"She drives mobility

Serie
Du hast noch keinen Podcast zur Wiedergabe ausgewählt
00:00 / 00:00
Herunterladen
Playlist

    Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.

    Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.

    Aktuelle Wiedergabe

      meinpodcast.de

      She drives mobility

      • Du möchtest meine Arbeit unterstützen?
        Darüber freue ich mich!
        Über paypal.me/KatjaDiehl kannst du mir Beträge nach Wahl zukommen lassen, bei steadyhq.com/de/shedrivesmobility kannst du ein Abo ab 5 Euro/Monat abschließen und erhältst wöchentlich Post von mir. Ich freue mich hier über Jahresabos, weil dann weniger Gebühren abgezogen werden 🙂
        Wenn dir solche “Dienste” nicht behagen, gibt es auch die klassische Möglichkeit, mir über die GLS Bank auf mein Konto DE28430609674089291200 eine “Kinokarte” zu überweisen, wenn dir diese Ausgabe und meine weitere Arbeit gefällt. Ich freue mich zudem – Werbeblock Ende – über Weiterempfehlung als Speakerin, Moderatorin und Coach.

        Prof. Claudia Kemfert und ich sind uns noch nie persönlich begegnet – leider. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie sofort zugesagt hat, bei #SheDrivesMobility zu Gast zu sein. Denn wir unterstützen uns stets bei Shitstorms, sind Wingwomen für ein gemeinsames Ziel: Eine (klima-) gerechte Zukunft für Deutschland und Europa. Claudia hat ihren Schwerpunkt auf der Energiewende, diese wirkt sich aber auch massiv auf die Zukunft der Mobilität aus. Die Themen sind nicht zu trennen.

        Claudia ist Wirtschaftswissenschaftlerin. Sie leitet die Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und gehört dem Sachverständigenrat für Umweltfragen an.

        Unser Gespräch:

        • Claudia erzählt, wie Corona aktuell auch ihr Reiseverhalten verändert, Meetings werden unproblematisch virtuell abgehalten, sie freut sich über viele Radfahrende in Berlin, PopUp-Bikelanes – daher gefühlt trotz mehr Menschen auf dem Rad mehr Sicherheit.
        • Luftverschmutzung ist Teil der Ausbreitung von Viren und einer höheren Aggressivität auch von Pollen in der Atemluft – wie sollte hier agiert werden, das zu mindern?
        • Claudia ist deutlich gegen Abwrack- und andere “nicht-strategische”Kaufprämien, diese waren klimapolitisch schon vor zehn Jahren fatal, der PKW-Bestand wurde damals gesteigert, Feinstaub- und Stickoxidprobleme verschärft, Kaufprämien sollten IMMER an Innovation und Umweltentlastung geknüpft werden.
        • Ziel muss Autoverkehrsminderung sein, intelligente Verknüpfung der Verkehrsmittel ist wichtig für den Mobilitätswandel..
        • Ebenso fatal war für sie das Signal, dass Dividenden ausgeschüttet und zugleich Gelder eingefordert werden.
        • Nachhaltige Mobilität setzt sich gerade durch, viele Menschen steigen auf das Rad, die Krise ist ernst, aber die positiven Aspekte sollten dennoch genau beobachtet werden – sogar in New York wird gerade viel Rad gefahren.
        • Auch in Berlin sind auf einmal geschützte Radwege möglich, werden binnen Tagen umgesetzt – das zeigt: ES braucht politischen Willen, dann ist Wandel sofort umsetzbar.
        • Gerade die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Politik und Kommunen hat hohe Kraft der Veränderung.
        • Wir brauchen Fahrradstraßen, wir brauchen attraktiven Nahverkehr.
        • Warum sind Expert:innenräte immer so homogen? Was waren Claudias Erfahrungen als erste und jüngste Professorin in ihrem Bereich?
        • In der Leopoldina zum Beispiel gibt es viele Forscherinnen in den ausgewählten Bereichen, sie sind jedoch im aktuellen Rat kaum vertreten. Obwohl es im wissenschaftlichen Bereich immer mehr Auflagen zur Diversität gibt.
        • Wir brauchen feste Quoten und feste Regeln, um diesen Zustand zu überwinden. Gut ist, dass die Öffentlichkeit mittlerweile sehr wachsam ist und kritisiert.
        • Was ist dran an den Gerüchten, dass Frauen gar nicht Karriere machen wollen – oder aber bewusst auf Kinder verzichten, um Karriere zu machen?
        • Wie kommen wir raus aus dem Schwarz-Weiß-Denken?
        • Wie schaffen wir es, als Expertinnen uns nicht mehr mit diskreditierenden, sexistischen Angriffen beschäftigen zu müssen?
          o Wir müssen Frauen sichtbar machen als Vorbilder, junge Frauen anregen, in die Wissenschaft oder auch aktuell männerdominierte Branchen zu gehen.
          o Sie misst hier Solidarität große Bedeutung da. Vor allem auch bei Ungerechtigkeiten, die die fachliche Kompetenz unterwandern. Das Verlassen der Sachebene muss nicht „ertragen“ werden – im Gegenteil.
        • Politik ist in Sachen Klimaschutz nicht so weit wie manche Unternehmen. Es ist damit eine andere Ausgangssituation als nach der Finanzkrise 2008. Vor allem auch durch #FridaysForFuture. Es gibt Rückwärtsgewandte, vor allem auch im Wirtschaftsministerium – aber hier keinen Konsens mehr für eine kommentarlose „Rolle rückwärts“. Das ist die Chance unserer Demokratie.
        • Mit ihren Büchern möchte Claudia für den Klimaschutz werben, Verständnis bewirken, ernst nehmen, dass das Thema sich nicht jedem sofort erschließt. Sie räumt mit den Mythen der Energiewende auf – und bringt damit auch Lobbyisten gegen sich auf.
        • Claudia glaubt, wir brauchen ein Podcastformat auch für das Klima – so wir der Drosten-Podcast für Corona.
        • Weg von der auto- hin zur menschengerechten Stadt. Alle müssen identische Möglichkeiten haben, sich zu bewegen. Das ist Claudias Vision – und diese bezieht ländliche Mobilität mit ein.
        • Aber auch ein neues Kosten-System mit Citymaut, Parkraumbewirtschaft…
      • Du möchtest meine Arbeit unterstützen?
        Darüber freue ich mich!
        Über paypal.me/KatjaDiehl kannst du mir Beträge nach Wahl zukommen lassen, bei steadyhq.com/de/shedrivesmobility kannst du ein Abo für 5 Euro/Monat abschließen und erhältst wöchentlich Post von mir. Wenn es dir lieber ist, mir Einmalbeträge oder Geld je nach Anlass zukommen zu lassen, geht das über PayPal.Me/KatjaDiehl

        Auch die heutige Ausgabe von #SheDrivesMobility leidet in der Tonqualität an Corona. Dennoch ist es der Inhalt, der euch überzeugen wird!

        Birgit Hebein ist Wiener Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung und ehemalige Sozialarbeiterin sowie Parteivorsitzende der Wiener Grünen.

        Wir sprechen über:

        • die aktuellen Entwicklungen seitens Corona auf unsere Gesellschaft und wen diese am meisten treffen
        • Birgits ambitioniertes Ziel, Wien zur Klimahauptstadt Europas zu machen
        • die Einrichtung von Ruhe- und Begegnungszonen in der Stadt
        • die Tatsache, dass es 2019 mehr Hitze- als Verkehrstote gab und was das für eine Stadt bedeutet
        • Birgits Ansinnen, dafür zu sorgen, dass Klimakrise nicht soziale Krise bedeutet
        • die Verteilungsfrage in Wien: Wem gehört die Stadt heute – und wem soll sie morgen gehören?
        • wie verändern wir unser klimatisch relevantes Verhalten ohne Bevorzugung der Eliten?
        • wie will Birgit verhindern, dass es aktuell droht, dass Wien 2050 sieben Grad wärmer ist im Durchschnitt
      • Du möchtest meine Arbeit unterstützen?
        Darüber freue ich mich!
        Über paypal.me/KatjaDiehl kannst du mir Beträge nach Wahl zukommen lassen, bei steadyhq.com/de/shedrivesmobility kannst du ein Abo für 5 Euro/Monat abschließen und erhältst wöchentlich Post von mir. Wenn es dir lieber ist, mir Einmalbeträge oder Geld je nach Anlass zukommen zu lassen, geht das über PayPal.Me/KatjaDiehl

        Mit der heutigen Ausgabe von #SheDrivesMobility komme ich im Corona-Zeitalter an, denn ich treffe aktuell meine Gäste nicht mehr real, sondern virtuell. Entsprechend kann es sein, dass die Aufnahmequalität nicht so schön ist wie mit meinen tollen Mikrofonen. Aber wenn selbst Sascha Lobo heute einen Podcast am Ufer eines Sees sitzend abliefert, dann verzeiht ihr hoffentlich auch mir durch Inhalt die mangelnde Form

        “Jajajaja, Katja – ist klar. Verlang du gern nach neuer Mobilität. Du lebst in Hamburg und arbeitest in Berlin.”
        Ich verstehe diese Einwände, denn öffentliche Mobilität im ländlichen Raum wurde zurückgespart, die Autoabhängigkeit steigt exponentiell, je weiter man sich von Städten entfernt. Dennoch heißt das nicht, dass wir diesen Status Quo ertragen müssen. Wir sollten ihn gestalten. Mich beeindrucken Menschen, die genau das tun.

        Silvia und Mathias bringen mit Neuland21 echten Gründer:innengeist und neue Mobilität auf das Brandenburger Land.

        Silvia Hennig ist so ein Mensch. Sie ist überzeugte Brandenburgerin, nach eigenen Angaben ein echtes Landei – und will Lebensqualität im ländlichen Raum wieder nachhaltig erhöhen. Der ewigen Abwärtsspirale aus Abwanderung, abnehmender Wirtschaftskraft und schwindender Daseinsvorsorge stemmen die Mitglieder des Neuland21-Vereins sich mit Ideen, Gründer:innengeist und Innovationskraft entgegen.

        Wir sprechen über:
        – das Jahr 2017, eine erstarkende noAfD und Trump und das Gefühl des “Abgehängtseins” im ländlichen Raum
        – die Fokussierung auf die Stadt bei Lösungen für die Zukunft
        – strukturschwache Räume und Abwanderung
        – Zuwanderung aus Berlin nach Brandenburg
        – die Vision des autonomen Fahrens für bezahlbare öffentliche Mobilität
        – Verkehrstote durch Alkoholfahrten
        – Berliner:innen, die als Neuzugezogene eigentlich kein Auto besitzen möchten – aber keine Alternativen vorfinden
        – die Zusammenarbeit mit door2door für ein ländliches Ridepooling
        – das Auflösen von Misstrauen in den Kommunen und Behörden, was durch “Quatschprojekte” entstand, die nicht wirklich an Lösungen interessiert waren
        – 7 km/h “schnelle” autonome Busse, die keinerlei Vorteile für Reisende bringen
        – Skepsis gegenüber Algorithmen
        – Co-Creationi mit Behörden
        – moderne Denke in Kommunen, die aber dafür kein Personal freistellen können
        – in der Mobilität mit Partnern wie door2door echten Mehrwert, echte Busse generieren zu wollen
        – kundenorientiert und verständlich
        – Nahverkehr als vertraute Basis, nur sehr viel besser
        – Inklusion, Respekt, Zuhören

      • Wie eigentlich alle Bereiche ist auch im ÖPNV ein wichtiges Thema der Fachkräftemangel. David Rollik kam 2013 zu den Berliner Verkehrsbetrieben und verantwortete zunächst als Chefredakteur die Kundenzeitung. Ich persönlich neide ihm viele der Interviews, die er für das Magazin führen konnte. Mittlerweile hat David sehr viel mehr Verantwortung übernommen. Ich spreche mit ihm zum Beispiel über die Arbeitgebermarke der BVG, die Preise gewonnen hat – und über die Vorteile eines sehr heterogenen Teams. Wie viele, die ich im Podcast zu Gast hatte, ist auch David ein Quereinsteiger. Er war lange Zeit als Journalist tätig, zuletzt als Leiter des Regionaldienstes Südost (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) der ddp. Unvergessen sein erster BVG-Arbeitstag, bei dem ihm sein Mitarbeiterausweis mit Gültigkeit bis zur Rente überreicht wurde :)) 2016 überführte David den Newsletter und mit ihm zusätzliche Informationen aus dem Unternehmen auf das Smartphone: Die Mitar­beiter-App der BVG bietet mittlerweile ortsunabhängig und proaktiv Meldungen aus dem Konzern.

      • Der digitale Kapitalismus schickt sich an, ein neues Feld zu erobern: den Verkehr. Elektrischer Antrieb, geteilte Privatautos, selbststeuernde Fahrzeuge – für jede dieser Herausforderungen steht mittlerweile ein Unternehmen aus dem Silicon Valley: Tesla, Uber und Google. Die Kompetenz der traditionellen Autoindustrie ist dabei immer weniger gefragt.

        Was bedeutet es für die Mobilität der Zukunft, wenn Algorithmen und Daten eine immer größere Rolle spielen? Was für unsere Städte und unsere Lebensqualität? Befinden wir uns auf dem Weg in eine nachhaltige Digitalisierung?

        Das Buch skizziert den Stand der technischen Entwicklung, erläutert Strategien und Geschäftsmodelle der Digitalkonzerne und plädiert für einen kritischen Umgang mit den Herausforderungen, die damit einhergehen. Timo Daum ist Gastwissenschaftler bei der Forschungsgruppe Digitale Mobilität am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung”arbeitet als Hochschullehrer in den Bereichen Online, Medien und Digitale Ökonomie und veranstaltet Vorträge und Seminare zum Thema Digitaler Kapitalismus. Sein Buch »Das Kapital sind wir« wurde mit dem Preis »Das politische Buch 2018« der Friedrich-Ebert-Stiftung ausgezeichnet.

      • Diese Folge entstand vor Corona, sie enthält aber umso mehr wichtige Denkanstöße und Lösungen, die gerade jetzt von Bedeutung sind. Es gilt, hier eine menschzentrierte und klimafreundliche Alternative zu schaffen, die allen erlaubt, mögliche dezentrale Aufgaben auch ohne Büropräsenz abzuleisten.

        Tobias macht deutlich, wie klein der Coworking-Space-Markt aktuell noch ist. Nur zwei Prozent der Immobilien in Berlin sind diesem Bereich zuzuordnen. Beim St. Oberholz geht es immer vom Café aus, hier entsteht sozusagen die Keimzelle der Begegnung. Und wenn diese in Mitgliedschaften weiter ausgebaut wird, kommt es auch immer zur Community, auch wenn das nicht immer primäres Ziel der Kund:innen ist. Den Angestellten von St. Oberholz ist dieser Geist der Zusammenarbeit sehr wichtig. Es geht nicht um “Working-Spaces”, sondern um menschliche Begegnung und Inspiration.

        Ganz wichtig ist den Inhaber:innen dabei auch die Raumgestaltung. Farben und Aufteilungen sind sehr bewusst gestaltet und schaffen in verschiedenen Räumen unterschiedliche Atmosphären. Die ersten, die kamen, waren natürlich StartUps und Freelancer:innen. Diese entscheiden selbst, dass sie kommen. Es gibt jedoch immer mehr Corporates, die Angestellte in die Räume von St. Oberholz “schicken”. Diese brauchen, so die Beobachtung von Tobias, etwas Hilfe, um die “alte Unternehmenskultur auszuschwitzen” und sich zu akklimatisieren. Hier haben Menschen ganz unterschiedliche Bedürfnisse, bis hin zu Introvertierten, die Rückzugsorte benötigen.

        Fest angestellte Personen erschrecken Tobias manchmal etwas. Diese sind am Anfang fast “genervt”, dass sie das Unternehmen verlassen mussten. Dabei machen die Angestellten vom St. Oberholz deutlich, dass es hier nur eine gewisse Art von Servicelevel geben kann. So ist es z. B. nicht denkbar, dass die dort arbeitenden Menschen als Servicepersonal missverstanden werden. Das kann durch fehlende Vorbereitung im externen Unternehmen geschehen, ist oft aber Zeichen für den Übergang in eine neue Arbeitsweise mit anderen Rollen. Der Status aus z. B. der Konzernwelt ist ad hoc weg und nicht mehr sichtbar. Hier zeigt sich dann sehr klar, welche Unternehmenskultur “mitgenommen wird”.

        Frauen in Führungspositionen mögen das mobile Arbeiten sehr, weil sie sich auf die Arbeit und die Ergebnisse konzentrieren können, ohne die Spiele im Büro mitmachen zu müssen. Männer hingegen, die bei Tobias sich die Räumlichkeiten ansehen, fragen: Wie werde ich weiter Karriere machen, wenn mein Chef mich nicht sieht? Das zeigt für Tobias, wie sehr am Anfang noch der Kulturwandel ist.

        Für Tobias ist die Diskussion von Homeoffice zu kurz. Es kann viele Orte jenseits des Büros geben, die geeignet sind, das mobile Arbeiten zu ermöglichen. Hier braucht es dezentrale Lösungen, die ggf. sogar Unternehmsgrenzen sprengen – auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels. Gut ausgebildete Menschen wollen nicht mehr zwei Stunden am Tag im Auto sitzen. Mobiles Arbeiten muss aber auch eingefordert werden. Diese Option bedarf der transparenten Kommunikation von Führungskräften und Angestellten. Die beste Lösung ist individuell – nicht mit der Gießkanne zu finden.

        Spannende Idee: St. Oberholz hat einen Platz in Brandenburg geöffnet, ohne das reine Coworkingkonzept gesamt umzusetzen. Aber das dortige Pop-Up-Café hat durch Wandertourist:innen und Besucher:innen manchmal mehr eingenommen als das St. Oberholz in Frankfurt/Oder. Aktuell fokussieren sich die Wachstumspläne von St. Oberholz auch auf mittlere Städte. In Kooperation mit hiesigen Banken werden Räumlichkeiten gesucht und entwickelt, um auch diesen Menschen solche Arbeitsformen zu eröffnen. Die Pendler:innen bleiben auf einmal vor Ort, sparen Wege und Zeit.

      • Ab dieser Folge habt ihr die Möglichkeit, mich bei Steady zu unterstützen. Ich stelle meinen Content weiterhin kostenfrei zur Verfügung, freue mich aber, wenn ihr mir monatlich einen bis drei Kaffees ausgebt und so meine Arbeit “honoriert”. Anlass für dieses Vorgehen war ein oder tausend Stubser von mir lieben Menschen, die Recht haben: Ich darf euch ruhig die Chance geben, etwas zurückzugeben. Und das könnt ihr unter diesem Link: https://steadyhq.com/de/shedrivesmobility
        Die heutige Folge bestreite ich mit Jens Stoewhase, einer der beiden Gründer von Rabbit Publishing mit den Plattformen electrive.net und intellicar.de. Wir schätzen uns beide sehr, streiten uns aber auch konstruktiv über den Weg der Verkehrswende. Wie Jens von der Pferdezeitung “Wendy” den Weg zur Elektromobilität fand, wie er die Automobilität als Innovationslabor einschätzt und was seine Vision “neuer Mobilität” ist, das erfahrt ihr in dieser Folge.
        Wie immer freue ich mich über Feeback, Bewertungen und Weiterempfehlungen!

      • Raul Krauthausen ist Aktivist für ein inklusives und barrierefreies Leben. Und zu Recht ist er manchmal richtig wütend, wenn er merkt, dass in der “neuen Mobilität” Barrierefreiheit immer noch nicht inklusiv ist. Auch die sogenannte Smart City ist für ihn falsch gedacht, wenn sie nicht Menschen inkludiert, die eben nicht “einfach so” unterwegs sein können. Raul legt den Finger in die Wunde von Systemen, die Profit über Mobilisierung stellen. Eigentlich wäre es einfach. Wenn wir Mobilität von so genannten Minderheiten aus denken, sind die Befürfnisse vieler gedeckt.

      • Folge 27 gestalte ich mit einer weiteren tollen Wissenschaftlerin. Laura habe ich auf dem Podium eines Events in Berlin kennen- und sofort schätzen gelernt, weil sie sehr pragmatisch mit dem Mobilitätswandel umgeht und dennoch eine unglaublich mitreißende Art hat, diesen zu vermitteln. Sie untersucht beim DLR, Institut für Verkehrsforschung als Mobilitätsforscherin, wie Menschen mobil sind, welche Verkehrsmittel sie nutzen und welches zukünftige Mobilitätskonzepte sein könnten.

        Dabei stellt sich Laura in ihrem Arbeitsalltag Fragen wie: Welche Anforderungen stellen unterschiedliche Bevölkerungsgruppen an das Unterwegs-sein in der Stadt? Wie können diese Anforderungen mit neuen, nachhaltige Mobilitätskonzepte adressiert werden?

        U.a. im Forschungsprojekt „Reallabor Schorndorf“ denkt Laura mit ihren Kolleg*innen über potentielle Lösungen nach. So wurde beispielsweise in Schorndorf, einer Kommune in Süddeutschland unter Realbedingungen die Idee erprobt, dass der Stadtbus nicht mehr zu einem festen Zeitplan an vorgeschriebene Haltestellen fährt, sondern dass Fahrzeuge komplett bedarfsorientiert, auf Bestellung fahren. Dieser neue Dienst macht es den Bewohnern möglich z.B. von der eigenen Haustür zum nächsten zentralen Ort (z.B. zur U-Bahn Station) zu gelangen und wenn der Bus nicht gebraucht wird, werden Emissionen und Leerfahrten vermieden. Laura berichtet von diesem spannenden Experiment und der Macht von Gewohnheiten beim Unterwegs-sein. Aber auch spreche ich mit Laura über ihre Vision der Stadt von morgen, die für Laura mehr Raum für Fahrradfahrer*innen und Begegnung haben sollte.

      • Sophia Becker ist Leiterin der interdisziplinären Nachwuchsgruppe Die Verkehrswende als sozial-ökologisches Realexperiment (EXPERI) an der TU Berlin. Die Gruppe EXPERI wird vom BMBF gefördert und ist ein Verbundprojekt von der TU Berlin, dem Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) Potsdam und dem DLR Institut für Verkehrsforschung Berlin. Berlin hat als erste Stadt in Deutschland ein Mobilitätsgesetz. Ausgehend vom Radentscheid, der Vorbild für viele weitere Städte ist. Gemeinsam mit der öffwntilchen Hand und weiteren Forschenden begleitet sie als Wissenschaftlerin den Prozess der Umsetzung des Gesetzes. Wir unterhalten uns über Parkplatzbewirtschaftung in den Stadtzentren, Verhaltensänderung bei Besucher:innen oder Pendler:inne, die täglich in die Stadt kommen. Parken ist z. B. in Wien für Nicht-Anwohner kostenpflichtig. Dies sorgte dafür, dass der Anteil des PKW-Verkehrs von 37 im Jahr 1998 auf 27 Prozent im Jahr 2015 sank. Weitere Effekte: Der Parksuchverkehr und das Falschparken ging massiv zurück.

        Wie sieht die Wissenschaft die Verkehrswende? Welche Weichen müssen gestellt werden?
        Darüber unterhalte ich mich mit Sophia. Ihr Wissen ist umfassend: Von 2017 bis 2019 war sie als Mobilitätsforscherin (PostDoc) am IASS Potsdam tätig. Sie hat in Münster und Paris Diplom-Psychologie studiert und 2017 ihre Promotion (Thema: Rebound-Verhalten und individuelle Pkw-Mobilität) in Umwelt- und Techniksoziologie an der Universität Stuttgart abgeschlossen, gefördert durch die Helmholtz Allianz ENERGY TRANS. Im Jahr 2015 war sie Gastwissenschaftlerin an der University of California Berkeley, am Transportation Sustainability Research Center, Department for Innovative Mobility.

      Der Podcast über Mobilität im Wandel, Diversität und neue Arbeitsformen von und mit Katja Diehl und ihren Gästen.
      Rss Feed

      Wähle deinen Podcatcher oder kopiere den Link:
      https://meinpodcast.de/she-drives-mobility/feed.

      Teile diese Serie mit deinen Freunden.