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Kasia trifft…

"Kasia trifft..." heißt der Podcast des Frauenmagazins EMOTION mit Verlagsgründerin Kasia Mol-Wolf. Kasia stellt in ihrem ganz persönlichem Podcast Frauen (und manchmal Männer) vor, die Herausforderungen und Krisen gemeistert haben und sie persönlich inspirieren und berühren. In diesem Podcast lernt ihr zusammen mit Kasia tolle, authentische Menschen kennen, die zeigen, dass alles möglich ist, wenn man an sich selbst glaubt. www.emotion.de
  • 14 Jan 2020
    63. Marie-Anne Raue, Geschäftsführerin des Restaurants Tim Raue
    01:05:50

    “Mit dir wird Tim niemals einen Stern bekommen”, wurde Marie-Anne
    Raue mal gesagt. Heute ist sie der Kopf hinter dem Sternerestaurant Tim Raue.
    Hier spricht sie über ihre Leidenschaft für die feine Gastronomie, geheime
    Restauranttester und Geschmack, der sie zum Weinen bringt.

    Früher liebäugelte Marie-Anne Raue damit, Opernsängerin zu werden.
    Doch dann lernte sie ihren späteren Mann Tim Raue mit 18 in einer Disco kennen
    und gemeinsam stürzten sie sich in das Abenteuer Gastronomie: „Die Leidenschaft
    für die Gastronomie, die er schon in sich trug, steckte mich an.“

    Heute hat das Restaurant Tim Raue zwei Michelin-Sterne und ist das einzige deutsche Restaurant
    aus der Weltbestenliste. „Ich bin stolz, aber auch ein bisschen verschämt. Wir
    arbeiten jeden Tag daran, dass das auch so bleibt. Wir ruhen uns nicht darauf
    aus.“

    Was ist also ihr Erfolgsrezept? Es ist ein Nischenkonzept, etwas
    Außergewöhnliches, man muss es absolut leben, sein ganzes Leben dafür opfern,
    absolute Qualitätsvernarrtheit zeigen, wahnsinnig detailverliebt sein und eine
    kreative Ader haben.

    Was also braucht man, um ihren Job zu machen? Gute Nerven
    und Selbstreflexion – man dürfe nicht stehenbleiben,
    müsse immer wieder reflektieren und die eigenen Regeln hinterfragen. Denn:
    „Die Regeln haben wir selbst erfunden, wir können sie auch ändern.“

    Im Gespräch mit Kasia erzählt sie auch von ihrer modernen Art,
    Gastronomie und Service zu leben, mit mehr Offenheit, Individualität und
    Familienfreundlichkeit. Sie verrät, was ihre Zukunftspläne sind und warum
    trotz Genderrollen die meistens Starköche Männer sind.

  • 7 Jan 2020
    62. Katja Ohly-Nauber von Mercedes Benz
    01:01:59

    Mit She’s Mercedes unterstützt sie EMOTION und den Einsatz für Gleichstellung schon lange. Im Podcast spricht Katja Ohly-Nauber über Karriere als Mama, den Sprung ins Ungewisse und über Männer, die Frauen nicht ausreden lassen. 

    Katja Ohly-Nauber ist Leiterin Marketing-Kommunikation bei Mercedes Benz Cars – und setzt sich mit She’s Mercedes für Gleichstellung ein. 

    Für die neue Podcast-Folge hat Kasia sie getroffen und mit ihr über ihre Karriere, Wachstumschancen, Vereinbarkeit und die Mobilität der Zukunft gesprochen.

    Mercedes sei schon weit mit der Gleichstellung, sagt Katja Ohly-Nauber, die Automobilbranche allgemein jedoch nicht: “Über hundert Männer sind in den Vorständen. Und fünf Frauen.”

    Hier erzählt sie, was man tun könne, um das zu ändern, was für eine Führungskraft sie selbst ist und wie man auch als Chefin dazu beitragen kann, dass mehr Frauen Karriere machen. Man solle keinen Makel aus der Minderheit machen und, ganz wichtig: sich nicht so häufig unterbrechen lassen.

    Sie spricht über ihren eigenen Karriereweg mit Kindern und wie wichtig es sei, dass man als Mutter auch auf sich selbst achtet. Deshalb hat sie neben ihrer Arbeit bei Mercedes Benz LAUFMAMALAUF gegründet, eine Plattform für Outdoor-Fitness, eine “active healthy community” von Müttern für Mütter. 

    Sie habe den Wunsch gehabt, etwas zurückzugeben und etwas Gutes in die Welt zu bringen, Frauen körperliches und mentales Selbstbewusstsein geben. Als Mutter vergesse man so oft, erst einmal gut zu sich selbst zu sein.

    Auch mit der Initiative She’s Mercedes möchte sie für Frauen da sein, für Austausch und Inspiration. “Es geht nicht nur darum, Autos zu verkaufen, sondern auch gesellschaftspolitisch Stellung zu nehmen.”

    In diesem Jahr ist Katja Ohly-Nauber zum ersten Mal Jurymitglied beim EMOTION.award. Hier erzählt sie, warum ihr das so wichtig ist: “Vorbilder halte ich immer noch für total wichtig. Wir müssen aufzeigen, welche Möglichkeiten es gibt.”

  • 17 Dez 2019
    61. Bärbel Schäfer, Moderatorin und Autorin
    00:38:45

    “Bärbel trifft” ist seit vielen Jahren eine Rubrik in unserem Heft. Diesmal heißt es: Kasia trifft Bärbel Schäfer. Im Interview erzählt von ihren Leidenschaften und der Kunst der Begegnung.
    Die Neugier auf Menschen und Lust an spannenden Lebensgeschichten treibt sie. Dabei geriet die Fernseh- und Radiomoderatorin, Produzentin und Autorin Bärbel Schäfer eigentlich nur durch Zufall in die Medienbranche.
    Als Austauschschülerin in den USA bekam sie von einem lokalen Fernsehsender das Angebot, für sie als Reporterin zu arbeiten, “unwissend, dass man damit auch sein Geld verdienen kann”. Nach dem Abitur in Deutschland, absolvierte sie zunächst eine kaufmännische Ausbildung im Hotel, bevor sie Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften studierte und wieder in Kontakt zu den Medien kam.
    Heute ist sie auch langjährige Wegbegleiterin von EMOTION und bringt in der Rubrik “Bärbel trifft” seit vielen Jahren Männer in unser Frauenmagazin. Wer und was sie dabei besonders beeindruckt hat und was sie gelernt hat, erzählt sie hier.
    Mit Kasia spricht sie über das Format Talkshow, ihr Erfolgsrezept und ihre Leidenschaft, Menschen zum Reden zu bringen. Ob EMOTION, Sonntagstalk bei HR3 oder WESERStrand in Bremen (was ein bisschen ist, wie nach Hause zu kommen): Sie liebt es, Menschen zum Reden zu bringen. Und dabei hat sie extrem viel gelernt. Sie sagt, wie wichtig es ist, aus den eigenen Schubladen rauszukommen und sich von Vorurteilen zu befreien. “Ich muss bereit sein, mich auch immer wieder neu überraschen zu lassen.”
    Sie erzählt auch von Selbstzweifeln, ihrer Familie, der Gleichberechtigung in der Medienbranche und warum wir uns so leicht unterschätzen.
    Wie setze ich mich als Frau und mit eigenen Projekten in der Medienwelt durch? “Mit Erfahrung, Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit.”

  • 10 Dez 2019
    60. Mia Florentine Weiss, Performance-Künstlerin
    00:56:07

    Mia Florentine
    Weiss hat in Hamburg Mode und Journalistik studiert, ist um die Welt gereist
    und nach New York gezogen, bevor sie ihren Weg in die Kunst fand.
    Heute ist sie erfolgreiche Konzept- und Performance-Künstlerin.

    Den Ausschlag gab
    ein Erlebnis in Namibia. Sie war Mitte 20, gerade mit dem Studium fertig, als
    sie mit dem Stamm der Himba eine von der Natur inspirierte Performance machte.
    „Ich bin als anderer Mensch zurückgeflogen“, sagt sie, die schließlich
    versuchte, zwischen Multimedia und Performance ihren Weg zu finden.

    Was Performance
    genau ist, wie sie sich vom Theater und von anderen Künsten unterscheidet, das
    erzählt Mia Florentine Weiss Kasia in der neuen Podcast-Folge. Sie sei
    körperlich, politisch, eng verbunden mit der Natur und bedeute auch immer, sich
    auf etwas einzulassen, dessen Ausgang man nicht kennt.

    Für ihre Arbeit
    hat sie sich bereits nackt gezeigt oder auf dem Hollywood Sign sitzend, hat für
    ihre Pegasus-Ausstellung Pferde ausgenommen und gehäutet und lief mit
    LED-Schild und Schwert in indischen Slums herum. Ihr Kunst ist oft etwas
    Schmerzhaftes, mehr oder weniger Schockierendes, sie provoziert und
    polarisiert – „ein Spiel mit Grenzen“.

    Die Geburt ihres
    Sohnes hat ihre Arbeit etwas verändert, sie begebe sich nicht mehr in so viele
    gewagte, lebensgefährliche Situationen. „Ich bin ein richtiges Muttertier.“

    Sie plädiert
    dafür, dass das Muttersein mehr in die Kunst einfließen und viel mehr zur
    Entlastung von Eltern getan werden muss. Mit Kasia spricht sie auch über
    Vereinbarkeit, Großfamilie, Planungsaufwand und Schlafmangel, über Gesellschaft
    und Zerrissenheit.

    Es geht auch um Gleichberechtigung in Deutschland „Wir
    müssen immer weiter kämpfen, dürfen uns nicht ausruhen“, appelliert sie
    und plädiert für Netzwerke und Zusammenhalt. Sie wünscht sich, jede
    Frau würde viel mehr an sich glauben und sich weniger verunsichern lassen.

  • 3 Dez 2019
    59. Daria Saharova von Vito One
    00:44:33

    Die Immobilienbranche neu denken – das will
    Daria Saharova, die als Partnerin bei Vito One in Start-ups investiert. Warum die
    Branche dringend mehr Frauen braucht, hat sie Kasia erzählt.

    Daria
    Saharova ist Partnerin beim Venture-Capital-Unternehmen Vito One.
    Sie finanziert Start-ups mit Fokus auf Immobilien-, Bau- und Energiebranche.
    Die gebürtige Lettin kommt aus einer Künstlerfamilie und bezeichnet sich
    aufgrund ihrer Vorliebe für die MINT-Fächer als “schwarzes Schaf der
    Familie”.

    Sie zog von Riga nach München und studierte dort BWL. In die
    Selbstständigkeit ging sie, um sich das Studium zu finanzieren.  Durch
    eine Studierendeninitiative kam sie zum Thema Venture Capital: “Ich
    fand den Vibe, den die Gruppe hatte, sehr cool. Das hat mich nachhaltig
    begeistert.”

    Mit Vito One sucht sie neue Start-ups, investiert in sie. Das
    Investment in neue Start-ups bezeichnet sie als “Ehe auf Zeit”.

    Sie sind der erste Deutsche Venture Capital Fonds, der sich auf diese
    Branche spezialisiert hat. Sie agieren als eine Mischung aus Sparringpartner,
    Soundingboard und unterstützendes Netzwerk.

    Im Gespräch mit Kasia erklärt sie, wie ihr Job genau funktioniert und
    warum ihre Branche dringend mehr Frauen braucht. Es geht um Erziehung,
    Business-Verhalten und Netzwerke. Sie sagt: „Die Regeln sind anders für uns
    Frauen.“ Und: „Man darf nicht unterschätzen, wie sehr die Erziehung unser
    Verhalten im Job beeinflusst.“

    Und auch über das Gründen spricht sie mit Kasia. Daria Saharova hat
    bereits zwei Unternehmen gegründet: 2011 Bellegs, ein E-Commerce für
    Feinstrumpfware, und nun die 1E9, eine Medienplattform mit der Vision,
    gemeinsam optimistische Zukunftsbilder zu kreieren.

    Hört diese neue Folge und erfahrt von Daria Saharova

    ·       wie das Venture Capital Business
    funktioniert

    ·       wie der Alltag einer Investorin
    aussieht

    ·       wie es als Frau in der Branche ist

    ·       worauf sie schaut, wenn sie in ein
    Unternehmen investiert

    ·       wie Deutschland technologisch
    aufgestellt ist

    ·       wie wir mehr Frauen zum Gründen
    bringen

    ·       was ihr neues Unternehmen 1E9
    macht

    ·       was sie in den vergangenen Jahren
    gelernt hat und was sie uns mit auf den Weg gibt

  • 26 Nov 2019
    58. Sonja Lechner, Kunstberaterin und Frauennetzwerkerin
    0:00:00

    Sonja Lechners große Leidenschaft
    ist die Kunst – und die Frauenförderung. Mit Kasia spricht die Kunstberaterin
    über Networking, Gleichberechtigung und inwiefern die Kunst die Gesellschaft
    widerspiegelt.

    Geschichte, Kulturen und Sprache waren immer Sonja Lechners
    Leidenschaften. Als Tochter einer Finnin und eines Deutschen ist sie mit
    zwei Kulturen aufgewachsen, die sie sowohl privat als auch in ihrem Dasein als
    Kunstberaterin stark geprägt haben.

    In ihrem Geschichtsstudium stolperte sie in einer Vorlesung über
    Caravaggio – und es war um sie geschehen. Sie wechselte ihr Hauptfach zu
    Kunstgeschichte und promovierte schließlich mit einer Arbeit über den Maler.
    Ihre Doktorarbeit schrieb sie, als sie ihre Tochter geboren wurde, und sie
    wünschte sich einen Beruf, den sie nebenbei ausüben konnte. Ihre Passion für
    Kunst lebte sie zunächst privat aus, bevor sie sie zu ihrem Job und sich
    selbstständig machte.

    Vor einigen Jahren gründete Sonja Lechner Kunstkonnex Art Consulting,
    mit der sie Kunstsammler*innen berät, Ausstellungen organisiert und kuratiert
    und Künstler*innen fördert. Heute ist sie Kunsthistorikerin,
    Kunstberaterin und Frauennetzwerkerin und organisiert den Ladies Art Lunch.

    Wenn Sonja Lechner über Kunst redet, gerät sie ins
    Schwärmen. Sie selbst sammelt auch, von jungen Künstler*innen von der
    Kunstakademie bis zu Jahrhunderte alten.

    Die Kunst nutzt sie, um Wichtiges und Politisches
    sichtbar zu machen: „Wir können über Ausstellungen Themen, die uns alle
    angehen, aufs Tablett bringen – Kunst ist für alle da, sie kann Menschen
    verbinden.” Sie solle zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung
    anregen und biete ein großes Spektrum: “Es gibt in der
    Kunst kein richtig und kein falsch und das ist etwas sehr Schönes.”

    Mit Kasia spricht Sonja Lechner auch über
    ihre aktuellen Projekte und wo sie die Zukunft ihrer Firma
    sieht. Bei der Sichtbarkeit weiblicher Künstlerinnen müsse sich noch
    sehr viel tun, genau wie bei der Gleichberechtigung allgemein: “Die Kunst
    ist ein Seismograph für alles, was sonst so in der Gesellschaft abläuft.”

    Sie fragt sich: “Wie kann es sein, dass
    Kunstgeschichte ein frauendominiertes Studium ist, und wenn du dich umblickst,
    vor allem in den Museen, die Spitzenpositionen alle mit Männern besetzt
    sind? Es ist ein Missverhältnis, das ich mir nicht erklären kann.”

    Sie spricht auch darüber, wie wichtig es ist, dass wir
    netzwerken, dass wir das Bild der Frauen verändern, vor allem auch in den
    Medien.

    Hört diese tolle Folge und erfahrt von Sonja Lechner:

    wie man
    starten sollte, wenn man in die Kunstbranche möchtefür
    welche Kunstepoche ihr Herz höher schlägtwelche
    aktuellen Projekte sie hatwie modern
    das Arbeiten in der Kunst sein kannwarum wir
    uns in Sachen Bildung und Gleichberechtigung an Finnland ein Beispiel nehmen
    können

    was der
    Ladies Art Lunch ist und warum Netzwerken so wichtig istwarum wir
    das Bild der Frau, auch in den Medien, dringend verändern müssen was ihre
    Stärken sind und wer sie inspiriert was sie
    uns mit auf den Weg gibt.

  • 19 Nov 2019
    57. Guya Merkle, Schmuckunternehmerin
    00:56:13

    Mit fair produziertem und recyceltem Gold initiierte sie eine Revolution – mit Kasia spricht Schmuckunternehmerin Guya Merkle über Nachhaltigkeit, Familie und die politische Seite des Schmucks.In der Goldstadt Deutschlands, Pforzheim, wuchs Guya Merkle in einer klassischen Schmuckfamilie auf. Sie selbst wollte eigentlich nie etwas mit Gold machen – bis ihr Vater überraschend verstarb und ihr das Unternehmen vererbte. Guya war 21 und besaß plötzlich eine kleine Firma mit Ladengeschäft in der Schweiz.Das Unternehmen hatte sich auf Haute Jewelry spezialisiert, die Ware war teuer, die Kundschaft zu klein, Guya sehr unglücklich. Doch aufgeben wollte sie auch nicht einfach: „Ich wollte meinem Vater gerecht werden. Es ist eine Eigenschaft von mir, dass ich mich so durchbeiße.“Um mehr über das Thema zu lernen, ging sie an eine Londoner Schule und besichtigte schließlich eine Goldmine in Peru – ein Wendepunkt. “Das hat etwas mit mir gemacht. Von da an hat das Thema Rohstoffe mich nicht mehr losgelassen.” Sie sagte sich: “Okay, dann revolutioniere ich jetzt die Goldindustrie!” – und ist heute sehr froh über ihre damalige “Naivität”.Nach der ursprünglichen Idee, das Unternehmen zu transformieren, schloss sie es und gründete ihre eigene Firma Vieri. Heute vereint ihre Marke Luxus und Nachhaltigkeit. “Gold ist faszinierend und kann zum Leitbild von Nachhaltigkeit werden, weil es immer da ist und man es immer weiterträgt.”Im Gespräch mit Kasia erklärt sie den Weg des Goldes aus der Mine zum Kunden. Sie zeigt auch, wie politisch Gold ist. Das Goldgeschäft sei „moderne Sklaverei“ und vor allem in Bezug auf Klima sei es so wichtig, über Gold zu reden. Außerdem spricht sie von der Zielgruppenfindung, ihren Visionen mit Vieri und ihrer Stiftung Earthbeat Foundation.

  • 12 Nov 2019
    56. Julia Römer, Gründerin von Coolar
    00:47:09

    Coolar stellt Kühlschränke her, die durch Wärme Kälte erzeugen. Wie das geht? Das erklärt Gründerin Julia Römer in der neusten Podcastfolge.

    Schon immer hatte unsere Award-Gewinnerin Julia Römer ein Faible für die MINT-Studiengänge – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Sie wusste schon früh, dass sie einmal etwas machen wollte, das der Umwelt und dem Naturschutz zugute kommt.

    Während des Studiums im Wirtschaftsingenieurwesen mit der Richtung Technische Chemieverfahrenstechnik an der TU Berlin kam sie mit dem Thema Energie in Berührung und schrieb ihre Masterarbeit über eine Klimainnovation: einen grünen, alternativen Kühlschrank.

    An dem Projekt blieb sie hängen: “Aus meiner Faszination wurde eine Obsession – die typische Ingenieurskrankheit hat mich getrieben.”

    Sie wollte Technik und den Umweltgedanken kombinieren und etwas machen, hinter dem sie zu 100 Prozent steht. 

    2016 entstand aus ihrem Studienprojekt dann eine richtige Firma. Coolar hat sie vor allem als Lösung für Länder entwickelt, in denen es keinen Strom gibt, für Impfstoff- und Medikamentkühlung, vor allem mit Solarwärme. Es ist ein einfaches und robustes System, das ohne Elektronik und nur mit heißem Wasser funktioniert.

    Dass das so leicht ist, war aber nicht immer allen klar, und sie ist auf ihrem Weg auf viel Widerstand gestoßen. Dabei hat sie gelernt: “Wenn du selbst nicht daran glaubst, wird es auch niemand anders tun.”

    Heute befinden sich die Kühlschränke von Coolar in der Prototypenphase und werden intensiv getestet.

    Mit Kasia spricht Julia Römer auch über die Finanzierung, über Schwierigkeiten auf dem Weg und über Zukunftspläne.

    Vor allem in Sachen Gleichstellung soll sich noch einiges verändern: “Wir sind jetzt acht Leute im Team, noch bin ich die einzige Frau. Es ist total schwer, Ingenieurinnen zu finden.” Frauen dürften sich nicht abschrecken lassen und sollten sich viel zutrauen. “Mir war immer klar, dass Männer und Frauen Ingenieure sein können – das habe ich nie infrage gestellt. Was wir brauchen sind neue Vorbilder.” 

  • 8 Nov 2019
    55. Karla Paul, Literaturexpertin
    00:56:11

    Am Tag des Buches geboren, konnte Karla Paul eigentlich nichts anderes werden als DIE Instanz für Literatur in Deutschland. Mit Kasia spricht sie über ihren Einsatz für Gleichberechtigung in der Branche, das Leben im Netz und natürlich Bücher, Bücher, Bücher.

    Als Karla Paul 1983 zur Welt kam, war der 23. April noch Tag des Bieres. Heute ist es der Welttag des Buches und Bücher sind Karlas Lebensinhalt. Das kann kein Zufall sein!

    Die Autorin, Bloggerin und Podcasterin, die sich selbst als Literatur-Lobbyistin bezeichnet, liest fünf bis zehn Bücher pro Woche. Ihr erster eigener Podcast „Buchkolumne“ entstand 2006 aus einem Studienprojekt. Sie sammelte Erfahrungen im Journalismus und Medienbereich, studierte BWL und später Mediendesign und betreibt heute ihre Seite buchkolumne.de.

    Fünf Jahre lang arbeitete sie bei lovelybooks.de, später übernahm sie die Verlagsleitung bei Hoffmann und Campe sowie Edel. Seit zwei Jahren arbeitet sie selbstständig, gestaltet ihre eigenen Inhalte und ist DIE Instanz für Bücher in Deutschland.

    Sie schreibt für diverse Magazine, gibt Buchtipps, berät Autor*innen und Verlage für eine spannende Aufbereitung im Netz und arbeitet nebenbei auch an eigenen Buchprojekten.

    Gemeinsam mit ihrem Kollegen Günter Keil betreibt sie den Literaturpodcast „Long Story Short“ und die Literaturshow „SeitenSpringer“. Darin sprechen die beiden leidenschaftlich über Bücher und bieten ihren Gästen viel Interaktion.

    Dass sie eines Tages eine der Literaturexpertinnen des Landes werden würde, war ihr nicht immer klar, obwohl sie bereits als Kind Bücher „verschlungen“ hat. „Ich war als Kind allein in der Bibliothek und habe gemerkt, wie spannend die Welt sein kann – ich habe gelesen, was mir in die Finger kam”, sagt Karla Paul.

    Mit Kasia spricht sie auch über Personal Branding über Social Media, ihre Projekte, ihren Alltag und ihren Einsatz für Gleichberechtigung in der Literaturbranche.

    Noch immer besprechen und empfehlen Männer überwiegend Bücher von Männern – das spiegelt sich in Bestsellerlisten wider und diese Strukturen gilt es aufzubrechen.

     Karla Paul nutzt ihre Projekte und digitalen Kanäle dafür, viele Frauen zu featuren und mitzunehmen, und betont, wie wichtig Solidarität und Netzwerke sind. Literatur mache ihr noch mehr Spaß, seit sie sie divers betrachte. Beim Lesen sollten wir immer hinterfragen: „Was lese ich und aus welchen Gründen? Wie viele Frauen sind dabei und was traue ich ihnen zu?“ 

  • 29 Okt 2019
    54. Matze Hielscher von Hotel Matze und Mit Vergnügen
    00:57:44

    Papas, Partys, Podcasts – für die neue Folge hat
    Kasia Matze Hielscher getroffen, Mitbegründer von “Mit
    Vergnügen” und Host von “Hotel Matze”.

    Dass es ihn in die Medien ziehen würde, war schon früh
    klar – seine Laufbahn begann in der zweiten Klasse. Nach einer Abzweigung in
    die Musik mit seiner früheren Band Virginia Jetzt! gründete er 2010 mit seinem
    Freund Pierre Türkowsky das Stadt- und Veranstaltungsmagazin „Mit Vergnügen“,
    das sie bis heute zusammen führen.

    „Es gab Stadtmagazine und Plakatflächen, niemand wusste so
    richtig, was man mit dem Überangebot machen sollte. Wir haben gemerkt, da wurde
    etwas gebraucht!“ Heute bezeichnen sie die Plattform als “Freund in der
    Großstadt”.

    Mit Kasia verbindet ihn aber nicht nur das Gründen,
    sondern auch die gemeinsame Leidenschaft für Podcasts.

    “Hotel Matze” ist Matze
    Hielschers Herzensprojekt und einer der erfolgreichsten Podcasts in
    Deutschland. Das Podcasten hat er beim Laufen für sich entdeckt; den Namen
    “Hotel Matze” fand er unter der Dusche.

    Mit Kasia spricht er auch darüber, was er von seinen
    vielen Gästen gelernt hat und wer ihn besonders inspiriert hat. Außerdem
    erzählt er von seinem Lebensmodell und Familienfreundlichkeit bei “Mit
    Vergnügen”. “Gleichberechtigung ist ein total sensibles Thema
    und viele Männer haben echt Schwierigkeiten, dazu was zu sagen.”

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