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Elbphilharmonie Talk mit Julia Hagen
MMP · Folge  · #44  · 06.09.23  · 37 Min. 51 Sek.

Elbphilharmonie Talk mit Julia Hagen

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37 Min. 51 Sek.

Beschreibung

Als Kind, beim Versteckspielen zuhause mit den beiden älteren Geschwistern, hielt sich Julia Hagen vorzugsweise im Cellokasten ihres Vaters für unauffindbar. Abgesehen davon, dass es in diesem Versteck gut gerochen haben wird – nach dem Samtfutter des Kastens, dem Holz des Instruments, nach Kolophonium: Als zeitweilige Geheimbewohnerin dieses Gehäuses hat sich Julia Hagen also von klein auf ein bisschen selbst zum Cello gemacht. 



Schon mit fünf Jahren begann die Tochter zweier Berufsmusiker aus Salzburg das Instrument zu erlernen. Nach erfolgreicher Überwindung einer kleinen Sinnkrise als Elfjährige und einem Lehrerwechsel kurz darauf hatte Julia Hagen ihre Berufswahl bereits getroffen: Cellistin, was denn sonst. Wer die junge Virtuosin heute spielen hört, wird tatsächlich Zeuge einer seltenen symbiotischen Verbindung. Mensch und Instrument finden in Julia Hagen auf das Natürlichste zusammen. Derzeit muss sie ihr geliebtes, vom Cremoneser Geigenbauer Ruggiero 1684 gebautes Cello wegen Generalüberholung zwar für ein paar Monate entbehren, und mit dem Ersatzinstrument fremdelte sie zuerst. Aber die die 28 Jahre alten Solistin verströmt genuine Musikalität, egal, auf welchem Instrument sie gerade zu Werke geht. Ihre Power und Hingabe schlagen das Publikum regelmäßig in Bann. Als Gast von FAST LANE, der hauseigenen Reihe für junge Überflieger der guten Musik, ist Julia Hagen am 12. September mit ihrem aus England stammenden Klavierpartner Alexander Ullman im Kleinen Saal der Elbphilharmonie zu erleben. Vorher schwelgt sie im »Elbphilharmonie Talk« in Erinnerungen an Konzerterlebnisse in der Elbphilharmonie, sie spricht über ihre Liebe zu Brahms, dessen zweite Cellosonate auf dem Programm steht, und über ihr besonderes Verhältnis zur Musik der russischen Komponistin Sofia Gubaidulina, von der sie in Hamburg einige der zehn Präludien für Violoncello solo spielt. Und sie erzählt eindrücklich vom bislang intensivsten Konzert ihrer Karriere.
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