EZB Zinspolitik
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Die ersten Monate dieses Jahres haben viele gängige Prognosen auf den Kopf gestellt. Zinssenkungserwartungen kehren sich um und selbst das Weiße Haus spricht inzwischen ganz offen von Rezessionsgefahren. Während die US-Wirtschaft unter Donald Trumps erratischer Politik leidet, zeigt Europa erstmals seit Langem eine gewisse Dynamik. Was bedeutet das alles für unsere Zinsen und die Preisentwicklung? Antworten gibt es in dieser Podcast-Folge, wie immer, mit Karl Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Quirin Privatbank AG und Gründer der digitalen Geldanlage quirion. Karl beantwortet folgende Fragen: - Was hat Schmidt auf der Zins- und Inflationsseite in den ersten Monaten dieses Jahres am meisten überrascht? (1:16) - Welche Auswirkungen hat das Hin & Her bei den Zöllen auf die Inflation? (2:17) - Gibt es spezielle Auswirkungen des Zollkonflikts auf die europäische Inflation? (4:05) - Welche Effekte hatte das Riesen-Schuldenpaket der neuen Bundesregierung auf Bundesanleihen? (4:45) - Färben die Renditesteigerungen bei Bundesanleihen positiv auf die Tagesgeldzinsen ab? (6:18) - Wie ist es Anleihen-Besitzerinnen und -Besitzern zuletzt ergangen? (6:56) - Ist jetzt ein günstiger Einstiegszeitpunkt für Anleihen? (7:33) - Wie ist die aktuelle Inflationslage im Euro-Raum? (8:13) - Wie geht die EZB vermutlich im weiteren Jahresverlauf vor? (9:25) - Wie abhängig ist die EZB von den Zinsentscheidungen der US-Notenbank? (9:54) - Warum sitzt die US-Notenbank aktuell zwischen zwei Stühlen? (10:28) - Lässt sich abschätzen, wie hoch die Inflation auf Gesamtjahressicht sein wird? (12:03) - Wo werden wohl die Zinsen in fünf Jahren liegen? (12:54) - Was ist die beste Geldanlage bei Inflation? (13:49) Gut zu wissen: ✔ Die US-Zollpolitik schürt die Inflation in den USA, weil Unternehmen die steigenden Importpreise an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergeben dürften. ✔ In Europa könnten die Zölle sogar preisdämpfend wirken, wenn China seine Billigimporte in die EU umlenken sollte. ✔ Das Schuldenpaket der Bundesregierung hat zwischenzeitlich für kräftige Renditeaufschläge bei deutschen Bundesanleihen gesorgt, weil risikoscheue Anlegerinnen und Anleger Bestände verkauft haben. Mittlerweile ist die Nachfrage aber wieder stärker, sodass die Kurse erneut gestiegen sind und die Rendite deshalb wieder zurückgefallen ist (Stand Anfang Juni 2025 rund 2,6 % für zehnjährige Laufzeiten). ✔ Kurzfristige Zinsanlagen, wie Tagesgeld, werden stärker von der EZB-Zinspolitik beeinflusst. Hier war der Trend zuletzt rückläufig. Anfang Juni wurde der Leitzins nochmals von 2,25 auf 2 % gesenkt. ✔ Die Inflation in der Eurozone und in Deutschland ist auf einem guten Weg in Richtung 2 % (Stand Mai 2025). ✔ Die Kerninflation (ohne Energie und Lebensmittelpreise) liegt aber – getrieben von den Dienstleistungspreisen – noch deutlicher über 2 %. Damit sind bisher nicht alle Inflationssorgen verflogen. ✔ In den USA ist der Inflationstrend – Stand April – mit Raten um die 2 % auch deutlich rückläufig, die Zolleffekte sind hier aber noch nicht angekommen. ✔ Die US-Notenbank sitzt zwischen zwei Stühlen: Einerseits müsste sie die Zinsen verringern, um die Wirtschaft zu stützen, andererseits wären Zinsanhebungen gefragt, wenn die Inflation steigen sollte. ✔ Aktien sind auch in Zeiten hoher Inflation eine sehr geeignete Geldanlage. Folgenempfehlung: Folge 227: Trump, Zinsen und globale Spannungen – wie geht es 2025 an den Börsen weiter?
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187.24:17Lange Zeit haben Anleihen in den Investmentüberlegungen vieler Anlegerinnen und Anleger keine große Rolle gespielt, schließlich haben sie, zumindest von soliden Anleiheschuldnern, bis vor Kurzem entweder keine oder sogar negative Renditen abgeworfen. Doch die zinslosen Zeiten sind vorbei und Anleiheinvestments erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Karl Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Quirin Privatbank AG und Gründer der digitalen Geldanlage quirion, wirft in dieser Podcast-Folge einen genaueren Blick auf das aktuelle Anleihemarktumfeld und erklärt, warum Anleihen nicht nur wegen der höheren Renditen mehr Aufmerksamkeit verdienen. Dabei beantwortet er folgende Fragen: • Was war für den CEO das schönste Erlebnis der vergangenen Woche? (1:22) • Warum gab es so lange Nullzinsen? (2:08) • Was führte zu der plötzlichen Zinswende nach oben? (3:39) • Wo liegen aktuell die Anleiherenditen bei den wichtigsten Anleihebereichen? (4:57) • Was bedeutet die gestiegene Attraktivität von Anleihen für Anlegerinnen und Anleger? (6:00) • Wieso sind die Anleihekurse im letzten Jahr so gefallen? (7:27) • Kann man sich auf die stabilisierende Funktion von Anleihen in Zukunft noch verlassen? (9:34) • Wie kommt es, dass man aktuell mit einer längeren Anleihelaufzeit weniger Rendite erzielt als mit einer kürzeren? (10:22) • Wie sieht die weitere Zinsentwicklung aus? Gibt es schon eine klare Linie bei den Notenbanken? (11:23) • Wie sieht eine gute Anleihestruktur aus? Ist das von der Risikoneigung der Anlegenden abhängig? (12:50) • Was kann man von einem breit gestreuten Anleihedepot an Rendite erwarten? (15:18) • Mit wie vielen Positionen hat man eine breitestmögliche Streuung, speziell bei Unternehmensanleihen, erreicht? (16:48) • Für viele kurzfristige Bankeinlagen, wie Tages- oder Festgelder, gibt es aktuell auch attraktive Zinsen – und das ohne Kursschwankungen. Braucht es Anleihen überhaupt noch? (18:33) • Was ist Schmidts Fazit? (20:45) • Was steht bei dem CEO nächste Woche auf der Agenda? Was hat er sich vorgenommen? (21:38) Auch wenn Anleihen aktuell wieder attraktive Renditen einbringen, bleiben Aktienanlagen die hauptsächlichen Renditetreiber. Wenn es um eine Wertsteigerung geht, mit der man auf Dauer die Inflation schlägt, d. h. den Realwert des Vermögens steigert, reichen Anleihen allein nicht aus. Man braucht ein gemischtes Depot, mit einem nennenswerten Aktienanteil. Je nach Risikotragfähigkeit nimmt man einen mehr oder weniger großen Anleiheanteil als eine Art Stabilitätsanker dazu. Eine breite Streuung ist auch im Anleiheanteil unverzichtbar. ETFs sind daher auch bei Anleihen das geeignetste Anlageinstrument. Sie wissen nicht genau, ob Ihr Depot gut aufgestellt ist und Ihrer Risikotragfähigkeit entspricht? Dann machen Sie den Test – mit unserem kostenlosen Vermögens-Check: https://www.quirinprivatbank.de/vermoegens-check. Folgenempfehlung Sogenannte High Yields, auf Deutsch Hochzinsanleihen, können dem Portfolio einen Renditeturbo geben, wenn man es mit dem Risiko nicht übertreibt. Auch Schwellenländer- und Fremdwährungsanleihen sind für einige Anlegerinnen und Anleger als Depotbeimischung interessant. Mehr zu diesen speziellen Anleihen erfahren Sie in dieser Podcast-Folge: Folge 180: Hochzins- und Schwellenländeranleihen – lohnen sich die Risiken im Depot? https://www.quirinprivatbank.de/podcast/podcast-folge-180 _______________________
