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      Wie versorgt man einfache Verletzungen und fördert deren Heilung

      Warum wichtig?
      Aufbau der Haut
      Epidermis (Oberhaut) äußerste
      Dermis (Corium, Lederhaut) mittleren Schicht
      Subcutis (Unterhaut)
      Wundheilung mit oder ohne Narbe?
      Basalschicht unversehrt (z.B. Schürfwunden) - Keine Narbe
      Bis in die Lederhaut oder tiefer - Narbe
      Was folgt aus alledem für die Wundversorgung?
      Trocken oder feucht?
      Praktisches
      Blutung stillen
      Schürfwunden
      Platzwunden
      Schnittwunden
      Heilungsphasen
      Reinigungs- /Entzündungsphase (Tag 1-3):
      Granulationsphase (Tag 4)
      Epithelisierungsphase (Tag 5-10)
      Narbe
      Wund- und Heilsalben:
      Ursachen für Wundheilungsstörungen
      Grenzen der Selbstbehandlung → Zum Arzt
      Hausapotheke Essentials zur Wundversorgung
      Wundreinigung
      Desinfektion (Antiseptika)
      Trockene Wundversorgung
      Wundschnellverbände/Pflaster
      Gut geeignet z.B. für Schnittwunden
      Nachteil Wundschorf
      Kompressen
      Klammerpflaster/Wundverschlussstreifen
      Feuchte Wundversorgung bei größeren oder nässenden Wunden
      Sprühpflaster
      Wund- und Heilsalben



      1. Meine Bitte an Sie: //

      2. Wie kommen wir in Kontakt //
        Pharma-Song: //
        Zusammenfassung:
        Nächste Woche:
        Belege


      Warum wichtig?
      Hautverletzungen Hauptanteil aller Unfallverletzungen
      Ziemlich Bandbreite Entstehen durch
      Äußere Gewalteinwirkung / mechanisch
      Schürf-, Schnitt- und Stichwunden,
      Riss-, Quetsch- und Platzwunden,
      Ablederungen,
      Bisswunden und
      Blasen
      Thermische Verletzungen
      Verbrennungen,
      Erfrierungen und
      Stromverletzungen
      Chemische Verletzungen Verätzungen durch
      Säuren oder
      Laugen.
      Und jetzt denken Sie mal nach, hätten Sie für all diese Fälle die Grundausstattung zu hause und wüssten was zu tun ist?
      Und bei dem was zu tun ist hat sich in den letzten Jahren durch Forschung einiges getan. Viele Jahre galt es als erstrebenswertes Ziel, eine Wunde austrocknen zu lassen. Dabei stellte man sich vor, dass Schorf die Wunde vor bakterieller Kontamination schützt und die Heilung begünstigt. Das ist heute anders.
      Die Verwendung sogenannter klassischer Pflaster (Fachbegriff Wundauflagen) und Salben etc. direkt in die Wunde ist nach wie vor weit verbreitet, um (akute) Wunden zu versorgen.
      Ziel? Schnell heilen und möglichst keine Narben. Daher selbst kleinere Wunden sorgfältig behandeln, so oberflächlich sie auch aussieht.
      Bei komplizierten Verletzungen und chronischen Wunden Arzt.
      Und immer daran denken “Bin ich Tetanus-geimpft?” Also gegen Wundstarrkrampf. Alle 10 Jahre Auffrischimpfung. Kinder Grund im Säuglingsalter 4 mal; 1. Auffrisch 5-6, 2. 9-17
      Aufbau der Haut


      Epidermis (Oberhaut) äußerste
      Eine mehrlagige Schicht aus Hornzellen bildet die sichtbare Oberfläche der Haut, die uns wie ein Panzer vor Umwelteinflüssen schützt.
      die Hornschicht an der Hautoberfläche nutzt sich schnell ab. Jeden Tag verlieren wir bis zu 14 Gramm abgestorbener Hautzellen.
      In der Basalzellschicht bilden sich daher laufend neue Hautzellen,
      die innerhalb von vier Wochen verhornen und an die Hautoberfläche wandern.
      Nach nur einem Monat haben wir also eine komplett neue Haut.
      In 80 Jahren Lebenszeit wechseln wir unsere Haut rund 1.000 Mal.


      Fun facts:
      Die Schleimhaut des Darms in weniger als einer Woche
      Das Knochenmark bildet 300 Milliarden Blutzellen pro Tag.
      Die Leber kann fast auf die Hälfte schrumpfen und wächst wieder nach
      Skelett-Muskel bauen sich - je nach Training - fast im Wochen­rhythmus auf und ab.
      Das Haar verlängert sich mit etwa 1 cm pro Monat;
      die Fingernägel mit etwa 0,3 cm.
      Gehirn und Herz kaum oder nur kurz (Sanai et al. 2011) bis gar nicht.
      Geschwindigkeiten unterschiedlich, aber unser Körper ersetzt sich selbst mit einem im Großen und Ganzen neuen Set an Zellen alle 7-10 Jahre


      In der Basalzellschicht auch die sogenannten Schattenspender der Haut, die Melanozyten. Sie produzieren den Farbstoff Melanin, der die Haut bei UV-Strahlung bräunt und wie ein Sonnenschirm das empfindliche Erbgut der Hautzellen schützt.
      Die Epidermis bewahrt uns außerdem vor dem Austrocken: Ohne sie würde unser Körper rund 20 Liter Wasser am Tag allein durch Verdunstung verlieren.
      Dermis (Corium, Lederhaut) mittleren Schicht
      Das elastische und zugleich reißfeste Fasergeflecht bildet das Gerüst
      Blutgefäße, Talg- und Schweißdrüsen, Lymphgefäße sowie Zellen zur Immunabwehr.
      Zapfenförmige Verbindungen in die Oberhaut versorgt mit Sauerstoff und Nährstoffen.
      Subcutis (Unterhaut)
      Lockeres Bindegewebe und Fettzellen,
      Schützt Knochen, Muskeln sowie Organe vor Druck und Wärmeverlust
      Energiespeicher.
      Wundheilung mit oder ohne Narbe?
      Basalschicht unversehrt (z.B. Schürfwunden) - Keine Narbe
      Basalzellen produzieren neue Hautzellen, füllen Defekt von unten nach oben auf.
      Wunde schnell wieder verschlossen, ohne Narbenbildung vollständig abheilen.
      Neu gebildete Gewebe unterscheidet sich nicht von den ursprünglichen Zellen
      Sogar das feine Relief bleibt sichtbar:



      • Leisten (Rillen, Fingerkuppen, Fußsohle) Fingerabdruck

      • Felder (Rückseite der Hand, rautenförmig) Reserve-Falten, dehnt/zieht man verschwinden sie
        Bis in die Lederhaut oder tiefer - Narbe
        nur noch unter Narbenbildung repariert (reparative Wundheilung).
        zerstörte Hautzellen durch Bindegewebe ersetzt.
        Neu entstandenen Zellen unterscheiden sich von den zerstörten Zellen, bilden eine Narbe.
        Ersatzgewebe fehlen Pigmente, Haarfollikel, Talg- und Schweißdrüsen.


      Was für eine Narbe?
      Primäre Wundheilung: bei glatten, dicht aneinander liegenden Wundrändern, kaum Gewebeverlust und keine Infektion, keine Fremdkörper
      strichförmige, fast unsichtbaren Narbe
      z. B. Schnittwunden
      sekundäre Wundheilung: größerer Gewebeverlust,
      Wundränder auseinanderklaffen oder unregelmäßig,
      oder die Wunde infiziert.
      Ausgedehntes Narbengewebe, Heilung dauert deutlich länger.
      Was folgt aus alledem für die Wundversorgung?
      Sauber und ohne Fremdkörper (Dreck, Steine)
      Keine Infektion
      Wenn Narbe zu erwarten ist, dann wenigstens Wundränder glatt und dicht aneinander
      Auch hier wieder primäre und sekundäre Wundversorgung
      Primäre Wundversorgung: Blutung stoppen.
      Oberflächliche Verletzung Pflaster (Wundschnellverband) oder Gewebekleber,
      Bei tieferen Wunden Naht oder Klammern (Schweinsteiger im WM-Finale 2014).
      Sekundäre Wundversorgung:
      Pflege infizierter und länger bestehender Wunden.
      Hier kein sofortiger Verschluss, sonst Infektion ausbreiten und tiefer in den Körper. Wunde bleibt zunächst offen und wird regelmäßig gereinigt.
      Nach Abklingen der Infektion verschlossen, meist genäht.
      → Vermeiden, Immer durch Arzt.
      Trocken oder feucht?
      Trockene Wundauflage abdecken ist klassisch.
      Feuchte Wundversorgung = moderne Variante, neu entwickelte Materialien.
      Speziellen Wundauflagen halten die verletzte Stelle feucht.
      Vor allem bei schlecht heilenden Wunden und Verbrennungen.
      Praktisches
      Blutung stillen
      Kleine Wunde: Sterile Kompresse auf die Wunde und mit Mullbinde fixieren.
      Stärkere Blutungen: Nach der ersten Umwicklung der Mullbinde Verbandpäckchen über die Wunde, Rest der Mullbinde dann straff; drückt die Blutgefäße zu, stoppt Blutung.
      Biss- und Brandwunden, stark verschmutzte Wunden und Verletzungen mit klaffenden Wundrändern: besser Arzt um Infektionen und Narbenbildung vorzubeugen.
      Schürfwunden
      Oberflächlich
      Wenn bis zur Lederhaut: Auch Blutgefäße beschädigt und Blutung
      In aller Regel selbst
      gründlich säubern
      desinfiziert
      feuchte Wundheilung (Schürfwunden nässen, trockene Wundauflagen bleiben kleben, Haut reißt bei jedem Verbandswechsel erneut auf)
      Leichte Schürfwunden: Sprühverband vor Schmutz schützen.
      Größere Verletzungen Salbenkompresse oder Wundkompresse ab..
      Wundfläche sehr groß, Arzt.


      Platzwunden
      Stumpfer Gewalteinwirkung, Haut reißt auf.
      Meist nur oberflächlich, können aber stark bluten.
      Wundränder ausgefranst, heilen ohne Behandlung nur schlecht.
      Kleinere Wunden selbst versorgen.
      Reinigung und Desinfektion
      Heftpflaster
      Klaffende, stark blutend, Arzt näht, strips, oder klammern, oder an Körperstellen ohne große Spannung Gewebekleber.
      Schnittwunden
      Zur Reinigung zunächst ein wenig ausbluten.
      Kurz unter fließendem, kalten Wasser.
      Bei kleineren Schnittverletzungen reicht die Kälte meist aus, um die Blutung zu stoppen. Desinfizieren.
      Klammerpflaster, v.a. wenn weiterhin blutend.
      Wenn größer Verbandspäckchen oder Kompresse und Mullbinde, hoch lagern.
      Tiefgehende Schnittverletzungen oder ausgefransten Rändern: Arzt
      Heilungsphasen


      Reinigungs- /Entzündungsphase (Tag 1-3):
      Aus den verletzten Gefäßen sickert Blut und spült eingedrungene Keime und kleine Fremdkörper heraus
      Verschluss durch zunächst instabilen, dann zunehmend festeren Pfropf
      Immunsystem aktiv, Mikroorganismen abzutöten, Entzündungszeichen wie Rötung und Schwellung, Wundsekret unterstützt Wundreinigung und bildet das für die weitere Heilung notwendige feuchte Wundmilieu.
      Granulationsphase (Tag 4)
      Neues Gewebe gebildet.
      Füllgewebe ist grob gekörnt (lateinisch granulum = Körnchen), tiefrot und glänzt feucht, noch sehr empfindlich und kann leicht aufreißen und bluten.
      Wundsekret lässt nach.
      Optimal ist in dieser Phase ein feuchtes Wundmilieu, denn beim Austrocknen der Wunde entsteht Schorf, der das weitere Zellwachstum hemmt.
      Möglichst ungestörte Wundruhe gewährleisten.
      Epithelisierungsphase (Tag 5-10)
      Epithelzellen von den unverletzten Wundrändern auf die Oberfläche des Granulationsgewebes und wachsen dort fest.
      Epithelschicht verdickt sich und verschließt stabil und vollständig.
      Auch sie braucht für gutes Wachstum ein feuchtes, warmes Milieu.
      Anfangs ist die Epithelschicht noch dünn und verletzlich, vor mechanischen Belastungen schützen.
      Wundauflage sollte keinesfalls mit der Wunde verkleben und möglichst mehrere Tage auf der Wunde verbleiben können, damit die Wundruhe gewährleistet wird.
      Narbe
      Umbau des Granulationsgewebes
      Kann Monate bis Jahre dauern
      Frisch rötlich
      Später verblasst sie durch Abnahme der Zahl der Blutgefäße.
      Wund- und Heilsalben:
      Erst wenn geschlossen
      Keine normalen Cremes
      Dexpanthenol
      Zinksalbe fördert Bildung von Kollagen und Vernetzung von Fibrin, trocknet Wunde aus
      Silikon-haltige Salben reduzieren Narben.
      Ursachen für Wundheilungsstörungen
      Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, chronische Venenerkrankungen und Durchblutungsstörungen
      Infektion oder Fremdkörper
      Arzneistoffe: Glucocorticoide, Immunsuppressiva, Tumormittel, Blutverdünner
      Immobilität, u.a. durch Schmerzen
      Nicht ausreichende Ernährung: Flüssigkeit, Vitamine
      Alter
      Grenzen der Selbstbehandlung → Zum Arzt
      Akut
      Starken Blutungen
      Schnittwunden, die tief oder größer als einen Zentimeter sind
      Tief in der Wunde steckenden Fremdkörpern
      Klaffenden, ausgefransten Wundrändern
      Empfindungsstörungen und Bewegungseinschränkungen (Nerv/Sehne)
      Großflächigere Verletzungen, z.B. Brandwunden
      Bisswunde
      Stark verschmutzten Wunden, zumindest ärztliche Hilfe um korrekt zu reinigen.


      Wenn akut zum Arzt, dann: Sterile Auflage (Kompresse, Verbandpäckchen)


      Während der Wundheilung zum Arzt wenn
      Infektion, erkennbar an Schwellung, Rötung, Wärme und Wundschmerz.
      Bei einer Schnitt- oder Schürfwunde gelbliche bis bräunliche Beläge entfernen, da sie die Wundheilung stören
      Nekrosen, braune oder schwarze, ledrige Beläge von abgestorbenen Gewebe
      Verzögerungen
      Hausapotheke Essentials zur Wundversorgung
      Wundreinigung
      Schnittwunden etwas ausbluten. Dadurch reinigt sich die Wunde selbst.
      Danach auf Fremdkörper untersuchen
      Schnittwunde: Messer z.B. häufig Reste von Schnittgut, Holzstaub oder feine Gemüsefasern.
      Schürfwunden: häufig durch Partikel verunreinigt.
      Zur Reinigung im häuslichen Bereich:
      Fließendes Leitungswasser in Trink-Qualität, mittlere Temperatur.
      Besser physiologische Kochsalzlösung (0,9% NaCl), da steril!
      unkonserviert nach der Anwendung entsorgen.
      Fertige Wundspüllösungen mit Antiseptikum
      Prontosan® Wound Spray
      Hansaplast® Wundspray antiseptische Wundreinigung
      Kleine Fremdkörper (Steinchen, Glassplitter) mit spitzer Splitterpinzette.
      Desinfektion (Antiseptika)
      Ein optimales Desinfektionsmittel
      Breites Wirkspektrum → Kein Tyrothricin
      Durch Blut und Eiweiß möglichst wenig inaktiviert → Kein Jod
      Wundheilung nicht hemmen, sondern eventuell sogar fördern → Kein Wasserstoffperoxid, Chlorhexidin, Gentianaviolett, Iodoform, Borsäure
      Schmerzlos in der Anwendung → Keine alkoholischen Lösungen
      Geringes Allergierisiko → Kein Jod
      Farblos → Nicht Jod


      Mittel der ersten Wahl farblose Wirkstoffe
      Octenidin (Octenisept®)
      Polihexanid (Levanid®, Prontosan® Hansaplast® Wundspray)
      Wunde vollständig benetzen und ausreichend lange einwirken.
      Trockene Wundversorgung
      Wundschnellverbände/Pflaster
      Trägermaterial einseitig klebende
      Elastisch, wasserabweisend, wasserfest oder hautfreundlich
      Hautfarben, weiß, transparent oder für Kinder bunt.
      Auf der Kleberseite saugende Wundauflage.
      Eine Auflage von Silberionen hat eine leicht antibakterielle Wirkung.
      Steril oder unsteril als Meterware zum Abschneiden oder fertige Strips
      Spezialformen, z. B. für Fingerkuppen und -gelenke.


      Decken Wunde ab
      Schützen vor Keimen und mechanischer Belastung
      Wundsekret und Blut aufsaugen → trocknet → Wundschorf
      Gut geeignet z.B. für Schnittwunden
      Primär heilend, nicht infiziert, glatte Wundränder, eng aneinander → nur schmaler Wundschorf
      Nachteil Wundschorf
      In festen Kruste für die Heilung wichtige Bestandteile der Wundflüssigkeit wirkungslos (Enzyme, Hormone und Immunzellen)
      Hemmt Einwanderung neu gebildeter Zellen in den Wundbereich
      Verzögert Heilungsprozess
      Kann mit Wundauflage verkleben, Wunde reißt beim Verbandwechsel auf.
      Kompressen
      Steril aus
      Verbandmull (z. B. ES-Kompressen Hartmann®, Gazin®, DracoFix®),
      Vliesstoff (z. B. Drako®, Vlivasoft®, Medicomp®) oder
      für stärkere Saugkraft aus Vlies mit Zellstoffkern (z. B. Zemuko®, Drako® Saugkompressen, Zetuvit®, Zetuvit® plus).
      Kleben selber nicht
      Fixierbinden
      Verbandskasten-Verbandpäckchen, Wundauflage auf Mullbinde zur Fixierung.
      Klammerpflaster/Wundverschlussstreifen
      Ein Spezialfall für Schnittwunden bis 1 cm
      z. B. 3M™ Steri-Strips, Dermaplast® Medical Schnitt- und Platzwunden, GoTa-Por® Wundnahtstreifen, Leukostrip®, Omni­strip®)
      Oberflächliche Schnittverletzungen: kein Auseinander­klaffen der Wundränder.
      Erst Wundreinigung, Blutung mit steriler Kompresse stillen (leichter Druck).
      Dann Streifen quer über Schnitt, auf trockene Haut, Wundränder zusammen
      Mit Wundauflage abdecken


      Feuchte Wundversorgung bei größeren oder nässenden Wunden
      Können Flüssigkeit spenden und adsorbieren; also für trockene und nässende Wunden.
      Schaffen feuchtes Wundklima.
      Für Granulations- und Epithelisierungsphase der Wundheilung sehr wichtig.
      Essentiell für Zellen des Immunsystems
      Verkleben nicht mit der Wundoberfläche
      Abziehen schmerzlos.
      Neu gebildete Gewebe nicht zerstört.


      Für Schürfwunden sehr gut geeignet (z.B. Dermaplast® Medical Schürfwunden).
      Aufgeklebt, sobald Blutung zum Stillstand.
      Mehrere Tage auf der Wunde, bis es sich von selbst ablöst.
      Nicht auf infizierte, eitrige Wunden angewendet werden.
      Bilden mit normalem Wundsekret ein gelbliches Gel, das ähnlich wie Eiter aussieht und riecht.
      Nicht verwechseln!
      Auch Blasen-, Hornhaut- oder Herpespflaster


      Sprühpflaster
      Kleine, oberflächliche Schnitt- oder Schürfwunden, die nicht mehr bluten oder nässen
      Z.B. Flint® Sprühpflaster, Hansaplast® Sprühpflaster, Urgo® Sprühpflaster
      Flexibler, transparenter, atmungsaktiver und wasserfester Film über der Wunde.
      Muss nicht entfernt werden, löst sich nach einigen Tagen von selbst auf.
      Gut für schwer zugängliche oder häufig bewegte Stellen.
      Nachteilig wenig mechanischen Schutz, keine polsternde Wundauflage.


      Und zum Schluss noch…


      Wund- und Heilsalben
      Birkenrinden-Trockenextrakt (Episalvan®) als Gel, dünn auf Wunde und mit Verband abgedeckt.
      Zugelassen zur Behandlung oberflächlicher Hautwunden und Verbrennungswunden
      Beschleunigt Wundheilung (Scheffler 2017)
      Dexpanthenol, angeblich in Pantothensäure umgewandelt, B-Vitamin für Regeneration von Haut und Schleimhaut (Bepanthen®, Cicaplast®)


      Bevor ich das Wichtigste nochmal zusammenfasse



      1. Meine Bitte an Sie: //
        Wenn Ihnen dieser Gratis-Podcast gefallen, dann bewerten sie ihn bitte z.B. auf iTunes,
        mit einem kurzen schriftlichen Kommentar, z:B.
        RACE-Chris277 “Vielen Dank für diesen Podcast. Ich schätze die kompetente Information ohne “Tschakka” und Selbstdarstellung. Weiter so.
        UBS27 Ich … bin immer wieder dankbar ein abgewogenes Wissen über Medizinthemen zu erfahren…
        und 5 Sternen
        Je nach Statistik 1.000-8.000 Hörer aber nur 74 Bewertungen und 6 Kommentare.
        Danke im voraus.
        …und teilen sie ihn laden sie Freunde dazu ein. So lernen noch mehr Menschen diesen Podcast kennen.

      2. Wie kommen wir in Kontakt //
        z. B. für Fragen, Anregungen und Themenwünsche
        2 Gruppen: dort auch mehrmals pro Woche aktuelle und valide Infos,
        Facebook: Beitreten,
        Telegram: https://t.me/podcastgmpm,

        E-Mail: harald.schmidt@mac.com
        Einige sehr spezifische Beratungen oder einfach mal eine zweite Meinung
        Themenwünsche: Herpes ist behandelt, Entspannungstechniken/Stressresistenz, Bruxismus, Alkohol, Allgemeine Gesundheitsvorsorge (regelmäßige Check-ups, Krebsvorsorge, Impfungen, Fachärztliche Untersuchungen) - unter Berücksichtigung d. Alters.
        Manchmal auch ich Tipps zur technik.
        Vielen Dank dafür //


      Pharma-Song: //

      Der heutige Song ist mal kein Song
      “Platzwunde Bastian Schweinsteiger”
      von Deutsche Fußball-Nationalmannschaft 2014 “1:0 Finale gegen Argentinien”
      WM 2014
      Zitat: “Also der hat die Faust oben im Gesicht … sogar ein Schlagen … schlägt ihm da voll ins Gesicht … Bastian Schweinsteiger … ist … genäht/getackert worden ..” //

      Zusammenfassung:
      Wundreinigung meist reich lauwarmes Leitungswasser
      Mildes Desinfektionsmittel für offene Wunden: Octenidin
      Grundausstattung:
      Sterile Wundkompressen und Verbandspäckchen + Mullbinde oder Fixierpflaster zum Fixieren
      Trockene Pflaster/Wundschnellverband Variationen
      Tipp: Wundnahtstreifen/Klammerpflaster (steril)
      Evtl. Sprühverband
      Feuchte Wundauflage hat 1-3 Tage Zeit, evtl. bei Bedarf
      Wund- und Heilcreme: Birkenrinden-Trockenextrakt
      Wissen wann zum Arzt: Schnitt > 1 cm, großflächig, Biss, Empfindungsstörungen und Bewegungseinschränkungen, Infektion auch während der Wundheilung
      Tetanus-Impfung alle 10 Jahre!
      Nächste Woche:
      Komplizierte, chronische Wunden, z.B. der Diabetiker-Fuß


      Belege
      Zusammenfassung des Europäischen Öffentlichen Beurteilungsberichts (EPAR) für Episalvan, European Medicines Agency, EMA/89271/2016, EMEA/H/C/003938
      Fachinformationen der genannten Präparate, Stand August 2018
      Fernandez R, Griffiths R. Water for Wound cleansing, Cochrane Database Syst Rev 2012;(2):CD003861, doi:10.1002/14651858.CD003861.pub3 Review
      Kramer A, Dissemond J et al. Schlussfolgerungen aus dem Konsensus Wundantiseptik 2018 für die Auswahl von Wundantiseptika. Universitätsmedizin Greifswald, abstract.krankenhaushygiene.de, Abruf am 24. August 2018
      Kujath P, Michelsen A. Wunden – von der Physiologie zum Verband. Dtsch Ärztebl 2008;105(13):239-248, doi:10.3238/arztebl2008.0239
      Vasel-Biergans A. Wundauflagen für die Kitteltasche, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart 2010
      Wilson F, Kohm B. Verbandmittel, Krankenpflegeartikel, Medizinprodukte. Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart 2014


      Sanai, Nader, Thuhien Nguyen, Rebecca A. Ihrie, Zaman Mirzadeh, Hui-Hsin Tsai, Michael Wong, Nalin Gupta, et al. 2011. “Corridors of Migrating Neurons in the Human Brain and Their Decline during Infancy.” Nature 478 (7369): 382–86.
      Scheffler, Armin. 2017. “Entwicklung Des Neuen Phytopharmakons Episalvan (Betulin) Zur Wundheilung.” Zeitschrift Für Phytotherapie. https://doi.org/10.1055/s-0043-114315.


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