Diesmal vom Podcast „Wissen Schafft - Neues aus der Forschung“: Wenn das innere GPS streikt – Wie Stress unsere Orientierung raubt
Hast du dich unter Druck schon einmal komplett verfahren oder an einem eigentlich bekannten Ort plötzlich die Orientierung verloren? Das ist kein Zufall! In dieser Episode tauchen wir in die faszinierende Welt unseres Gehirns ein und entschlüsseln, wie unser „inneres GPS“ funktioniert.
Basierend auf einer wissenschaftlichen Studie der Ruhr-Universität Bochum schauen wir uns an, was genau in unserem Kopf passiert, wenn wir gestresst sind. Wir erklären dir leicht verständlich, wie das Stresshormon Cortisol unser hochpräzises Navigationssystem stört. Im Zentrum stehen dabei die sogenannten Gitterzellen im entorhinalen Kortex, deren präzises Aktivitätsmuster unter Stress regelrecht verschwimmt und ausfällt.
Du erfährst außerdem, mit welchem cleveren Plan B unser Gehirn auf diesen Ausfall reagiert: Es aktiviert verstärkt den Nucleus caudatus, um uns stattdessen an sichtbaren Landmarken (wie etwa einem auffälligen Gebäude) entlangzunavigieren. Doch dieses Thema hat auch eine sehr ernste Seite: Da chronischer Stress als Risikofaktor für Demenz gilt, liefern uns diese Ausfälle des Navigationssystems wichtige neue Puzzleteile für das Verständnis der Alzheimer-Krankheit.
Hör rein und entdecke, wie sensibel unser Verstand auf Ausnahmesituationen reagiert und warum Stress uns sprichwörtlich den Weg versperrt! Quelle: https://doi.org/10.1371/journal.pbio.3003661 /// Podcast „Wissen Schafft - Neues aus der Forschung“ ///
- 00:00Kapitel 1
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