wir neue Vorbilder finden müssen. Sie appelliert: “Wir müssen Möglichkeiten schaffen. Diejenigen, die in der Position sind, mit ihren Privilegien Orte zu kreieren, wo Frauen wachsen können, haben eine Verantwortung.”

  • 5 Mai 2020
    79. Natascha Wegelin von Madame Moneypenny
    01:04:23

    “Finanzen? Interessieren Frauen doch eh nicht!” Wie oft hat Natascha Wegelin den Spruch schon gehört. Als sie sich über Geldanlage informieren wollte, war alles von Männern für Männer gemacht: Foren, Bücher, Podcasts, Blogs.

    Heute ist ihr Frauen-Finanzblog Madame Moneypenny enorm erfolgreich. Mittlerweile hat sie unter anderem auch ihren eigenen Podcast (in dem auch Kasia zu Gast war) und ist Bestsellerautorin.

    Warum nur für Frauen? “Wir brauchten einen geschützten Raum ohne Alphamännchen, die sich gegenseitig hochpushen.” Sie wollte explizit Themen  wie Partnerschaft, Altersabsicherung, Lebensplanung, Kinder und Pflege ansprechen.

    Im Gespräch mit Kasia verrät sie, wie man Geld am besten spart, anlegt und sichert, wann der beste Zeitpunkt ist, damit anzufangen, und warum auch ein kleines Gehalt keine Ausrede ist. 

    Sie überlegt, warum Frauen ein so anderes Verhältnis zu Geld haben als Männer: “Es liegt in der Historie begründet – erst in den 70ern durften Frauen ein eigenes Konto eröffnen.” Unser Umgang mit Geld komme nicht von ungefähr: Erziehung und Sozialisierung spielten eine große Rolle. 

    Wenn dieses Bewusstsein erst einmal da sei, sagt Natascha Wegelin, diese Einsicht, dass ein Verständnis für Finanzen zu einem unabhängigen Leben führen kann, dass Eigenverantwortung Freiheit bedeutet, dann sei der Grundstein gelegt.

    Aber wie fangen wir konkret an? Auch das verrät sie in dieser Podcast-Folge. Sie spricht über verschiedene Arten der Geldanlage, über Renten, Altersarmut, den Gender Pay Gap, die Unabhängigkeit von Staat und Partner und verurteilt das Ehegatten-Splitting.

    Sie verrät, wann und wie man mit dem Sparen anfangen sollte, für wen sich das Anlegen lohnt und was ihre eigenen Strategien und Zielsetzungen sind. Sie wundert sich, warum wir in unserer Kultur so ungern über Geld sprechen und verdeutlicht einmal mehr, wie eng Finanzen und Feminismus verknüpft sind.

  • 28 Apr 2020
    78. Maja Göpel, Politökonomin
    01:02:44

    “Wir alle wünschen uns eine Welt, in der Frieden herrscht”, sagt Maja Göpel. Schon früh wurde ihr bewusst, was wir uns immer wieder vor Augen führen sollten: Wir sind privilegiert. Und wenn man so viel geschenkt bekommt, hat man auch eine Verantwortung.
    Maja Göpel ist Politökonomin, Generalsekretärin beim Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung, lehrt an der Universität Lüneburg und ist Autorin des SPIEGEL-Bestsellers “Unsere Welt neu denken” (Ullstein).
    Sie appelliert an uns, es sei dringend nötig, ein neues Denken und ein neues Mindset umzusetzen. Wie wir das schaffen und wie diese Systemveränderung alle Bereiche der Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und des Feminismus einschließen kann, überlegt sie in dieser aktuellen Podcast-Folge.
    Sie spricht über rationale Erklärungsmodelle und warum wir neue brauchen, um die Welt zu erklären, inwiefern unser Wirtschaftsmodell ein kaltes Herz hat und was das Prinzip der “Häufigkeitsverdichtung” beinhaltet.
    “Das Politische, das Ökonomische und Rollenverständnisse sind immer verstrickt”, sagt Maja Göpel. Umwelt- und Klimaschutz, Gleichberechtigung, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft – wenn wir die Systemkonfiguration ändern wollen, können wir nicht anders, als interdisziplinär zu arbeiten. “Wir müssen wieder mehr zusammen denken, was wir bislang individualisiert betrachtet haben.”
    Eine große Rolle beim Klimawandel spiele auch die Digitalisierung, obwohl diese oft ein Katalysator von Konsum und alles andere als nachhaltig ist. Maja Göpel bietet Lösungen an und zeigt auf, warum es nicht anders geht als modern und zukunftsorientiert zu arbeiten. Sie überlegt, wie wir die Wucht der “Fridays for Future”-Bewegung nehmen und sie dafür einsetzen können, in der Politik etwas zu verändern. 
    Was macht Menschsein aus? Und wie globalisieren wir den Schutz des Lebens? “Das, was Menschen glücklich macht, ließe sich eigentlich mit dem, was wir von der Natur bekommen, vereinen.” Und so zeigt sie die Verbindung von Corona und der Umwelt auf sowie die Chancen, die die Krise birgt. Sie bezeichnet das Virus als Schock und als Katalysator, das Krisenhafte sei jedoch schon vorher da gewesen. “Dass das Virus so krass einschlagen konnte, liegt auch daran, dass wir vorher eben nicht aufgepasst haben, auf die Umwelt, auf die Wirtschaft, auf die wichtigen Werte.” Man beginne, sich zu fragen: Was haben wir da eigentlich gemacht?
    Wie wir es schaffen, neu erkannte Werte auch nach der Krise beizubehalten, wie wir den Glauben ans menschliche Potenzial nicht verlieren und wie wir uns endlich trauen, zu träumen, überlegt Maja Göpel im Gespräch mit Kasia.
    “Unsere Normalität ist ein schräges System”, sagt sie. Warum das so ist, hört ihr in dieser Folge.

  • 21 Apr 2020
    77. Claudia Lässig, Gründerin der Lässig GmbH
    00:54:47

    Den Anfang machte die Wickeltasche. Warum konnten Eltern mit einer Wickeltasche über dem Arm nicht auch stylisch aussehen, fragte sich Claudia Lässig einst, damals selbst in Elternzeit. Da hatte sie eine Marktlücke entdeckt. Heute stellt ihr erfolgreiches Unternehmen Lässig GmbH nachhaltige Wickeltaschen und anderes Zubehör für Eltern und Kinder her.

    Die Firma wurde zur Vorreiterin in Sachen Nachhaltigkeit und unterstützt mit ihren Kollektionen gemeinnützige Projekte. Und auch in ihrem Alltag lebt Claudia Lässig Nachhaltigkeit: “Ich bin nie dogmatisch, man sollte tolerant sein.”

    Sie verrät, wie schwer es ist, komplett nachhaltig zu produzieren, und was die größten Herausforderungen für sie waren, von schlaflosen Nächten und finanzieller Unsicherheit und der Vereinbarung von Arbeit und Familie. “Es war immer wieder eine Herausforderung, sich mal abzugrenzen und für sich selbst und die Kinder da zu sein.”

    Ein große Veränderung: die Trennung von ihrem Mann und Geschäftspartner Stefan Lässig. Hier spricht sie auch ganz offen darüber, wie es ist, nach einer Trennung weiterhin ein gemeinsames Unternehmen zu führen. “Als Businesspartner haben wir immer schon gut funktioniert, ohne schlechte Emotionen, ohne Machtspielchen.”

    Außerdem spricht sie über Vereinbarkeit, Feminismus und faire Bezahlung. Auf die Nachfrage, wie groß denn eigentlich Lässigs Frauenanteil sei, antwortet sie: “75 Prozent natürlich”. Das Unternehmen möchte jungen Frauen Mut machen, nach anspruchsvollen Jobs zu greifen.

    Sie gibt Tipps, wie man sich als Unternehmen familienfreundlich aufstellt, verrät, was man mitbringen muss, wenn man in die Selbstständigkeit geht und warum es in Deutschland noch so wenige Gründerinnen gibt.

  • 14 Apr 2020
    76. Anke Willers, Journalistin und Autorin
    01:06:21

    “Ich bekomme auch bald einen Lagerkoller hier zu Hause”, sagt Anke Willers über die aktuelle Lage. Während der Podcast-Aufzeichnung sitzt die Journalistin und leitende Redakteurin der Familienredaktion bei Gruner + Jahr mit ihren Töchtern und ihrem Mann in München. Aber über eines ist Anke ist froh: dass sie keine Schulkinder mehr hat.
    “Geht es dir gut oder hast du Kinder in der Schule?” heißt Anke Willers’ Buch, das im vergangenen Jahr bei Heyne erschienen ist. Darin verarbeitet sie ihre Erfahrungen als Mutter zweier Schulkinder. Sie sagt, mit ihren Kindern sei sie selbst zum zweiten Mal eingeschult worden. War das wirklich so schlimm? Ja, denn sie musste damals auch Hilfslehrerin sein, Tutorin und Coach. So würde es von den Eltern oft erwartet, es gebe ein “Wettrüsten in der Elternschaft” und utopische Erwartungshaltungen der Schulen.
    Das Lernen könne zwischen Eltern und Kindern sehr viel kaputtmachen, weil sie zu emotional involviert seien. Man komme psychisch und in der Kommunikationsfähigkeit an eine Grenze, aber irgendwann natürlich auch fachlich. “Natürlich sind Eltern auch dafür da, ihren Kindern etwas beizubringen, aber nicht die Vektorrechnung.”
    Der Konflikt Familie und Berufstätigkeit sei in dieser Zeit enorm gewachsen. Es hieß: “Man darf so lange nebenbei arbeiten, wie die Kinder gut in der Schule sind. Dann heißt es, die Mutter arbeitet zu viel, sie kocht zu wenig, sie guckt zu wenig nach der Handynutzung…” Mit Kasia spricht Anke Willers deshalb auch über Vereinbarung, Gleichberechtigung, utopische Erwartungshaltungen und wie Frauen oft ihre Qualifikationen abgesprochen werden, wenn sie Mutter werden.
    Sie überlegt, wie die Ansprüche mit den Generationen zu wachsen scheinen und dass noch immer Vorbilder fehlen: “Für viele gibt es heute nichts anderes als Gymnasium.” Es gebe nun eben viele verschiedene Wege und die verliefen nicht immer geradlinig. Deshalb wünscht sie sich Veränderungen im deutschen Schulsystem, auch, was den Föderalismus und die Digitalisierung betrifft.
    Das Thema war selten so präsent wie heute, denn für Familien hat sich in den vergangenen Wochen einiges verändert. In dieser Folge geht es deshalb auch um Homeschooling während der Schulschließungen und die Vor- und Nachteile des Homeoffice.

  • 7 Apr 2020
    75. Vivien Wysocki, Model und politische Aktivistin
    01:00:11

    Vivien Wysocki arbeitet als Model und nutzt ihre Reichweite für etwas Wichtiges: politische Bildung. Mit 15 nahm die Medienwissenschaftsstudentin an einem gemeinnützigen Projekt teil und gründete eine Schülerfirma – ein Schlüsselereignis für sie. Denn es schenkte ihr Selbstbewusstsein und zeigte ihr Türen, die man im Leben nehmen kann.

    Die politische Bildung an ihrer Schule sei wie bei vielen anderen jungen Menschen nicht gut gewesen. Erst später erkannte sie, dass sie eine große Wissenslücke hatte: “Es war meine Bürgerpflicht, mich damit zu beschäftigen. Jetzt möchte ich auch andere Menschen dazu anstoßen, sich mit politischen Themen näher zu befassen.”

    Wenn über sie berichtet wird, wird oft hervorgehoben, sie sei ein “politisch interessiertes Model”. Hier spricht Vivien über die Stigmatisierung des Berufs und das Aufbrechen von Stereotypen.

    Sie möchte das Bewusstsein junger Menschen für ein gesundes Demokratieverständnis fördern. Heutige Debatten seien oft sehr emotional geladen und weniger sachlich, Diskussionen einseitig und intolerant.

    “Wir leben alle in Bubbles, in der wir uns immer gegenseitig in unseren Meinungen bestätigen.” Für eine bessere Streitkultur bräuchten wir aber mehr Konfrontation, müssen andere Meinungen besser aushalten. 

    Außerdem teilt Vivien Wysocki mit Kasia ihre Gedanken über die Repräsentanz von Politiker*innen auf ihren Kanälen, überlegt, wie man jungen Mädchen Selbstbewusstsein verleiht und politisches Bewusstsein fördert.

    Sie erzählt auch, wie sie zurzeit von Corona betroffen ist. Sie betont die Rolle der Demokratie und bedauert, dass Corona derzeit wichtige Themen überschattet , wodurch politisches Engagement leider oft verpuffe. Kann die Krise also auch eine politische und gesellschaftliche Chance sein? “Ja”, sagt Vivien, “wenn die Regierung umdenkt und alternative Wege geht, um Lösungen zu erarbeiten.”

  • 31 Mrz 2020
    74. Mona Taghavi Fallahpour, Gründerin von kulturchoc
    01:13:26

    Mona Taghavi Fallahpour ist Gründerin des Hamburger Food-Startups kulturchoc, einem Empowerment-Programm, das Frauen nach Flucht oder Migration einen beruflichen Neuanfang ermöglicht. Für ihre Initiative war sie bereits für den deutschen Integrationspreis nominiert. Doch bis dahin war es ein weiter Weg, der begann, als sie als Baby mit ihren Eltern aus dem Iran nach Niedersachsen kam. Die eigene Migrationsgeschichte regte in ihr bald den Wunsch an, für ein Bildungsprogrammen zu arbeiten, immer mit dem Ziel, Menschen mit schwierigen Startbedingungen die Möglichkeit zu geben, das zu tun, was sie möchten.

    Für junge Menschen gab es zu der Zeit bereits viele tolle Projekte, aber was war mit erwachsenen Frauen? Müttern? Frauen, deren Qualifikationen in Deutschland nicht anerkannt wurden? So kam ihr die Idee zu einem eigenen Projekt: kulturchoc.

    Kulturchoc versteht sich heute als Energielieferant für eine moderne Gesellschaft. Das Startup stellt “korrekte Konfekte” aus fair gehandelten Zutaten aus den Heimatländern der Frauen her und verkauft sie dann auf Märkten. Das Ziel ist sprachlicher und kultureller Austausch auch untereinander, das Knüpfen von Kontakten und schließlich der erfolgreiche Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt.

    Solche Unterstützung brauchen zugewanderte Frauen dringend, denn “in den großen Flüchtlingsunterkünften gibt es kaum Vernetzung. Da draußen gibt es viele Angebote, aber wie kommen die Personen aus diesen Unterkünften daran?”

    Im Gespräch mit Kasia erzählt Mona von Herausforderungen und gibt Tipps für alle, die sich mit einem Sozialunternehmen selbstständig machen wollen. 

    In ihrem Unternehmen hat sie viele Lebensgeschichten gehört, die sie berührt, bewegt und motiviert haben. Sie hat Angst erlebt vor dem Rechtsextremismus und Scheue vor den Deutschen. Sie ermutigt ihre Mitarbeiterinnen, stärkt ihr Selbstbewusstsein und regt Kommunikation mit ihren Mitmenschen an.

    Sie spricht auch darüber, wie die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sie und ihre Community beeinflussen, wie das Team darüber informiert wird, wie sie mit Sprachbarrieren kämpfen und auch, wie es ihrer Familie im Iran zurzeit geht.

    Und was ist für die Frauen in Hamburg eigentlich der größte Kulturschock? “Das Wetter!”

  • 24 Mrz 2020
    73. Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung
    00:54:30

    Medien und digitale Kommunikation tragen uns gerade durch eine seltsame Zeit. Schaffen wir uns damit eine neue Art der Verbundenheit und des Arbeitens? Antworten gibt es von der Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär, in der neuen Podcast-Folge.

    In der aktuellen Podcast-Folge geht es Kasia und Dorothee Bär wie vielen anderen derzeit: Homeoffice, Homeschooling, Kinderbetreuung, Beziehung, Hausarbeit und das Kümmern und ältere Angehörige müssen jongliert werden. In Zeiten von Social Distancing gibt es diesmal – ganz passend mit unserer Staatsministerin für Digitalisierung – eine digital aufgenommene Folge.

    Eine der größten Herausforderungen dieser Zeit laut Dorothee Bär, den Menschen den Ernst der Lage zu erklären und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass keine Panik entsteht: “Das Ärgerliche ist, dass die, die es ernst nehmen, unter den Unvernünftigen leiden müssen.” So spricht sie über Lebensmittelversorgung und Generationenkonflikte, Kettenbriefe und Panikmache, die Maßnahmen der Politik und den Föderalismus – und vor allem: neue Ideen, einander nahe zu sein.

    Wie sie selbst zurzeit Kontakte pflegt, wie man Medien und Netzwerke und Apps sehr sinnvoll nutzen kann, hört ihr hier. Außerdem: Wie verändert diese Situation vielleicht auch den eigenen Blick auf die Digitalisierung der Kinder? “Wir müssen den Kindern jetzt auch mehr Vertrauen schenken.” 

    Neben digitalem Arbeiten und digitaler Bildung erlebten gerade die sozialen Netzwerke einen Boom und fast eine kleine Renaissance, indem sie endlich wieder zu dem werden, was sie eigentlich sein sollten: sozial. Es werde so viel getan, um Gemeinschaft zu schaffen, im privaten wie im öffentlichen Rahmen. Und vielleicht komme sie ja, eine neue Wertschätzung für Kultur, für Regionalität, für die sogenannten systemkritischen Berufe, für Menschen und Parteien, die tatsächlich etwas zu sagen haben. 

    Um wieder anders zusammenzuwachsen und mehr füreinander einzustehen, bräuchten wir da ein Reboot der Gesellschaft? Auch darauf geht Dorothee Bär im Interview ein und hofft auf die Nachhaltigkeit der aktuellen sozialen Entwicklungen. Zudem teilt sie ihre Gedanken zur Gleichberechtigungsdebatte im Haushalt, dem noch immer teils schlechten Image des Homeoffice und einer Revolution in der Arbeitswelt für alle Generationen. Diese Krise beweise in vielerlei Hinsicht: Wenn man muss, dann geht es auch. Wie stehen also die Chancen auf moderneres und politischeres Agieren in der Zukunft? Wie stellen wir uns digital besser auf und hält das Internet das alles überhaupt aus? Das hören wir in der neuen Folge von “Kasia trifft…”.

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