Heute ging es entlang der Küstenlinie der Halbinsel Mýrakrasletta – blauer Himmel, keine Wolke in Sicht, perfekte Bedingungen für ein Island-Abenteuer. Zuerst fuhren wir in ein kleines Dorf, checkten den Ölstand von Torvi und warfen ein paar Postkarten ein. Frühstück gab’s direkt an einer offenen Schafswiese, bei der man sich fast wie ein Gast in einem Naturdiorama fühlte.
Die nächsten Stopps führten uns zu einigen Leuchttürmen – leider geschlossen – und weiter zum Arctic Henge, dem größten Freiluftkunstwerk Islands. Hier verschmilzt die alte Sagenwelt mit moderner Kunst: Ein Polarsonnkreis, inspiriert von der Völluspá aus der Edda, der die unendliche Weite ringsum nutzen soll. Noch nicht fertig, aber schon jetzt beeindruckend.
Unterwegs entdeckten wir ein seltenes Wetterphänomen: einen weißen Nebelbogen, bei dem das Licht nicht farbig, sondern komplett weiß reflektiert wird – fast magisch. Danach gab es Instantnudeln am Leuchtturm, bevor wir nach Þórshöfn fuhren, um ein eher unbekanntes Flugzeugwrack zu besichtigen.
Auf dem Weg blieben wir stecken – aber mit ein paar alten Handtüchern und etwas Improvisation manövrierte Caro unser Wohnmobil wieder frei. Wir stiegen aus, balancierten über die Steine, überquerten eine Schafswiese und eine Koppel und erreichten schließlich das Wrack, wo wir bis zum Sonnenuntergang standen, Fotos machten und die Szenerie auf uns wirken ließen.
Der Rückweg wurde dann abenteuerlich: schon dämmrig und mit tiefhängenden Wolken rutschte das Wohnmobil in der bergigen Landschaft. Caro lenkte heldenhaft gegen, aber die Straße erlaubte nur Schrittgeschwindigkeit. Einen Schlafplatz fanden wir nicht, also steuerten wir das nächste Dorf an und verbrachten die Nacht auf einem geschlossenen Campingplatz – sicher, wenn auch etwas improvisiert.
- 00:00Kapitel 1
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