Border Allein ? Borderline, ADHS und psychische Gesundheit verstehen
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Mein Körper und ich sind komplett eskaliert. Schmerz, Tränen, Panik. Und das Verrückte daran: Ich hab's kommen sehen.
Das hier ist die persönlichste Folge seit langem. Kurz, ungeschönt, mitten aus dem Prozess. Ich erzähle, wie ich trotz aller Warnsignale in meinen Meltdown gelaufen bin, obwohl ich weiß, wie es besser geht. Nicht als Coach mit Plan, sondern als Mensch, der sich selbst überhört hat.
Warum ich das teile? Weil es jedem passieren kann. Coach, Mentor, Coachee, Betroffene und Angehörige: Wissen schützt Dich nicht davor, an die eigene Grenze zu kommen. Entscheidend ist, was Du daraus machst.
Du nimmst mit:
🫀 Wie sich ein Meltdown ankündigt – und warum „ist alles gut" Dein eigenes Alarmsignal übertönen kann
🧭 Warum Wissen nicht heißt, dass Du alles umsetzen kannst
🛑 Was ich jetzt anders mache: Strukturen, Pausen, Hund, Kaffee, weniger rausposaunen
🤝 Warum Reden und Menschen einbeziehen den Unterschied gemacht hat
✍️ Eine Übung für Deine Woche: Finde Dein persönliches Frühwarnsignal
Und eine Frage an Dich:
Was sagst Du Dir, oder welches Gefühl hast Du, kurz bevor Du Deine Grenze überschreitest? Schreib es auf. Nenn es: „Das ist mein Signal."
Kapitel
0:00 Mein Körper und ich sind komplett eskaliert
0:33 Ich hab's kommen sehen
1:03 17-Stunden-Tage und der Tunnel
2:04 Es kam nicht aus dem Nichts
3:02 „Du näherst Dich Deinem Meltdown"
3:48 Der Peak nach dem Gruppencoaching
5:25 Ein Tag später: noch schlimmer
6:26 „Ich bin geheilt" – Größenwahn und Realität
7:16 Was mich zurückgeholt hat: reden
8:00 Warum ich diese Folge trotzdem aufnehme
9:23 Coach sein heißt nicht gefeit sein
10:37 Der zweite Meltdown in zwei Jahren
11:32 Was ich jetzt anders mache
12:49 Keine Erwartung, kein Druck
15:38 Es darf auch Coaches passieren
17:57 Warum ich, der allen erklärt, wie es anders geht?
19:48 Wenn Du siehst, was auf Dich zukommt
20:38 Sich verzeihen können
23:06 Die persönlichste Folge seit langem
25:14 Dein Signal: aufschreiben und benennen
25:56 Bis nächste Woche
💬 Ich freue mich über ehrliches Feedback, gerne auch kritisch:
Co;Gether → https://cogether.de
Border Allein → https://borderallein.de
Neue Folgen jeden Donnerstag um 18:00 Uhr.
Hinweis: Diese Folge ersetzt keine Psychotherapie oder ärztliche Behandlung. Wenn es Dir akut schlecht geht: Telefonseelsorge 0800 111 0 111 (kostenlos, rund um die Uhr) oder Notruf 112.
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Ich hab mir ein Jahr Geduld versprochen. Gehalten hab ich's vier Wochen.
Das hier ist kein Coach-Gedönse. Das ist ein ehrliches Update von jemandem, der gerade selbst mittendrin steckt: all in gegangen, nervös geworden, und plötzlich mit der Frage allein, die ich sonst mit anderen bearbeite – wer bin ich eigentlich?
Coach? Mentor? Entwickler? Closer? Ich rede über das Gefühl, niemandem gerecht zu werden. Über Geld, über Angst, über Selbstverlust in kleinen Dosen. Und darüber, warum ich gerade jeden Tag meinen eigenen Samen ausgrabe, um zu gucken, ob er schon wächst.
Du nimmst mit:
🌱 Warum Säen nicht Ernten ist – und was du stattdessen messen kannst
🚗 Warum Nervosität mitfahren darf, aber nicht lenken
🏷️ Warum ein Titel dir nie sagt, wer du bist
Und eine Frage für deine Woche:
„Hast du diese Woche das gesät, was du säen wolltest?“
Wenn ja, bist du auf dem Weg. Auch wenn du noch nichts siehst.
Für alle, die gerade selbst etwas aufbauen – ein Business, einen neuen Job, ein Leben nach einer Trennung oder nach einer Therapie. Egal, was du baust: Hab Geduld mit dir. Ich versuch's auch.
💬 Ich freu mich über ehrliches Feedback – gerne auch kritisch:
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Kapitel
0:00 Ein Versprechen – und wie lange es hielt
0:41 Vier Wochen später: nervös
1:58 Auch Coaches haben sie nicht alle
4:41 Findungsphase heißt loslassen
6:39 Aushalten – und warum es wehtut
7:41 All in
9:40 Wer bin ich eigentlich?
11:09 Ehrlich übers Geld
14:43 Zu anspruchsvoll? Vier Wochen vs. ein Jahr
16:56 Nervosität darf mitfahren – aber nicht lenken
18:22 Säen ist nicht Ernten
20:29 Ein Titel sagt nicht, wer du bist
22:08 Selbstverlust in kleinen Dosen
23:03 Was ich jemandem im Coaching sagen würde
24:10 Und du?
26:44 Wofür ich es mache
27:22 Dein Feedback
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00:37:31
Manchmal vermisse ich das Chaos, aus dem ich unbedingt raus wollte
Es gibt Dinge im Leben, von denen man jahrelang hofft, dass sie endlich vorbei sind.
Krisen. Streit. Unsicherheit. Dauerstress. Alte Beziehungen. Alte Muster. Alte Versionen von uns selbst.
Und dann sind sie irgendwann tatsächlich weg.
Eigentlich müsste sich das gut anfühlen.
Eigentlich.
Denn manchmal passiert etwas völlig Widersprüchliches:
Du vermisst plötzlich genau das, aus dem Du unbedingt raus wolltest.
Und dann stellt sich eine unangenehme Frage:
Warum vermisst man etwas, von dem man ganz genau weiß, dass es einem nicht gutgetan hat?
In dieser Folge spreche ich sehr persönlich darüber, warum Chaos nicht nur belastend sein kann, sondern manchmal auch Struktur, Identität und Intensität gibt.
Wenn jahrelang immer irgendetwas gelöst werden musste, wenn ständig ein Problem da war, wenn man immer kämpfen, reagieren oder funktionieren musste, dann entsteht daraus irgendwann mehr als nur eine schwierige Lebensphase.
Es entsteht eine Rolle.
Der Problemlöser.
Der Kämpfer.
Derjenige, der alles aushält.
Derjenige, der gebraucht wird.Und was passiert eigentlich, wenn diese Rolle plötzlich nicht mehr gebraucht wird?
Was passiert, wenn das Leben ruhiger wird?
Wenn nicht mehr jeden Tag irgendwo Feuer brennt?
Wenn Stabilität da ist – aber sich Stabilität noch gar nicht vertraut anfühlt?
Vielleicht vermissen wir dann gar nicht das Chaos.
Vielleicht vermissen wir die Intensität.
Vielleicht das Adrenalin.
Vielleicht Zugehörigkeit.
Vielleicht das Gefühl, wichtig zu sein.
Vielleicht die Version von uns selbst, die wir in genau diesen Situationen waren.
Und genau da wird es spannend.
Denn Entwicklung bedeutet nicht nur, etwas zu gewinnen.
Entwicklung bedeutet manchmal auch, etwas zu verlieren:
alte Rollen.
alte Gewohnheiten.
alte Menschen.
alte Reaktionsweisen.
alte Identitäten.Und vielleicht darf man genau das sogar vermissen.
Ohne zurückzugehen.
In dieser Folge geht es deshalb auch um Beziehungen, alte Dynamiken und die Frage, warum sich etwas Vertrautes oft sicher anfühlen kann – obwohl es uns objektiv nicht guttut.
Warum denkt man manchmal an einen Menschen zurück, obwohl man genau weiß: Ich will diese Beziehung nie wieder?
Warum erzeugen wir manchmal neue Unruhe, obwohl wir uns jahrelang nach Ruhe gesehnt haben?
Und wo liegt der Unterschied zwischen echtem Vermissen und dem Vermissen eines Gefühls, das wir mit einer früheren Lebensphase verbunden haben?
Diese Folge ist keine Romantisierung von Chaos.
Ganz im Gegenteil.
Sie ist eine ehrliche Auseinandersetzung mit der Frage, was Veränderung wirklich kostet.
Und vielleicht ist eine der erwachsensten Formen von Entwicklung genau das:
Etwas vermissen zu können und trotzdem zu wissen, dass es nicht mehr zu Deinem Leben gehört.
Wenn Du Dich in diesem Thema wiedererkennst, hör die Folge bis zum Ende.
Und stell Dir danach nur eine Frage:
Was vermisse ich eigentlich wirklich?
Die Person?
Die Situation?
Die Intensität?
Oder die Version von mir, die ich damals sein musste?Nicht alles, was sich vertraut anfühlt, gehört noch zu Deinem Leben.
Manchmal ist Entwicklung eben auch, etwas zu vermissen – und trotzdem weiterzugehen.
— Sven
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00:36:09
Ich kann 17 Stunden arbeiten.
Wirklich.
Ich kann mich in Projekte verbeißen, Probleme lösen, planen, organisieren und weitermachen, bis irgendwann einfach nichts mehr geht.
Aber wenn ich zwei Stunden nichts tun soll?
Dann wird es interessant.
Denn irgendwann habe ich mir eine ziemlich unangenehme Frage gestellt:
Bin ich wirklich einfach nur fleißig – oder kann ich Ruhe schlecht aushalten?
Genau darum geht es in dieser Folge.
Nicht um Produktivitätstipps.
Nicht um Zeitmanagement.
Nicht darum, wie Du noch mehr in Deinen Tag pressen kannst.Sondern darum, was passiert, wenn Beschäftigung so normal wird, dass Ruhe sich falsch anfühlt.
Wenn der Laptop zu ist.
Wenn nichts Dringendes ansteht.
Wenn niemand gerade etwas von Dir will.
Wenn Du theoretisch einfach sitzen könntest.Und Dein Kopf trotzdem sofort sagt:
„Du könntest doch noch …“
Noch eine Aufgabe.
Noch eine Mail.
Noch eine Idee.
Noch etwas optimieren.Ich habe lange gedacht, das sei einfach Ehrgeiz.
Und ja, ein Teil davon ist Ehrgeiz.
Aber irgendwann musste ich mir eingestehen:
Vielleicht ist Beschäftigung manchmal auch eine gesellschaftlich akzeptierte Form von Flucht.
Nicht immer.
Aber manchmal.
Und dann wird die nächste Frage spannend:
Wovor eigentlich?
Vor Gedanken?
Vor Unsicherheit?
Vor Kontrollverlust?
Vor dem Gefühl, nicht genug zu leisten?
Oder davor, still genug zu werden, um sich selbst wieder zu hören?Ich spreche sehr persönlich darüber, warum Funktionieren früher für mich eine Stärke war und später zur Belastung werden kann.
Denn nicht alles, was uns früher geholfen hat, hilft uns automatisch für immer.
Manches trägt uns durch schwierige Zeiten.
Und manches bleibt so lange bestehen, bis wir irgendwann merken:
Ich mache vielleicht denselben alten Scheiß – nur in einem anderen Gewand.
Aus Angst wird Überplanung.
Aus Kontrollverlust wird der Versuch, alles kontrollieren zu wollen.
Aus Misstrauen wird: „Ich mache es lieber selbst.“
Aus Flucht wird Dauerbeschäftigung.
Aus Selbstverlust wird permanentes Funktionieren.Von außen sieht das vielleicht nach Disziplin, Fokus und Erfolg aus.
Nur innen fühlt es sich trotzdem nicht ruhig an.
Ich erzähle davon, wie ich begonnen habe, genau das bei mir zu erkennen.
Wie ich lernen musste, Dinge bewusst liegen zu lassen.
Pausen zu machen.
Mit dem Hund rauszugehen.
Zu essen, ohne gleichzeitig zu arbeiten.
Mich hinzulegen.
Ein Wochenende nicht permanent zu „nutzen“.Und das Verrückte war:
Ich habe dadurch nicht weniger geschafft.
Ich war danach klarer.
Für mich ist genau das Selbstführung.
Nicht jede Minute maximal effizient zu machen.
Sondern zu merken, wann ich kippe.
Wann aus Ehrgeiz Druck wird.
Wann aus Fokus Tunnelblick wird.
Wann aus Produktivität Flucht wird.Und manchmal bedeutet Selbstführung dann eben nicht:
„Weiter.“
Sondern:
„Stopp.“
Vielleicht kennst Du diesen Gedanken:
„Ich darf jetzt keine Pause machen.“
Vielleicht ist genau das manchmal der Moment, in dem Du sie brauchst.
Nicht weil Du schwach oder unmotiviert bist.
Sondern weil Dein ganzes System längst mehr sagt, als Du hören willst.
Wann hast Du zuletzt wirklich nichts getan?
Ohne Handy.
Ohne Netflix.
Ohne Haushalt.
Ohne Mails.
Ohne To-do-Liste.
Ohne „ich könnte ja noch schnell …“Einfach nichts.
Und wenn jetzt sofort der Gedanke kommt:
„Dafür habe ich keine Zeit“
dann stell Dir eine zweite Frage:
Hast Du wirklich keine Zeit?
Oder kannst Du es nicht aushalten?
Vielleicht ist Ruhe nicht das Gegenteil von Leistung.
Vielleicht ist Ruhe der Ort, an dem Du merkst, warum Du überhaupt so viel leisten musst.
Und vielleicht sagt Dir manchmal nicht die Arbeit, wie gestresst Du wirklich bist.
Sondern die Ruhe.
Wenn Du nur dann ruhig bist, wenn Du beschäftigt bist, bist Du wahrscheinlich nicht wirklich ruhig.
Und genau da beginnt für mich Selbstführung.
— Sven
#BorderAllein #Selbstführung #Persönlichkeitsentwicklung #MentaleGesundheit #Podcast
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10 Sep. 202600:41:19
Vielleicht wird das Leben nicht leichter.
Vielleicht wirst Du nur besser darin, es zu führen.
In den letzten Wochen ist extrem viel passiert. CoGether ist gestartet, neue Projekte sind entstanden, Verantwortung ist gewachsen – und von außen könnte man ziemlich leicht sagen:
„Sven, läuft doch.“
Und genau da beginnt diese Folge.
Denn ich habe lange geglaubt, dass bestimmte Ziele automatisch dafür sorgen würden, dass irgendwann Ruhe einkehrt.
Wenn die Klinik vorbei ist.
Wenn der Podcast läuft.
Wenn Social Media funktioniert.
Wenn die Bücher da sind.
Wenn Coaching läuft.
Wenn das nächste Projekt steht.Immer dieses:
Wenn erst … dann wird es leichter.
Heute weiß ich: Das ist eine ziemlich beschissene Annahme.
Denn Erfolg nimmt alte Muster nicht automatisch weg.
Manchmal bekommen sie einfach nur eine neue Verpackung.
Aus Kontrollverlust wird plötzlich der Versuch, alles kontrollieren zu wollen.
Aus Angst wird Überplanung.
Aus Misstrauen wird der Gedanke, alles selbst machen zu müssen.
Aus Flucht wird Dauerbeschäftigung.
Und aus Selbstverlust kann irgendwann permanentes Funktionieren werden.Das sieht von außen vielleicht nach Entwicklung aus.
Aber manchmal ist es einfach derselbe alte Scheiß in einem neuen Gewand.
Genau darüber spreche ich in dieser Folge.
Sehr persönlich.
Sehr direkt.
Und stellenweise wahrscheinlich auch etwas unbequem.
Ich erzähle davon, wie ich mich in den letzten Wochen selbst überholt habe. Wie ich zu viel wollte. Zu viele Ideen. Zu viele Features. Zu viele Aufgaben. Zu viel Verantwortung gleichzeitig.
Und wie mir irgendwann klar wurde:
Vielleicht geht es gar nicht darum, irgendwann „fertig“ zu sein.
Vielleicht geht es darum, immer wieder zu erkennen, wann alte Muster anfangen, sich in neue Lebensphasen einzuschleichen.
Ich spreche darüber,
- warum erreichte Ziele nicht automatisch innere Ruhe erzeugen
- weshalb Wachstum neue Unsicherheiten sichtbar machen kann
- warum Erfolg kein Ersatz für innere Arbeit ist
- wie alte Verhaltensweisen sich verändern, ohne wirklich zu verschwinden
- warum ich lernen musste, Dinge wegzulassen
- weshalb Pausen manchmal genau dann notwendig sind, wenn man glaubt, keine machen zu dürfen
- warum Selbstführung oft damit beginnt, überhaupt wahrzunehmen, was gerade in einem passiert
- und weshalb ich heute anders auf Verantwortung, Kontrolle und Entwicklung schaue
Diese Folge ist keine CoGether-Werbung.
Sie ist auch keine Erfolgsgeschichte.
Sie ist eine ehrliche Bilanz.
Darüber, was passiert, wenn man etwas erreicht, auf das man lange hingearbeitet hat – und plötzlich merkt:
Du nimmst Dich selbst auf jedes neue Level mit.
Und vielleicht ist genau das die eigentliche Aufgabe:
Nicht ein Leben ohne Struggle zu führen.
Sondern Dir selbst irgendwann auf einem gesünderen, bewussteren und klareren Level zu begegnen.
Vielleicht wird das Leben nicht leichter.
Vielleicht wirst Du nur besser darin, es zu führen.
— Sven
#BorderAllein #Selbstführung #Persönlichkeitsentwicklung #Veränderung #Podcast
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Du sagst „Ja“.
Und noch bevor das Wort richtig ausgesprochen ist, weißt Du eigentlich schon:
Ich wollte gerade Nein sagen.
Vielleicht kennst Du diesen Moment.
Du bist müde. Leer. Eigentlich längst über Deiner Grenze.
Dann kommt eine Nachricht, eine Bitte, eine Erwartung – und noch bevor Du überhaupt nachdenken kannst, hörst Du Dich sagen:
„Klar. Kein Problem. Mach ich.“
Und hinterher bist Du nicht einmal unbedingt sauer auf den anderen.
Du bist sauer auf Dich.
Weil Du schon wieder nicht bei Dir geblieben bist.
In dieser Folge öffnen wir genau dafür eine Akte:
DIE AKTE „JA-SAGEN“.
Denn People Pleasing ist nicht einfach „zu nett sein“.
Hinter dem automatischen Ja kann etwas viel Älteres liegen:
die Erfahrung, dass Anpassung einmal Sicherheit bedeutet hat.
Dass Frieden wichtiger war als die eigene Grenze.
Dass ein Nein sich nicht nur wie Ablehnung anfühlt – sondern manchmal wie das Risiko, einen Menschen zu verlieren.
Aber wir bleiben nicht beim Verstehen.
In dieser Folge machen wir etwas gemeinsam.
Ich führe Dich durch eine intensive, ruhige Übung, mit der Du den einen Zeugen findest, der bei jedem Deiner automatischen Ja dabei war:
Deinen Körper.
Die Enge.
Den Kloß im Hals.
Das Absacken im Bauch.
Den angehaltenen Atem.
Dieses kleine Signal, das oft schon da ist, bevor Dein Kopf überhaupt verstanden hat, was gerade passiert.
Und vielleicht wird genau dieses Signal ab heute nicht mehr Dein Gegner.
Sondern Dein Frühwarnsystem.
Nicht mit dem Ziel, dass Du plötzlich zu allem Nein sagst.
Sondern damit Dein Ja wieder etwas wert ist.
Weil es wirklich von Dir kommt.
In dieser Folge erfährst Du unter anderem:
• warum Dein Ja manchmal schneller ist als Dein bewusster Verstand
• was Anpassung mit Schutz und Sicherheit zu tun haben kann
• warum Grenzen nichts mit Kälte zu tun haben
• wie Du Dein persönliches körperliches Frühwarnsignal erkennst
• wie Du zwischen Impuls und Antwort wieder einen kleinen Moment Wahlfreiheit bekommst
• und warum Selbstführung nicht bedeutet, härter zu werden – sondern klarer
Nimm Dir für die zweite Hälfte der Folge möglichst einen ruhigen Moment.
Kein Multitasking.
Kein „ich höre das nebenbei“.
Nur Du.
Und ein ehrlicher Blick auf einen Mechanismus, der Dich vielleicht schon sehr lange begleitet.
Wichtig:
Diese Folge und die enthaltene Übung ersetzen keine Psychotherapie oder medizinische Behandlung. Du bestimmst jederzeit selbst, wie weit Du gehst, und kannst die Übung jederzeit unterbrechen.
Wenn Du danach merkst, dass Du Deine eigene „Akte“ nicht nur verstehen, sondern tiefer anschauen möchtest, findest Du den nächsten Schritt in den Shownotes.
Deine Geschichte beginnt hier.
Border Allein – Von Borderline zur Skyline
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27 Aug. 202600:27:52
Erwartungen = vorausbezahlter Schmerz.Und vielleicht liegt genau hier der Grund, warum du immer wieder von Menschen enttäuscht wirst – obwohl sie dir möglicherweise nie versprochen haben, das zu tun, was du von ihnen erwartet hast.👉 Mehr über unsere Arbeit, Coaching und Angebote:www.borderallein.deDu gibst dir Mühe. Du bist aufmerksam. Du investierst Zeit, Energie und Gefühle. Du denkst an Dinge, bevor man dich darum bittet.Und irgendwann entsteht ganz unbemerkt eine Erwartung:„Wenn ich das für dich tue, wirst du das doch auch für mich tun.“Aber was passiert, wenn der andere dieses unsichtbare Drehbuch nicht erfüllt?Enttäuschung. Wut. Rückzug. Kränkung.Vielleicht denkst du:„Wenn ich dir wirklich wichtig wäre, hättest du daran gedacht.“„Wenn du mich lieben würdest, müsstest du doch wissen, was ich brauche.“„Nach allem, was ich für dich getan habe, hätte ich wenigstens erwartet, dass …“Genau hier beginnt die Erwartungsfalle.Denn häufig schließen wir in unserem Kopf ungeschriebene Verträge mit anderen Menschen ab, von denen diese Menschen überhaupt nichts wissen.Und anschließend machen wir unsere emotionale Verfassung davon abhängig, ob sie diese Verträge erfüllen.IN DIESER PODCASTFOLGE SPRECHEN WIR DARÜBER:• warum Erwartungen so häufig zu Enttäuschung führen• wie ungeschriebene Verträge in Beziehungen entstehen• warum dein Gegenüber deine Bedürfnisse nicht automatisch kennen kann• weshalb selbst erfüllte Erwartungen nicht unbedingt glücklich machen• warum Erwartungen Freude und echte Dankbarkeit zerstören können• was der Unterschied zwischen einem Wunsch und einer Erwartung ist• warum Selbstführung nichts mit Gleichgültigkeit zu tun hat• wie du Grenzen setzt, ohne das Verhalten anderer kontrollieren zu müssen• warum Erwartungen an dich selbst genauso belastend werden können• und wie du deine „emotionale Fernbedienung“ wieder zu dir zurückholstEin entscheidender Unterschied dabei ist:„Ich erwarte, dass du dich anders verhältst.“ist etwas völlig anderes als:„Ich entscheide, was ich tue, wenn du dich so verhältst.“Im ersten Fall versuchst du, einen anderen Menschen zu kontrollieren.Im zweiten übernimmst du Verantwortung für deinen eigenen Handlungsspielraum.Und genau dort beginnt emotionale Selbstführung.
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Diese Folge ist keine Produktvorstellung. Kein Launch-Talk. Kein „Jetzt wird alles neu“.
Sie ist ein Rückblick auf einen Weg, der auf einem Klinikbett angefangen hat – mit einem Podcast, der ursprünglich nicht viel mehr sein sollte als ein persönliches Tagebuch.
Damals war „Border Allein“ nicht einfach nur ein Name. Es war ein Gefühl.
Allein mit einer Diagnose.
Allein mit Gedanken, die ich selbst kaum verstanden habe.
Allein mit einer Geschichte, von der ich keine Ahnung hatte, wohin sie mich irgendwann führen würde.Heute fühlt sich dieser Name anders an.
Nicht falsch. Aber anders.
Denn aus einer Stimme wurden Menschen.
Aus Aufklärung wurde Begleitung.
Aus persönlichen Erfahrungen wurde Coaching.
Aus einzelnen Ideen wurden Strukturen.
Und aus Border Allein ist mit der Zeit etwas entstanden, das längst größer geworden ist als eine einzelne Diagnose.In dieser Folge nehme ich Dich genau in diese Entwicklung mit.
Ich spreche darüber,
– warum Veränderung für mich lange eher Bedrohung als Chance war
– warum ich irgendwann Angst hatte, meine eigene Geschichte zu verraten
– weshalb Loyalität zur Vergangenheit auch zur Sackgasse werden kann
– warum eine Diagnose Teil der eigenen Geschichte sein darf, ohne die gesamte Identität zu bestimmen
– wie sich mein Verständnis von Selbstführung verändert hat
– warum Rückschritte für mich heute nicht automatisch Stillstand bedeuten
– weshalb ich auch als Coach nicht „fertig“ bin
– und warum Entwicklung nichts mit Verleugnung zu tun hatUnd natürlich geht es auch um das, was jetzt entsteht.
Am Sonntag beginnt mit CoGether ein neues Kapitel.
Aber CoGether ist für mich kein Ersatz für Border Allein.
Es ist eine Konsequenz daraus.
Aus Jahren voller Fehler, Veränderungen, Coaching, Begegnungen, Ideen, Menschen und der immer gleichen Frage:
Wie kann Entwicklung besser funktionieren, ohne dass ein Mensch sich dabei selbst verliert?
Ich wollte nie einfach irgendeine Plattform bauen.
Ich habe angefangen, Systeme zu entwickeln, weil ich in meiner eigenen Arbeit immer wieder gesehen habe, wo Begleitung aufhört, obwohl Entwicklung eigentlich weitergehen müsste.
Und genau daraus ist CoGether entstanden.
Trotzdem bleibt eines unverändert:
Dieser Podcast wird persönlich bleiben.
Ich werde weiter über meine Fehler sprechen.
Über meine Vergangenheit.
Über psychische Erkrankungen.
Über Beziehungen.
Über Selbstführung.
Über Zweifel.
Über Dinge, die funktionieren – und Dinge, die grandios schiefgehen.Denn Border Allein ist für mich längst mehr als Content.
Dieser Podcast dokumentiert einen Teil meines Lebens.
Vielleicht ist genau deshalb die wichtigste Frage dieser Folge gar nicht meine.
Sondern Deine:
Welche Sache war einmal ein wichtiger Teil Deiner Geschichte – muss aber heute nicht mehr Deine gesamte Identität bestimmen?
Vielleicht musst Du Deine Vergangenheit gar nicht loswerden.
Vielleicht musst Du nur aufhören, in ihr wohnen zu bleiben.
Am Sonntag beginnt für uns ein neues Kapitel.
Border Allein bleibt.
Sven
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13 Aug. 202600:35:09
Ich habe eine kurze, aber verdammt unangenehme Frage an dich: Wem willst du eigentlich gefallen, wenn du an dir arbeitest?
Nicht: Warum machst du das. Sondern: Für wen?
Irgendwo da draußen sitzt jemand, für den du das alles tust. Vielleicht weißt du nicht mal genau, wer. Vielleicht schaut diese Person längst nicht mehr zu. Und du spielst auf der Bühne deines eigenen Lebens trotzdem ununterbrochen weiter.
Das hier ist keine Folge gegen Selbstoptimierung. Früh aufzustehen, Sport zu machen, Bücher zu lesen und diszipliniert zu sein, ist nichts Schlechtes. Es geht nicht darum, was du tust. Es geht darum, wer in dir eigentlich den Auftrag erteilt. Laufen wir morgens die fünf Kilometer, weil wir uns etwas Gutes tun wollen – oder weil wir uns selbst sonst nicht ertragen? Von außen sieht beides gleich aus. Von innen ist es der Unterschied zwischen einem Leben und einem Urteil.
In dieser Folge von BORDER ALLEIN blicken wir unschön hinter diesen Mechanismus. Wir machen eine gemeinsame Bestandsaufnahme und stellen die eine Frage, die den Motor unter deinen Taten sofort sichtbar macht: Würdest du es auch tun, wenn es nie jemand erfährt?
📖 DAS ERWARTET DICH IN DIESER FOLGE:
• Die Szene am Sonntagabend: Wenn alles erledigt ist, aber statt Ruhe nur die innere Leere kommt.• Meine persönliche Geschichte: Warum ich jahrelang an mir gearbeitet habe – und warum es trotzdem der falsche Antrieb war.• Selbstoptimierung als People Pleasing: Der einzige Selbstangriff, für den du von der Welt auch noch gelobt wirst.• Der Konstruktionsfehler des verdienten Werts: Warum Leistung wie ein Abo funktioniert, das niemals abbezahlt ist.• Die Gästeliste (Praxis-Übung): Wer sitzt eigentlich wirklich in deinem Publikum und wessen Nicken versuchst du seit Jahren zu bekommen?• Der Platz, der leer ist: Wie wir lernen, die Jury im Kopf durch uns selbst zu ersetzen.
⏱️ TIMESTAMPS:
00:00 - Cold Open: Wem willst du eigentlich gefallen?02:30 - Der Mensch, bei dem alles läuft und nichts reicht04:30 - Svens Geschichte: "Ich hab mich nicht mehr ertragen"08:30 - Zwei Menschen, dieselben fünf Kilometer (Der wahre Antrieb)10:00 - Selbstoptimierung: Die höflichste Art, sich nicht zu mögen21:00 - Sicherheits-Rahmen vor der Praxis22:30 - Die Gästeliste: Für wen spielst du auf der Bühne?33:00 - Der Platz, der leer ist & Die Liste neu schreiben38:00 - Die Wurzel hinter dem Wert-Hunger43:00 - Deine Wochenaufgabe & Ausblick
🔗 MEHR ERFAHREN & DEIN NÄCHSTER SCHRITT:
Möchtest du die Muster hinter deinem Selbstwert verstehen und lernen, dich radikal selbst zu führen, statt dich nur zu optimieren?
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6 Aug. 202600:26:37
Was immer du erreichst – es wird nie genug sein. Nicht, weil du zu wenig leistest, sondern weil dich nicht dein Ehrgeiz antreibt, sondern die Angst deines Egos. In dieser ruhigen, aber tiefgehenden Folge von BORDER ALLEIN blicken wir hinter die Fassaden unserer Rollen, Diagnosen und Masken. Wir durchschauen die Mechanismen, mit denen uns der Verstand im Dauerzustand des Überlebens hält – und finden den Weg zurück zu dem einen Teil in uns, der nie kaputt war.
Warum laufen wir im ewigen "MEHR-Trap" fest? Warum geben wir anderen Menschen Macht, indem wir ihnen die Schuld für unseren Schmerz überlassen? Und wie schaffen wir es, den Weg durch die Angst nicht als waghalsige Mutprobe zu gehen, sondern in winzigen, sicheren Schritten?
Diese Folge ist keine Anleitung in drei Schritten zur inneren Ruhe. Sie ist eine leise Einladung zum Hinsehen, Durchatmen und Ankommen. Denn die Tür zu deinem inneren Frieden geht nicht nach außen auf. Sie geht nach innen auf.
📖 DAS ERWARTET DICH IN DIESER FOLGE:
• Das Ego & seine drei Ängste: Warum Macht nur sucht, wer Ohnmacht spürt.• Die Masken der Persönlichkeit: Wer bist du hinter deinen Diagnosen und Etiketten?• Der MEHR-Trap: Geld ausgeben für Dinge, die wir nicht brauchen, um Leute zu beeindrucken, die wir nicht mögen.• Schuld & Macht: Warum du Menschen in deinem Kopf mitnimmst, solange du an ihrer Schuld festhältst.• Furcht vs. Angst: Wie Vermeidung das Nervensystem triggert und wie der Weg hindurch wirklich aussieht.• Die Stille als Zuhause: Warum das "Ich bin" in dir niemals zerstört werden kann.
⏱️ TIMESTAMPS:
00:00 - Kaltstart: "Es wird nie genug sein"02:30 - Das Ego und seine drei Ängste08:30 - Die Masken & das "Ich bin" darunter14:30 - Die Praxis des Seins (Ein Moment der Stille)19:30 - Der MEHR-Trap: Egotrip vs. Selbstverwirklichung26:00 - Wem ich die Schuld gebe, gebe ich die Macht31:30 - Furcht ist gesund, Angst setzt sich fest37:00 - Die Tür geht nach innen auf43:30 - Ein Gedanke für deine Woche
🦅 VERBINDE DICH MIT UNS:
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Hier sprechen wir über echte Gefühle, echte Krisen und echte Veränderung. Ohne Tabus, ohne Schönreden – aber mit Humor, Ehrlichkeit und der ungeschönten Realität eines Menschen, der gelernt hat, mit der eigenen Psyche zu leben, statt vor ihr wegzulaufen.
Dieser Podcast richtet sich an alle, die sich selbst besser verstehen wollen – egal ob betroffen, Angehöriger oder einfach jemand, der gerade durchs Leben kämpft.
Border Allein – für alle, die fühlen und denken
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