demographischer Wandel
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254.30 Jan. 202622:16Das neue Altersvorsorgedepot kommt – zumindest liegt nun ein entsprechender Gesetzesentwurf vor. Damit will die Regierung die Fehler der Vergangenheit korrigieren und die private Altersvorsorge endlich fit für den Kapitalmarkt machen. Wir nehmen die Eckpunkte der Pläne unter die Lupe und klären, ob dieses Modell tatsächlich das Potenzial hat, die Aktienkultur in Deutschland in der Breite zu verankern – wie immer an dieser Stelle mit Karl Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Quirin Privatbank AG und Gründer von quirion. Karl beantwortet folgende Fragen:
- Was will die Bundesregierung mit dem sogenannten „Altersvorsorgereformgesetz” erreichen und warum gerade jetzt? (1:11)
- Wie sieht die Zeitplanung aus? (2:46)
- Was war und ist das Problem bei der Riester-Rente? (3:37)
- Ist das Riester-Problem der mangelnden Rendite wegen der Beitragsgarantien mit dem neuen Modell gelöst? (5:19)
- Wie sieht das neue Altersvorsorgedepot genau aus? (6:56)
- Warum will das Finanzministerium neben dem Altersvorsorgedepot noch eine sog. Standarddepot mit geringeren Wahlmöglichkeiten und Kostendeckelung? (8:33)
- Wie sind die Kosten des neuen Modells zu beurteilen? (9:14)
- Wie soll die staatliche Förderung aussehen? (10:13)
- Wie hoch sollen die Zulagen konkret sein? (11:20)
- Wie sehen die Steuervorteile aus? (13:48)
- Kann die Reform die private Altersvorsorge unterm Strich endlich richtig anschieben? (17:00)
- Gibt es eine Verbindung von der ebenfalls geplanten Frühstarterrente zum Altersvorsorgedepot? (17:56)
- Was passiert eigentlich mit bestehenden Riester-Verträgen? (19:34)
- Kann man vorzeitig aus dem Altersvorsorgedepot aussteigen? (20:05)
- Was verspricht sich Karl Matthäus Schmidts im Kern von der Altersvorsorgereform? (20:34)
- Zur dringend benötigen Stärkung der privaten Altersvorsorge liegt ein neuer Gesetzesentwurf der Bundesregierung vor. Die zu teure Riester-Rente soll damit abgelöst werden.
- Das Gesetz soll zum 1.1.2027 in Kraft treten.
- Produkte mit (teurer) Beitragsgarantie soll es zwar weiterhin geben, der Fokus liegt aber auf neuen Lösungen mit höheren Renditechancen.
- Geplant sind ein Standardprodukt inkl. Kostendeckel (1,5 % p. a.) sowie ein flexibleres Altersvorsorgedepot.
- Mindesteigenleistung: 120 € p. a.
- Staatliche Zulage: 30 % der Sparsumme bis zu einer Grenze von 1.200 € und 20 % auf weitere 600 €, also maximal 480 € (ab 2029 540 €).
- Pro Kind zusätzliche Förderung von 25 % der Beiträge, maximal 300 € p. a.
- Einmaliger Berufseinsteigerbonus: 200 € für junge Leute (< 25 J. bei Vertragsabschluss).
- Keine Abgeltungssteuer auf Erträge in der Ansparphase (nachgelagerte Versteuerung in der Rentenphase), was den Zinseszinseffekt massiv verstärkt.
- Zulagenberechtigte Beiträge abzugsfähig als Sonderausgaben; das Finanzamt prüft automatisch, ob der Abzug oder die Zulage vorteilhafter ist, ggf. gibt es eine zusätzliche Steuergutschrift.
- Der neue Anlauf der Regierung bietet eine echte Chance, die private Altersvorsorge nachhaltig zu stärken.
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Wie sieht die Zukunft der Gesundheitsversorgung aus und welche Rolle spielen digitale Systeme wie ChatGPT bei der Selbstmedikation? Darum geht es im BAH-Podcast mit Prof. Dr. med. Buyx, der Vorsitzenden des Deutschen Ethikrats. „Einfach so ChatGPT für medizinische Symptomatik zu verwenden, ist im Augenblick keine gute Idee. Aber wenn PatientInnen zukünftig ähnliche, sicherere Instrumente nutzen, die das Alltagsleben mit der organisierten, professionellen Gesundheitsversorgung verzahnen, könnte das auch viele Vorteile haben“, so die Medizinethikerin im Gespräch mit BAH-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Cranz. Dabei werden folgende Fragen erörtert: • (00:40) Wie greifen für Prof. Buyx die Disziplinen Medizin, Philosophie und Ethik ineinander? • (06:43) Welche großen Fragen stehen aktuell auf der Agenda des Deutschen Ethikrates besonders weit oben? • (09:06) Welche Überlegungen hat der Ethikrat zur Bewältigung des demographischen Wandels in Deutschland? • (12:42) Wie sieht die Ethikratsvorsitzende das Verhältnis zwischen Selbstbehandlung und dem organisierten Gesundheitssystem? • (17:59) Welche Ideen hat Prof. Buyx zur Verbesserung der Gesundheitskommunikation und Gesundheitsbildung in Deutschland? • (21:19) Sind Chatbots wie ChatGPT relevante neue Informationsmöglichkeiten zur Selbstmedikation? • (25:15) Welche Position vertritt der Ethikrat im Hinblick auf die Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschungszwecke? Der Deutsche Ethikrat gibt der Gesellschaft und der Politik Orientierung zu ethischen, gesellschaftlichen, naturwissenschaftlichen, medizinischen und rechtlichen Fragen. Für den BAH ist dieser unabhängige Sachverständigenrat daher ein wichtiger Ansprechpartner. Mehr Infos über und Einblicke in die Arbeit des Deutschen Ethikrates finden Sie unter https://www.ethikrat.org. Auch der BAH hat Information und Stellungnahmen rund um das Thema Selbstmedikation zusammengestellt und erarbeitet. Diese finden Sie auf der Webseite des BAH unter https://www.bah-bonn.de.
