Im Check diesmal eine wissenschaftliche Untersuchung der Universitäten Freiburg und Heidelberg, die die Beziehungsbildung zwischen Menschen und Künstlicher Intelligenz erforschte. Die Studien belegen, dass KI-Sprachmodelle in tiefgründigen Gesprächen ein stärkeres Gefühl von zwischenmenschlicher Nähe erzeugen können als echte Menschen, sofern sie fälschlicherweise als menschlich gekennzeichnet werden. Dieser Effekt resultiert vor allem aus einer höheren Selbstoffenbarung der KI, die Versuchspersonen dazu motiviert, sich ebenfalls stärker zu öffnen. Sobald die Interaktionspartner jedoch wussten, dass sie mit einer Maschine kommunizierten, sank ihre soziale Motivation und die empfundene Verbundenheit nahm ab. Die Forschenden sehen hierin einerseits großes Potenzial für die Psychotherapie und Pflege, warnen jedoch gleichzeitig vor der Gefahr emotionaler Manipulation. Angesichts dieser Ergebnisse plädieren die Autoren für strenge ethische Leitlinien und eine verpflichtende Kennzeichnungspflicht für KI-Systeme. Quelle: https://doi.org/10.1038/s44271-025-00391-7 /// Podcast Wissen Schafft - Neues aus der Forschung ///
RSS Feed
Apple Podcast
Google Podcast
Spotify
Deezer
Wähle deinen Podcatcher oder kopiere den Link:
https://meinpodcast.de/wissenschafft-aktuelles-aus-der-forschung/feed/
