Lars-Wilhelm Baumgarten,Thomas Knüwer, Ursula Kosser und Mathias Liebing: Lernen aus Fehlern, Fußball im Osten und Fäkalien als Rohstoff
Kann man aus Scheiße Gold machen? „Ja“ , sagt der Mann, der Geschäftsführer einer internationalen Kreativgruppe und seit über zwanzig Jahren vielfach ausgezeichnete Werbung verantwortet, Thomas Knüwer: „Ich glaube, dass muss man sogar ganz oft machen, weil man ganz selten die goldenen Umstände hat, wo alles toll ist. Meistens entstehen die besten Ideen aus Beschränkungen. Und deshalb ist es als Kreativer sogar unser Auftrag.“ Denn, wie lautet gleich der Kalauer, den Ursula Kosser, die frühere RTL-Reporterin und WDR-Moderatorin zum Besten gibt: „Sag doch Mal was Positives, sag doch lieber schöne Scheiße!“ Und auch Lars Wimhelm Baumgarten, mit dem erstmals seit Ausgabe #57 wieder ein Spielerberater in der Runde ist sagt: „Man kann immer aus einer schwierigen Situation etwas machen.“ Vor allem aus Fehlern: „Lerngeschenke kriegen wir auf diesem Erdball viele, nur darum geht es, letztlich daraus zu lernen.“ Und "welche Fehler habt ihr zuletzt gemacht?“ möchte Mathias Liebing der Sportjournalist und Autor wissen. Bevor er eigene gesteht, wird seine Befürchtung („Die Frage war wahrscheinlich mein letzter Fehler“) eindrucksvoll widerlegt. Es wird – wie so oft in diesem Format – deep. Lars Wilhelm Baumgarten, zu dessen ehemaligen Klienten jetzige Sportdirektoren aus der Fußball-Bundesliga, sowie die ehemalige Weltklasse Tennisspielerin Angelique Kerber gehören, hat nach seiner ersten großen Krise die erneut aufziehenden "red flags" übersehen, „mit 40 hat es mich deshalb noch einmal richtig erwischt!“ Welche Warnzeichen er ignoriert, welche Konsequenzen er gezogen hat? Bei sprengerspricht Baumgarten genauso offen über seinen Burnout wie auch der Krimipreisträger von 2024, Thomas Knüwer: „Ich war monatelang krankgeschrieben, es war ein langer Weg, meine Rettung war eine sehr gute Therapeutin.“ Resilienz ist ein Zauberwort für Mathias Liebing, den Dokumentar-Filmer und Redaktionsleiter bei Die Sportpsychologen: „Die Haltung und der Blick auf etwas, können sehr vieles positiv beeinflussen.“ Und helfen? „Brauchen wir auch eine Art von Glauben, abseits dervReligionen einen höheren Halt?“ fragt Ursula Kosser, die auch über eine Krebserkrankung spricht, die jede achte Frau betrifft. „Meine Antwort wäre vor 20 Jahren eine andere gewesen", sagt der in der ehemaligen DDR geborene Liebing und schickt gleich einen Appell in die Heimat. Was das alles mit den - mal wieder - vier so unterschiedlichen Büchern zu tun hat? Mit einem hintergründigem Insider-Roman (Tore des Lebens), über einen jungen Fußballer, der plötzlich vor dem Nichts steht? Mit einer Bestandsaufnahme (Plattgemacht) über den Ausverkauf des Ostfußballs und den Konsequenzen für heute? Mit einem fesselnden Psycho-Krimi, (Giftiger Grund, der Prolog aus dem Argon-Hörbuch am Ende des zweiten Parts), ganz ohne Ermittler, dafür mit einer einprägsamen Location und drei sehr vielschichtigen Charakteren? Sowie mit einem Sachbuch über den jährlich 600 Millionen Tonnen schweren Haufen, den wir Menschen produzieren? Lars Wilheml Baumgarten, dessen Buch am 29.4. 2026 erscheint, „berührt, dass alle vier das Grundthema, Verlust, Macht und Brüche eint.“ Und ja, das gilt tatsächlich auch für Schöne Scheiße von Ursula Kosser. Wer die Journalistin überhaupt auf die Idee brachte? Die richtige Antwort, die heißt es zu schreiben, um dabei zu sein, bei der nächsten
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part I (00:00) schwach aber stark
part II (47:38) reich aber arm
part III (01:39:20) leer aber voll
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Lars-Wilhelm Baumgarten
Thomas Knüwer
Ursula Kosser
Mathias Liebing
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Lars-Wilhelm Baumgarten - Tore des Lebens
Thomas Knüwer · Giftiger Grund
Ursula Kosser – Schöne Scheiße
Mathias Liebing – Plattgemacht
cover: jennie_laluna
voice: miriam sinno
music
sprengerspricht impro – by toby gad
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- 00:00Kapitel 1 schwach aber stark
- 47:38Kapitel 2 reich aber arm
- 01:39:20Kapitel 3 leer aber voll
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