"She drives mobility

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    She drives mobility

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      Ich war einen Tag im Dannenröder Forst, habe die Menschen vor Ort kennengelernt und Jene, die seit einem Jahr den Forst besetzen, über 50 Baumhäuser gebaut haben und aktuell noch neun Tage Zeit haben, bis die Rodungssaison beginnt. Täglich wird versucht, die Besetzung zu räumen. Im Dannenröder Wald hat die Polizei am Mittwoch vor einer Woche mit der Räumung von Barrikaden begonnen. Der Wald soll ab 1. Oktober für den Bau der Autobahn 49 von Kassel nach Gießen teilweise gerodet und zerschnitten werden. Warum dieser Wald ein Symbol ist, habe ich der Einfachheit von der Webseite des Bündnisses kopiert.

      Besetzung – Warum?

      Wir sehen sehr viele gute Gründe Widerstand gegen den Bau der A49 zu leisten und Alternativen zu organisieren. Einige dieser Gründe haben wir hier zusammengetragen.

      Für die Form des Widerstands (Besetzung und direkte Aktion) haben wir uns entschieden, weil andere Formen des Widerstands (wie Demos, Petitionen, Klagen & Apelle an politische Entscheidungsträger*innen) den Bau der A49 bisher nicht aufhalten konnten und mit den Rodungen nun Fakten geschaffen werden sollen. Veränderung braucht mutiges und entschlossenes Handeln – deswegen besetzen wir!

      SYSTEMWANDEL STATT KLIMAWANDEL – ÖKOLOGISCHE KRISE AUFHALTEN
      Wir befinden uns in einer globalen ökologischen Krise. Diese zeigt sich, um nur einige Beispiele zu nennen, nicht nur im Klimawandel, sondern ebenso im Aussterben von Tier- und Pflanzenarten, dem Verlust von fruchtbaren Böden und dem Absinken des Grundwasserspiegels.
      Die Ursache für diese ökologische Krise ist der stetig wachsende Verbrauch von natürlichen Ressourcen (und den daraus entstehenden Folgen) in einem Wirtschaftssystem, das auf unbegrenztes Wachstum setzt. Mehr Wachstum bedeutet auch mehr Verbrauch von Ressourcen, egal wie “effizient” eine Wirtschaft ist. Die natürlichen Ressourcen dieser Erde sind jedoch begrenzt: Nicht-nachwachsende Rohstoffe lassen sich nicht unbegrenzt wiederverwenden und auch nachwachsende Rohstoffe haben Grenzen durch Regenerationszeiten (ein Wald kann nicht schneller abgeholzt werden, als er nachwächst, wenn die Ressource dauerhaft genutzt werden soll). Die Vorstellung von unbegrenztem wirtschaftlichem Wachstum steht damit im grundlegenden Widerspruch zu der Idee von Nachhaltigkeit.
      Dazu kommt: Wer im kapitalistischen Wirtschaftssystem nicht auf Wachstum setzt, ist nicht konkurrenzfähig und wird verdrängt. Jeder – auch noch so gut gemeinte – Versuch innerhalb des Kapitalismus echte Lösungen für die ökologische Krise zu finden, ist deswegen zum scheitern verurteilt! Alle Maßnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit, die in Politik und Wirtschaft unternommen werden, ohne diesen Grundwiderspruch zwischen Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit anzuerkennen, können zwar das Gefühl vermitteln, dass etwas getan wird, werden aber letztlich ins Leere laufen (so wie das kürzlich verabschiedete “Klimapaket” der Bundesregierung)! Deswegen sagen wir: Systemwandel statt Klimawandel!
      Für ein Wirtschaftssystem, das statt Wachstum und Profitstreben die Bedürfnisse aller Lebewesen sowie ökologische Kreisläufe in den Mittelpunkt stellt!

      TRINKWASSERVERSORGUNG SICHERN
      In anderen Regionen der Welt ist die Versorgung mit Trinkwasser bereits heute prekär und verschlechtert sich mit der fortschreitenden Erderwärmung. Aber sogar in Regionen, in denen das wichtigste Lebensmittel scheinbar unbegrenzt aus jedem Wasserhahn fließt, zeigt sich, dass Trinkwasser nicht unbegrenzt zur Verfügung steht und wir mit dieser wertvollen Ressource verantwortungsvoll und weitsichtig umgehen müssen. Auch hier im Wasserschutzgebiet des Gleentals sinkt der Grundwasserspiegel seit Jahren immer weiter ab. Trinkwasser wird von hier bis Frankfurt gepumpt, während in Frankfurt lokale Brunnen stillgelegt werden (Artikel dazu in der Alsfelder Allgemeine: tinyurl.com/y4hssu9h).
      Jetzt noch eine Autobahn mitten durch dieses Schutzgebiet zu bauen ist das Gegenteil von verantwortungsvoll und weitsichtig!

      KLIMASCHUTZ UND GLOBALE (KLIMA-)GERECHTIGKEIT UMSETZEN
      Der Auto- & LKW-Verkehr trägt mindestens 3-fach zum Klimawandel bei: 1. Durch CO2 Ausstoß bei der Produktion der Fahrzeuge; 2. Durch den Straßenbau – für den Flächen verschwinden, die ansonsten CO2 aufnehmen könnten (z.B. Wälder) – sowie 3. Durch die Verbrennung von Benzin & Diesel im Betrieb.
      Die Folgen des Klimawandels in Form von Dürren, steigendem Meeresspiegel, Unwettern u.ä. treffen vor allem Menschen im Globalen Süden. Dies ist alles andere als gerecht, da Hauptverursacher des Klimawandels die Staaten des Globalen Nordens sind. Außerdem werden beim Abbau und der Weiterverarbeitung der benötigten Ressourcen weitere Unweltschäden verursacht und Menschen – erneut vor allem in Ländern des Globalen Südens – unter unwürdigen bis gefährlichen Produktionsbedingungen beschäftigt (z.B. Stahl-, Elektronik- und Metallindustrie).
      Das globale Verkehrs- & Transportwesen muss sich radikal verändern, wenn die Erderwärmung aufgehalten und globale (Klima-)Gerechtigkeit umgesetzt werden soll!

      LEBENSRAUM FÜR TIERE UND PFLANZEN SCHAFFEN UND ERHALTEN
      Die Flächen, die wertvollen und vielfältigen Lebensraum für Pflanzen und Tiere bieten, schwinden weltweit in dramatischer Geschwindigkeit. Grund dafür ist, dass der Mensch als eines dieser Lebewesen (als ein Tier unter vielen) sich unverhältnismäßig viel dieses Lebensraums aneignet und meist alleine auf seine Bedürfnisse ausrichtet. Der Landschaftsverbrauch in Deutschland beträgt zur Zeit 100 Hektar = 140 Fußballfelder am Tag (Quelle: NABU-Bundeswildwegeplan). Untersuchungen zeigen, dass durch den Bau von Straßen und Siedlungen der Lebensraum von Tieren immer stärker verinselt/fragmentiert, was dazu führt, dass die genetische Vielfalt innerhalb der Arten abnimmt (Weitere Infos hierzu z.B. im NABU-Bundeswildwegeplan: tinyurl.com/yyr8dj5s).
      Ein paar Grünbrücken, die diese zerschnittenen Landschaften zusammenhalten sollen, können dieses Problem nicht lösen!

      RESSOURCENVERBRAUCH REDUZIEREN – VERKEHRSWENDE UMSETZEN
      Der motorisierte Individualverkehr mit Autos sowie der Transport von Waren mit LKW, ist zusammen mit der dafür bereitgestellten Infrastruktur eine gigantische Verschwendung von Ressourcen (Kunststoffe, Metalle, Sand, Wasser, Brennstoffe, fruchtbarer Boden, …)! Ein Verkehrs- & Transportwesen, das auf Fahrräder, Busse und Schienenverkehr setzt und sich gleichzeitig konsequent an der Frage orientiert, wie Verkehr und Transport durch lokale Wirtschaftskreisläufe auf ein Minimalmaß reduziert werden können, würde nur einen Bruchteil der Ressourcen benötigen (ausführlichere Vorschläge hierzu: keine-a49.tk).
      Die Ressourcen, die wir für ein Gutes Leben brauchen, könnten wir (fast) alle in unserer unmittelbaren Nähe finden!

      A49 IN NO ONES BACKYARD!
      Uns geht es um viel mehr als eine “not in my backyard”-Mentalität. Klar: wir wollen keine hässliche Autobahn in unserer Nähe – aber genausowenig wollen wir, dass irgendwer anderes diese Autobahn in seiner Nähe hat. Einfach nur über das “Wo” eines solchen Projekts zu streiten, verschleiert die viel wichtigere Frage: Warum sollte angesichts der dramatischen ökologischen Krise in der wir uns befinden – in einem Staat, der bereits jetzt über eines der dichtesten Straßennetze verfügt – überhaupt noch eine Autobahn gebaut werden?
      Wir brauchen keine neuen Autobahnen, sondern sinnvolle Antworten auf die ökologische Krise!

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      Ich liebe den Austausch mit Menschen, die eine völlig andere Mobilität antreibt als die meine. Während ich noch nie ein Auto besessen habe, sind die drei Herren, mit denen ich mich in der 40. Ausgabe (!!!) von She Drives Mobility treffe, sehr autoaffin.

      Wir haben da Christopher “Car Maniac” Karatsonyi. Er war nach seiner Ausbildung zum Dolmetscher u.a. als Sprecher im Radio und als Moderator tätig. Im Jahr 2017 begann seine Karriere auf youtube als Auto-Youtuber. Mittlerweile zählt sein Youtube-Kanal zu einem der größten Elektroauto-Channel, ohne dass er “Benzincontent” so ganz vermeidet. Elektromobilität ist für Chris der Schlüssel klimafreundlicher Mobilität. Der Betrieb von Elektrofahrzeugen erzeugt insbesondere in Verbindung mit regenerativ erzeugtem Strom deutlich weniger CO2. Er widmet sich dem Auto hoch emotional, will gern mit “Wumms” fahren und das Erlebnis weiterhin für sich beanspruchen. Doch als Vater von bald drei Kindern hat bei ihm ein Nachdenken eingesetzt. Wenn ich Chris mit seinem Premium-E-SUV sehen würde, hätte ich vielleicht ad hoc Vorurteile im Kopf. Aber: Chris will nicht mehr fliegen, sein Auto ist, wenn seine Familie mitfährt, voll besetzt. Eigentlich ganz gut oder? So hat Chris auch längere Strecken nach Prag und Nizza elektromobil unternommen und kann darüber berichten, dass Elektromobilität immer auch ein wenig Stress bedeutet: Weil nicht überall geladen werden kann. Dennoch ist sein Fazit so positiv, dass er nicht mehr anders fahren will. “Die Umstellung braucht Zeit, danach bist du aber an die neue Art von Tanken gewöhnt und denkt sie automatisch mit.”

      Dr. Alexander Schuller, Produktmarketing Elektrifizierung Audi AG, hat vor allem die Plug & Charge-Lösung seines Unternehmens im Blick, die für alle Audi E-Tron-Fahrzeuge verfügbar sein wird. Seiner Einschätzung nach erleichtert diese den Zugang zu öffentlichen elektrischen Ladestationen und ermöglicht dadurch eine sehr viel unabhängigere Planung der elektrischen Fahrten.

      Simon Schilling ist Diplomingenieur, Berater für Elektromobilität und Gründer von Wiedergrün. Er berät und betreut Unternehmen rund um Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen und hat hier auch Projekte mit Audi/Alex, die wiederum Chris begeistern. Über die Herausforderungen, entstehend aus dieser Aufgabe, haben wir uns ein wenig ausführlicher unterhalten. Ein Projekt von Wiedergrün ist eine Datenbank für Ladeinfrastruktur zu finden unter b2charge.com – angelegt als Plattform für Unternehmen auf der Suche nach passenden Ladekonzepten und -lösungen. Sie soll helfen, produzierenden Unternehmen und Dienstleistern von Ladeinfrastruktur ihre Produkte transparent zu vermarkten. 

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      Dieser Talk ist einer der persönlichsten, den ich bisher geführt habe. Ihr erfahrt ein wenig aus meinem Alltag, der leider auch täglich Hass beinhaltet.

      Ich sprach mit Anna-Lena:

      • über ein Jahr HateAid gGmbH
      • ihren Antrieb, Meinungsfreiheit und Diskurs wahren zu wollen und den lauten Hassenden nicht das Netz zu überlassen
      • den Wilden Westen im Netz, der neue Kompetenzen und Regeln benötigt, weil hier gesellschaftliche Commitments nicht zu gelten scheinen
      • den Fall von Renate Künast und was dieser auch für Rechtsprechung bedeutet
      • die fehlende Kompetenz von Polizei und Justiz in Sachen digitale Gewalt
      • die Selbstzensur, der sich 54 Prozent der Internetnutzer:innen jetzt schon unterziehen, weil sie Angst vor Repressalien haben
      • die Bedeutung von Solidarität mit den Opfern – aktiv auch im Netz bei Vorfällen von Gewalt
      • Meinungsfreiheit vs. Beleidigung
      • Aberkennung von Würde als Straftat auch im Sinne des Grundgesetzes
      • die Notwendigkeit, den rechtlichen und moralischen Raum im Netz aktiv auszuhandeln und diesen nicht den Rechten und Gewalttätern zu überlassen
      • der Stille in den ersten Wochen Corona und dem weiteren Verlauf der Hasskurve gegen asiatisch lesbare Menschen, Migrant:innen und LGBTQ.

      Fazit:
      folgt nicht #Hassaccounts – das schafft diesen qua Algorithmus >Wichtigkeit<
      reflektiere deine Rolle und Anspruch an Diskurs
      meldet euch lieber zu oft bei HateAid als zu spät
      Hass im Netz schlägt Wunden, sie sind aber nicht sichtbar wie bei körperliche Gewalt
      wir handeln aus, wo wir als Gesellschaft neue Diskursräume setzen – und was unsagbar bleiben muss
      die Würde des Menschen bleibt unantastbar
      54 % wagen im Netz keine politischen Aussagen mehr, was Ziel der Hetzer:innen ist: mundtot machen und Agenda setzen
      seid solidarisch mit den Opfern

    • 38.
      00:43:05

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      Ich habe mich mit diesem Podcast gut in einen freien Tag “getalked” – Andreas Knie hat mich aufgemuntert: “Ich bin optimistisch, dass Corona nicht einfach so an uns vorbeigehen, sondern uns nachhaltigere Mobilität bescheren wird. Weil wir mal innehalten mussten.”

      Wir sprechen über den ländlichen Raum, beleuchten das Wort systemrelevant und wundern uns über die Irrationalität der Abwehr von Tempolimits und härteren Bußgeldern für Raser:innen.

      Andreas sieht für die hiesige Autobranche noch eine Chance, wenn diese andere Fahrzeugkonzepte für die geteilte Nutzung entwirft – schnell. Er ist daher auch für die Mobilprämie und gegen eine erneute Abwrackprämie – wir beiden zollen aber der Autolobby Respekt für die gute politische PR. “Die ist aber auch kein Wunder, weil da grad eine homogene Masse verhandelt”, so Andreas’ nüchterne Analyse.

      Ich glaube weiterhin (als Katja :)) daran, dass wir Diversität und Mut dringender denn je nötig haben. Gerne bin ich dafür weiter aktiv: Für (klima-)gerechte Mobilität.

      Mit dieser Ausgabe wechseln wir jetzt auch in mein neues Podcast-Design – ich freue mich über Feedback dazu.

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      Ich spreche mit Lasse Rheingans über
      – der große Selbstbetrug 40-Stunden-Woche
      – wie es ist, mit einem Agenturkauf auch eine Unternehmenskultur zu verändern
      – seinen Einstieg als Praktikant in der eigenen Firma: Von allen lernen.
      – den Begriff “Digitalexperte” – was ist das eigentlich?!
      – Die Vision von Lasse, die weit mehr umfasst, als nur die fünf-Stunden-Tage seiner Agentur.
      – Seine Mission: Wir retten den Mittelstand. Pragmatisch, offen, ambitioniert.
      – Nie wieder “Affenjobs”.
      – Achtsamkeit auch als Agenturinhaber.
      – der überraschend schnelle Wechsel aller Jobs mit Bürojob ins Homeoffice zeigt: Krise ist nicht nur schlechte Veränderung.

      Mittlerweile hat Lasse sein Agenturbüro komplett “entleert” und testet mit seinem Team aus, was hier entstehen soll. Kreativraum, Begegnungszone – jedenfalls kein klassisches Großraumbüro mehr.

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      – mit spannenden Details, die du mir geben kannst (Illustrationen meiner Ideen, Grafiken für meine Arbeit…)
      – oder gern mit Weiterempfehlung als Moderatorin/Speakerin.

      Hermann Knoflacher zu sprechen war definitiv eines meiner Highlights.
      Das Gespräch war mein 99. Livevideo bei Twitter. Schönes Symbol.
      Prof. Knoflacher unterscheidet Autofahrende und Menschen, denn Autofahrende sind im Stammhirn vom Virus Auto befallen. Sonst würden sie nicht so handeln, wie sie es tun. Unser Autokonsum hilft nur Konzernen und nicht der regionalen Wirtschaft und Lebensqualität. Sogar die Menschenrechte hinterfragen wir für das Auto und haben mit der StVO einen anderen Rechtsraum geschaffen.

      Prof. Hermann #Knoflacher hat mich aufgeladen mit neuer Motivation, nicht locker zu lassen in meiner #Autokorrektur.

      Unfassbar, wie ähnlich wir denken – aber er eben schon seit den siebziger Jahren proklamiert, dass uns das Auto entmenschlicht.

      Daher auch abschließend an ihn meine Frage:
      “Wie halten Sie sich motiviert, woher nehmen Sie die Energie?”

      Für Herrn Knoflacher sind es vor allem die fast toten Orte/Dörfer, um die er sich kümmerte – und die heute wieder echtes Dorfleben und menschlichen Austausch erleben.

      Prof. Knoflacher unterscheidet #Autofahrende und #Menschen. “Wir haben mindestens 10.000 Jahre Erfahrung mit Städten ohne Autos. Erst seit 50 Jahren sind unsere Städte voll mit Autos und die Menschen denken, das sei normal.” “Politiker, Verwaltung, die verpflichte ich jedesmal zuerst, selbst Rad zu fahren. Und danach machen wir die Stadtplanung.”

      Wer Lust hat, sich den Kopf waschen und öffnen zu lassen, der sollte den Podcast unbedingt hören.

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      Prof. Claudia Kemfert und ich sind uns noch nie persönlich begegnet – leider. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie sofort zugesagt hat, bei #SheDrivesMobility zu Gast zu sein. Denn wir unterstützen uns stets bei Shitstorms, sind Wingwomen für ein gemeinsames Ziel: Eine (klima-) gerechte Zukunft für Deutschland und Europa. Claudia hat ihren Schwerpunkt auf der Energiewende, diese wirkt sich aber auch massiv auf die Zukunft der Mobilität aus. Die Themen sind nicht zu trennen.

      Claudia ist Wirtschaftswissenschaftlerin. Sie leitet die Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und gehört dem Sachverständigenrat für Umweltfragen an.

      Unser Gespräch:

      • Claudia erzählt, wie Corona aktuell auch ihr Reiseverhalten verändert, Meetings werden unproblematisch virtuell abgehalten, sie freut sich über viele Radfahrende in Berlin, PopUp-Bikelanes – daher gefühlt trotz mehr Menschen auf dem Rad mehr Sicherheit.
      • Luftverschmutzung ist Teil der Ausbreitung von Viren und einer höheren Aggressivität auch von Pollen in der Atemluft – wie sollte hier agiert werden, das zu mindern?
      • Claudia ist deutlich gegen Abwrack- und andere “nicht-strategische”Kaufprämien, diese waren klimapolitisch schon vor zehn Jahren fatal, der PKW-Bestand wurde damals gesteigert, Feinstaub- und Stickoxidprobleme verschärft, Kaufprämien sollten IMMER an Innovation und Umweltentlastung geknüpft werden.
      • Ziel muss Autoverkehrsminderung sein, intelligente Verknüpfung der Verkehrsmittel ist wichtig für den Mobilitätswandel..
      • Ebenso fatal war für sie das Signal, dass Dividenden ausgeschüttet und zugleich Gelder eingefordert werden.
      • Nachhaltige Mobilität setzt sich gerade durch, viele Menschen steigen auf das Rad, die Krise ist ernst, aber die positiven Aspekte sollten dennoch genau beobachtet werden – sogar in New York wird gerade viel Rad gefahren.
      • Auch in Berlin sind auf einmal geschützte Radwege möglich, werden binnen Tagen umgesetzt – das zeigt: ES braucht politischen Willen, dann ist Wandel sofort umsetzbar.
      • Gerade die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Politik und Kommunen hat hohe Kraft der Veränderung.
      • Wir brauchen Fahrradstraßen, wir brauchen attraktiven Nahverkehr.
      • Warum sind Expert:innenräte immer so homogen? Was waren Claudias Erfahrungen als erste und jüngste Professorin in ihrem Bereich?
      • In der Leopoldina zum Beispiel gibt es viele Forscherinnen in den ausgewählten Bereichen, sie sind jedoch im aktuellen Rat kaum vertreten. Obwohl es im wissenschaftlichen Bereich immer mehr Auflagen zur Diversität gibt.
      • Wir brauchen feste Quoten und feste Regeln, um diesen Zustand zu überwinden. Gut ist, dass die Öffentlichkeit mittlerweile sehr wachsam ist und kritisiert.
      • Was ist dran an den Gerüchten, dass Frauen gar nicht Karriere machen wollen – oder aber bewusst auf Kinder verzichten, um Karriere zu machen?
      • Wie kommen wir raus aus dem Schwarz-Weiß-Denken?
      • Wie schaffen wir es, als Expertinnen uns nicht mehr mit diskreditierenden, sexistischen Angriffen beschäftigen zu müssen?
        o Wir müssen Frauen sichtbar machen als Vorbilder, junge Frauen anregen, in die Wissenschaft oder auch aktuell männerdominierte Branchen zu gehen.
        o Sie misst hier Solidarität große Bedeutung da. Vor allem auch bei Ungerechtigkeiten, die die fachliche Kompetenz unterwandern. Das Verlassen der Sachebene muss nicht „ertragen“ werden – im Gegenteil.
      • Politik ist in Sachen Klimaschutz nicht so weit wie manche Unternehmen. Es ist damit eine andere Ausgangssituation als nach der Finanzkrise 2008. Vor allem auch durch #FridaysForFuture. Es gibt Rückwärtsgewandte, vor allem auch im Wirtschaftsministerium – aber hier keinen Konsens mehr für eine kommentarlose „Rolle rückwärts“. Das ist die Chance unserer Demokratie.
      • Mit ihren Büchern möchte Claudia für den Klimaschutz werben, Verständnis bewirken, ernst nehmen, dass das Thema sich nicht jedem sofort erschließt. Sie räumt mit den Mythen der Energiewende auf – und bringt damit auch Lobbyisten gegen sich auf.
      • Claudia glaubt, wir brauchen ein Podcastformat auch für das Klima – so wir der Drosten-Podcast für Corona.
      • Weg von der auto- hin zur menschengerechten Stadt. Alle müssen identische Möglichkeiten haben, sich zu bewegen. Das ist Claudias Vision – und diese bezieht ländliche Mobilität mit ein.
      • Aber auch ein neues Kosten-System mit Citymaut, Parkraumbewirtschaft…
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      Auch die heutige Ausgabe von #SheDrivesMobility leidet in der Tonqualität an Corona. Dennoch ist es der Inhalt, der euch überzeugen wird!

      Birgit Hebein ist Wiener Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung und ehemalige Sozialarbeiterin sowie Parteivorsitzende der Wiener Grünen.

      Wir sprechen über:

      • die aktuellen Entwicklungen seitens Corona auf unsere Gesellschaft und wen diese am meisten treffen
      • Birgits ambitioniertes Ziel, Wien zur Klimahauptstadt Europas zu machen
      • die Einrichtung von Ruhe- und Begegnungszonen in der Stadt
      • die Tatsache, dass es 2019 mehr Hitze- als Verkehrstote gab und was das für eine Stadt bedeutet
      • Birgits Ansinnen, dafür zu sorgen, dass Klimakrise nicht soziale Krise bedeutet
      • die Verteilungsfrage in Wien: Wem gehört die Stadt heute – und wem soll sie morgen gehören?
      • wie verändern wir unser klimatisch relevantes Verhalten ohne Bevorzugung der Eliten?
      • wie will Birgit verhindern, dass es aktuell droht, dass Wien 2050 sieben Grad wärmer ist im Durchschnitt
    • 33.
      00:51:14

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      Mit der heutigen Ausgabe von #SheDrivesMobility komme ich im Corona-Zeitalter an, denn ich treffe aktuell meine Gäste nicht mehr real, sondern virtuell. Entsprechend kann es sein, dass die Aufnahmequalität nicht so schön ist wie mit meinen tollen Mikrofonen. Aber wenn selbst Sascha Lobo heute einen Podcast am Ufer eines Sees sitzend abliefert, dann verzeiht ihr hoffentlich auch mir durch Inhalt die mangelnde Form

      “Jajajaja, Katja – ist klar. Verlang du gern nach neuer Mobilität. Du lebst in Hamburg und arbeitest in Berlin.”
      Ich verstehe diese Einwände, denn öffentliche Mobilität im ländlichen Raum wurde zurückgespart, die Autoabhängigkeit steigt exponentiell, je weiter man sich von Städten entfernt. Dennoch heißt das nicht, dass wir diesen Status Quo ertragen müssen. Wir sollten ihn gestalten. Mich beeindrucken Menschen, die genau das tun.

      Silvia und Mathias bringen mit Neuland21 echten Gründer:innengeist und neue Mobilität auf das Brandenburger Land.

      Silvia Hennig ist so ein Mensch. Sie ist überzeugte Brandenburgerin, nach eigenen Angaben ein echtes Landei – und will Lebensqualität im ländlichen Raum wieder nachhaltig erhöhen. Der ewigen Abwärtsspirale aus Abwanderung, abnehmender Wirtschaftskraft und schwindender Daseinsvorsorge stemmen die Mitglieder des Neuland21-Vereins sich mit Ideen, Gründer:innengeist und Innovationskraft entgegen.

      Wir sprechen über:
      – das Jahr 2017, eine erstarkende noAfD und Trump und das Gefühl des “Abgehängtseins” im ländlichen Raum
      – die Fokussierung auf die Stadt bei Lösungen für die Zukunft
      – strukturschwache Räume und Abwanderung
      – Zuwanderung aus Berlin nach Brandenburg
      – die Vision des autonomen Fahrens für bezahlbare öffentliche Mobilität
      – Verkehrstote durch Alkoholfahrten
      – Berliner:innen, die als Neuzugezogene eigentlich kein Auto besitzen möchten – aber keine Alternativen vorfinden
      – die Zusammenarbeit mit door2door für ein ländliches Ridepooling
      – das Auflösen von Misstrauen in den Kommunen und Behörden, was durch “Quatschprojekte” entstand, die nicht wirklich an Lösungen interessiert waren
      – 7 km/h “schnelle” autonome Busse, die keinerlei Vorteile für Reisende bringen
      – Skepsis gegenüber Algorithmen
      – Co-Creationi mit Behörden
      – moderne Denke in Kommunen, die aber dafür kein Personal freistellen können
      – in der Mobilität mit Partnern wie door2door echten Mehrwert, echte Busse generieren zu wollen
      – kundenorientiert und verständlich
      – Nahverkehr als vertraute Basis, nur sehr viel besser
      – Inklusion, Respekt, Zuhören

    • Wie eigentlich alle Bereiche ist auch im ÖPNV ein wichtiges Thema der Fachkräftemangel. David Rollik kam 2013 zu den Berliner Verkehrsbetrieben und verantwortete zunächst als Chefredakteur die Kundenzeitung. Ich persönlich neide ihm viele der Interviews, die er für das Magazin führen konnte. Mittlerweile hat David sehr viel mehr Verantwortung übernommen. Ich spreche mit ihm zum Beispiel über die Arbeitgebermarke der BVG, die Preise gewonnen hat – und über die Vorteile eines sehr heterogenen Teams. Wie viele, die ich im Podcast zu Gast hatte, ist auch David ein Quereinsteiger. Er war lange Zeit als Journalist tätig, zuletzt als Leiter des Regionaldienstes Südost (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) der ddp. Unvergessen sein erster BVG-Arbeitstag, bei dem ihm sein Mitarbeiterausweis mit Gültigkeit bis zur Rente überreicht wurde :)) 2016 überführte David den Newsletter und mit ihm zusätzliche Informationen aus dem Unternehmen auf das Smartphone: Die Mitar­beiter-App der BVG bietet mittlerweile ortsunabhängig und proaktiv Meldungen aus dem Konzern.

    Der Podcast über Mobilität im Wandel, Diversität und neue Arbeitsformen von und mit Katja Diehl und ihren Gästen.
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