MMP · Folge
· #29 · 13.10.26 · 30 Min. 34 Sek.
Michael Jackson: Die Stimme eines Toten
30 Min. 34 Sek.
Kapitel
Beschreibung
Am 8. November 2010 erscheint mit „Breaking News“ ein neuer Song von Michael Jackson. Doch statt Begeisterung löst die Aufnahme einen Verdacht aus: Ist das überhaupt seine Stimme?
Drei Songs auf dem posthum veröffentlichten Album Michael stehen plötzlich unter Fälschungsverdacht: „Breaking News“, „Monster“ und „Keep Your Head Up“. Mitglieder der Jackson-Familie zweifeln an ihrer Echtheit. Langjährige Weggefährten widersprechen sich. Sony und Michael Jacksons Nachlassverwaltung verteidigen die Aufnahmen.
Tatort Musik rekonstruiert einen der rätselhaftesten Streitfälle der Popgeschichte. Die Spur führt in ein Kellerstudio in New Jersey, zu fehlenden Gesangsaufnahmen, forensischen Stimmanalysen und einem Sänger namens Jason Malachi, dessen Stimme der von Michael Jackson verblüffend ähnelt. Ein angebliches Geständnis, widersprüchliche Zeugenaussagen und ein jahrelanger Rechtsstreit machen die Suche nach der Wahrheit immer komplizierter.
2022 verschwinden die drei umstrittenen Songs schließlich von den Streamingplattformen. Doch die entscheidende Frage bleibt ungeklärt: Wer hat sie tatsächlich eingesungen?
Malte Asmus untersucht die Indizien, trennt nachprüfbare Erkenntnisse von Behauptungen und fragt, wer darüber bestimmen darf, was nach dem Tod eines Künstlers unter seinem Namen veröffentlicht wird.
Denn die Rechte an einer Stimme lassen sich verwalten. Die Zustimmung ihres Besitzers lässt sich nicht mehr einholen.
Quellen und weiterführende Recherchen
1. Zeitgenössische Berichterstattung, Cascio-Familie und Oprah Winfrey
TV-Berichterstattung über die Kontroverse um das Album Michael, Aussagen von Dominic Cascio zur langjährigen Beziehung seiner Familie zu Michael Jackson sowie Eddie Cascios Erklärung bei Oprah Winfrey, Jackson habe die Songs in seinem Kellerstudio aufgenommen.
https://www.youtube.com/watch?v=18HWZ1K4-SA
2. La Toya Jackson zweifelt an der Echtheit der Stimme
La Toya Jackson äußert Zweifel daran, dass auf den umstrittenen Aufnahmen tatsächlich ihr Bruder singt.
https://www.youtube.com/shorts/ibCQG5bsUHU
3. Michael: The Making of the Album – Eddie Cascio
Eddie Cascio spricht über Michael Jacksons Aufenthalte im Haus seiner Familie in Franklin Lakes und die dort entstandenen Aufnahmen.
https://www.youtube.com/watch?v=y64PofNbF-o
4. Aussagen von Michael Prince und Stewart Brawley
Jacksons frühere Studiomitarbeiter berichten über die Aufnahmebedingungen, fehlende alternative Gesangsspuren und typische Geräusche, die bei Jacksons Gesangsaufnahmen entstanden. Michael Prince spricht außerdem über einen wiedererkannten Gesangsausschnitt aus „Earth Song“.
https://www.youtube.com/watch?v=DyS3YDMQkns&t=4s
5. Frank Cascio über die umstrittenen Songs
Frank Cascio bekräftigt, dass Michael Jackson auf dem Album zu hören sei. Gleichzeitig schildert er seine erste Reaktion auf eine frühere Version von „Breaking News“.
https://www.youtube.com/watch?v=xwhcQ04Lio4&t=233s
6. Teddy Riley über die Echtheit der Cascio-Songs
Der Produzent, der an der Fertigstellung der Aufnahmen beteiligt war, äußert sich in einem 2022 veröffentlichten Interview kritisch zur Echtheit der Gesangsstimmen und zu den fehlenden Nachweisen.
https://www.youtube.com/watch?v=MXP3o_XIluU
7. Investigativer Recherchepodcast: Faking Michael
Ein wesentlicher Teil der in dieser Folge dargestellten Recherchen zu den Copyright-Anmeldungen, den Gesangsspuren, den Untersuchungen von George Papcun und Joe Bennett sowie den Vorgängen um Jason Malachi stammt aus dem investigativen Podcast Faking Michael.
Die Folge berücksichtigt außerdem die Positionen von Sony und Michael Jacksons Nachlassverwaltung sowie die im Rechtsstreit um die Songs vorgebrachten Argumente.
Hinweis zur Beweislage: Die Echtheit der umstrittenen Leadgesangspassagen wurde nicht abschließend gerichtlich geklärt. Auch die Identität eines möglichen anderen Sängers ist nicht zweifelsfrei nachgewiesen.
Transparenzhinweis zum Einsatz von KI
Bei der Rechercheaufbereitung, Strukturierung und redaktionellen Ausarbeitung dieser Episode kamen unterstützend KI-Werkzeuge zum Einsatz. Darüber hinaus werden KI-generierte Voiceover-Stimmen für einzelne gesprochene Passagen verwendet.
Die journalistische Bewertung, die Auswahl der Inhalte und die redaktionelle Verantwortung liegen beim Autor. KI-generierte Stimmen dienen der akustischen Aufbereitung und sind nicht als authentische Originalaufnahmen der zitierten Personen zu verstehen. Originaltöne werden als solche kenntlich gemacht.
KI-generierte Inhalte dienen nicht als eigenständige Belege für die Echtheit oder Unechtheit der untersuchten Gesangsaufnahmen.