"Frau Bachmayer packt aus!

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    Frau Bachmayer packt aus!

    • Lehrer auf Instagram gibt es plötzlich wie Sand am Meer. Jung, engagiert und gutaussehend – so präsentieren sich viele Lehrerinnen und Lehrer der neuen Generation in den sozialen Medien.
      In dieser Folge diskutieren Frau Bachmayer und Herr Müller, ob das zum neuen Lehrerdasein gehört, sich auf Instagram zu präsentieren. Frau Bachmayer hat sogar ihre ehemalige Lieblingsschülerin dazu befragt, wie sie das so findet, wenn sie ihren Lehrerinnen und Lehrer auf Instagram begegnet. Natürlich kann sich so die Beziehung zu den Schülerinnen und Schülern verbessern, anderseits kann diese “Nähe” auch zu einem echten Problem werden, berichtet Frau Bachmayer. Sie erzählt von einem Vater, der sie privat mehrmals auf Instagram anschrieb, um sich mit ihr zu daten. Auch Schülerin Vicky berichtet von einer Lehrerin, die bei Instagram Bikinibilder postet, die dann in der ganzen Schule die Runde machten. Sowas kann schnell mal richtig peinlich werden. Insgesamt birgt die schöne Instagram-Welt doch so einige Gefahren und Stolperfallen für Lehrkräfte, stellt auch Herr Müller fest. Ob ihr euch dort als Lehrerin oder Lehrer dort lieber privat oder öffentlich darstellen solltet, und was Frau Bachmayer und Herr Müller davon halten – das erfahrt ihr in dieser Ausgabe vom Bachmayer Podcast. Gebt uns gerne eure Kommentare bei Instagram https://bit.ly/2GXp6P8

    • Nach einer Woche Schule mit Corona und dem Szenario A an der Schule ziehen Frau Bachmayer und Herr Müller eine erste Bilanz. Sie stellen fest, nach sechs Wochen Ferien ist die allgemeine Stimmung im Kollegium eher schlecht. Fast alle sind ausschließlich damit beschäftigt, die Schüler an die Regeln und Pflichten zu erinnern: Maskenpflicht, Hände waschen vor Unterrichtsbeginn, Durchlüften des Klassenraumes, feste Aufenthaltsorte in der Pause in festgelegten Kohorten und vieles mehr. Kein Wunder, wenn den Lehrkräften dabei die Puste ausgeht. Auch, wenn sich die neuen Regeln hoffentlich bald als Routine einstellen werden, ist die Mehrbelastung jetzt für die meisten Lehrerinnen und Lehrer sehr hoch.
      Frau Bachmayer erzählt von der Kollegin Steffi, die eigentlich in Teilzeit arbeitet, aber trotzdem nun jede Woche aufgrund der gestiegenen Pausenaufsichten vier Stunden Mehrarbeit ableisten muss. Oft kommt auch die Unterrichtszeit aufgrund der ganzen Maßnahmen viel zu kurz. Auch wenn der Kollege Menke während des Händewaschens seinen Matheunterricht stur durchzieht – Pech für alle, die bei der Hygienemaßnahme zu langsam sind.
      Vieles ist nun völlig anders in Schule und doch bleibt Einiges so wie immer: Nämlich das ständige Gemeckere ihrer Kollegen, finden Frau Bachmayer und Herr Müller, aber davon wollen sie sich trotz der aktuellen Situation auf keinen Fall runterziehen lassen.

    • Frau Bachmayer und Herr Müller diskutieren über den Vorfall an einer Grundschule in Baden-Württemberg, an der ein Mädchen zu einer Strafarbeit verdonnert worden ist, weil sie in der Pause die türkische Sprache verwendet hatte. Herr Müller ärgert sich über die Bestrafungsmaßnahme und findet diese völlig überzogen. Seiner Meinung nach ist es kein Problem in der Schule auch mal die Zweitsprache zu verwenden. Frau Bachmayer sieht das ähnlich und plädiert generell dafür, Mehrsprachigkeit nicht abzulehnen, sondern mehr Wert zu schätzen und als Ressource zu betrachten.
      Allzu oft aber haben viele Lehrkräfte das Gefühl, wenn sich Schüler in ihrer Muttersprache unterhalten, sie würden diese dann beleidigen oder wollten sich nicht integrieren.
      So ein Misstrauen ist unnötig und Kollegen sollten hier souveräner sein, meinen die beiden Lehrkräfte. Statt Mehrsprachigkeit abzulehnen und zu verbieten könnte man diese vielmehr im Unterricht in Form von Code-Switching oder mehrsprachigen Unterrichtsmaterialien einzubinden. Herr Müller findet, eine sprachsensible Haltung sollte bereits Teil der Lehrerausbildung werden.

    • 86.
      0:17:45

      In dieser Folge melden sich Frau Bachmayer und Herr Müller direkt aus ihren Sommerferien und unterhalten sich darüber, dass viele Lehrer selbst während dieser Ferienzeit nicht mehr richtig abschalten können. Frau Bachmayer berichtet von ihrer Freundin, einer Grundschullehrerin, die immer nur von Schule redet und selbst in den Ferien jeden Tag zur Schule fährt, um den Schulgarten zu pflegen. Natürlich, so meinen beide Lehrkräfte, ist es gerade für Lehrer mit Kindern schwieriger mal abzuschalten, wenn sie sich neben dem Schulalltag noch um ihre Kinder kümmern müssen.

      Dabei sei das Abschalten und Chillen doch im Lehrerberuf wichtig, um sich wieder ganz auf seine Schüler, Kollegen und die kommenden Aufgaben im neuen Schuljahr voller Elan konzentrieren zu können. Hier meint Frau Bachmayer, dass jeder für sich seine eigene Strategie finden muss, um runterzufahren. Herr Müller stellt fest, dass sich gerade im Lehrerberuf sehr viele Perfektionisten tummeln, die genau das eben nur sehr schwer können. Zum Glück haben Frau Bachmayer und Herr Müller keine Probleme damit und heben noch einmal das Privileg der vielen Ferien im Lehrerberuf hervor, was sie beide auch in vollen Zügen genießen.

    • 85.
      0:16:21

      Frau Bachmayer und Herr Müller unterhalten sich in dieser Folge darüber, wie sinnlos das Sitzenbleiben doch ist und können nicht verstehen, warum es in vielen Bundesländern noch angewandt wird. Denn eine Ehrenrunde zu drehen, bringt ihrer Meinung nach in den meisten Fällen gar nichts außer Demütigung, einem Herausreißen aus der bestehenden Klassengemeinschaft und eine Verlagerung des Problems auf das nächste Schuljahr.
      Frau Bachmayer, weiß wovon sie spricht, sie ist selbst in der 8. Klasse gleich zweimal sitzen geblieben. Das erste Sitzenbleiben war so demotivierend für die Lehrerin, dass sie das Wiederholungsjahr dann so richtig vergeigte. Auch Herr Müller drehte eine Ehrenrunde in Klasse 12, einem Schuljahr damals, in dem ihn alles andere in seinem Leben mehr interessierte als die Schule. Defizite in einem Kernfach wie Mathe beispielsweise können mit einem Wiederholungsjahr nicht ausgeglichen werden, meinen die beiden Pädagogen und plädieren für eine ganz klare Abschaffung von Sitzenbleiben an allen Schulen. Sie meinen: lieber Fördern statt Sitzenbleiben!

    • Noten-Monopoly so könnte man in diesem Schuljahr die Notenvergabe in Schulen beschreiben.
      Frau Bachmayer und Herr Müller unterhalten sich im Podcast darüber, dass die Schüler bei den diesjährigen Zeugniskonferenzen von fast allen Lehrern notentechnisch durchgewunken wurden. Die Vorgabe der Kultusminister „Im Zweifel für den Schüler“ wurde fast immer angewandt und so bekamen alle Schüler einen Abschluss, bessere Noten als sonst und eine Ehrenrunde drehen musste auch fast niemand.
      Trotzdem berichtet Frau Bachmayer von einer Elternbeschwerde. Der Vater findet, dass sein Sohn sich während des Homeoffice verbessert habe und nun auch endlich mal bessere Noten bekommen sollte. Ob er damit durchkommt? Immerhin haben Eltern und Schüler nun viel mehr Möglichkeiten, Noten anzufechten, stellen Frau Bachmayer und Herr Müller fest. Die „geschenkten“ guten Noten stoßen vor allem bei engagierten Lehrkräften, die sich während des Homeoffice sehr bemüht haben, übel auf, erzählt Herr Müller. Sie sehen ihre Leistungen so gar nicht gewertschätzt. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, so wie Ute und Menke, die trotzdem Fünfen verteilen.
      Beide Lehrkräfte fragen sich, ob sie mit den Noten-Geschenken den Schülern wirklich einen Gefallen getan haben. Herr Müller berichtet von einem mittelmäßigen Schüler, der sich und seine Leistungen nun völlig überschätzt und aufs Gymnasium gehen will. Die Probleme der Corona-Noten werden wir wohl noch länger spüren.

    • Die Nichte von Frau Bachmayer hat Stress mit ihrer Lehrerin. Die Kleine fühlt sich ungerecht behandelt, weil ihre Lehrerin gerne mal Kollektivstrafen verhängt. Die Mutter ist zwar auf ihrer Seite, aber sie ist unsicher, ob sie sich beschweren sollte. Frau Bachmayer kennt das. Ihrer Erfahrung nach haben viele Eltern Angst, sich über einen Lehrer zu beschweren, da sie befürchten, dieser könnte ihr Kind dann auf dem Kieker haben. Herr Müller meint: Wenn alle Kinder bestraft werden, obwohl nur ein paar Kinder Unsinn gemacht haben, kann und sollte man sich beschweren. Er stellt fest, dass vor allem bei den Hardliner-Lehrern im eigenen Kollegium, Ute und Menke, kaum Beschwerden seitens der Eltern vorliegen. Sowohl Frau Bachmayer als auch Herr Müller finden, dass Eltern bei schlechtem Unterricht, Regelverstößen gegen das Schulgesetz und dem Bloßstellen von Schülern, unbedingt ihr Veto einlegen sollten. Denn Kritik prallt an keinem Lehrer und keiner Lehrerin einfach so ab. Trotzdem sollten Eltern immer auch genau prüfen, ob ihr Kind auch die Wahrheit sagt und ein “Meine Lehrerin mag mich nicht” auch wirklich den Tatsachen entspricht. Wenn beschweren, dann auch richtig: Hier geben die beiden Lehrer Tipps, wie es funktioniert und die Schulleitung tätig wird.

    • Yusuf sitzt in der Pause vor der Tür- Pausenverbot für sein unerwünschtes Verhalten, auch als Auszeit bekannt. Frau Bachmayer und Herr Müller diskutieren über diese Art von Bestrafungen in der Schule und finden, dass lieber die verantwortliche Lehrkraft eine Auszeit nehmen sollte. Auch die Art der Bestrafung, störende Schüler vor die Tür zu schicken und dazu noch die Türklinke vom Schüler nach unten halten zu lassen, finden beide mehr als unnötig.
      Ihre Meinung: So werden Schüler gedemütigt, Bedürfnisse nicht gesehen und das Lehrer-Schüler-Verhältnis gestört. Während Herr Müller sinnvolle Regeln im Schulalltag wichtig findet, ist Frau Bachmayer generell gegen Konsequenzen und jegliche Form der Bestrafung. Die Beziehung zu den Schülern ist das Allerwichtigste, darin sind sich beide Lehrkräfte einig und überlegen sich Alternativen zur Auszeit. Time-in statt Time-out: Das Gespräch suchen und gemeinsam Lösungen finden, schlagen Herr Müller und Frau Bachmayer vor. Wenn einige Lehrer dennoch weiter zu solch drastischen Bestrafungen greifen wie beispielsweise ein Grundschulkind in der Ecke stehen zu lassen, sollten Eltern auf die Barrikaden gehen und sich beschweren.

    • Lehrer-Ausbildung findet zurzeit ohne praktische Erfahrung mit Schülern statt. „Das ist wie Schwimmen ohne Wasser“, meint Frau Bachmayer. Wegen Corona darf die derzeitige Lehrerausbildung nur noch theoretisch gemacht werden. Statt Unterrichtspraxis mit Schülern reichen die angehenden Lehrer nur noch theoretische Unterrichtsentwürfe ein, über die dann mündlich mit den Ausbildern gesprochen wird. Oder Referendare werden an den Schulen sogar als Assistenten im Sekretariat missbraucht.
      Herr Müller betreut selbst einen Referendar an der Schule und berichtet, dass dieser ganz froh ist, nicht den strengen Augen seiner Seminarleiter ausgesetzt zu sein. Insgesamt ist die Situation für angehende Lehrer aber auch nicht einfach, finden Herr Müller und Frau Bachmayer. Sie plädieren dafür, die Referendare trotz Corona anständig auszubilden, denn sonst haben wir bald Lehrer an den Schulen, die wenig Ahnung von der Unterrichtspraxis haben und den Schülern nicht gerecht werden können oder gar selbst aus Frust den Lehrerberuf hinschmeißen.

    • An Schulen fehlen Lehrkräfte. Aus Angst vor Ansteckung melden sich jetzt viele Lehrer einfach krank und sind nicht bereit zu unterrichten! Manch einer taucht sogar ganz ab und ist für die Schüler nicht mehr zu erreichen!
      Eine Lehrerin klagte jetzt sogar! Und das Gericht entschied, Lehrer müssen zurück in die Schulen, auch wenn dort ein Restrisiko für eine Corona-Infektion besteht.
      Frau Bachmayer und Herr Müller fragen sich, wie können auf einmal so viele Lehrkräfte Risikopatienten sein und sich damit auch vor ihrer Verantwortung drücken?
      Natürlich gibt es gerade jetzt auch viele engagierte Lehrer, die ganz viel Herzblut in ihre Arbeit stecken, aber die schwarzen Schafe unter den Lehrern fallen nun besonders auf und das zu Lasten der Kollegen und der Schüler. Und die Stimmung in vielen Schulen ist nicht gerade entspannt.
      Herr Müller beobachtet, wie eine Lehrerin völlig ausflippt, weil ein Schüler seinen Mundschutz vergessen hat. Selbst einige der angehenden Lehrerinnen und Lehrer wollen am liebsten keine Präsenz in der Schule zeigen aus Angst vor einer Ansteckung. Das führt dazu, dass viele engagierte Lehrkräfte nun vermehrt fachfremd unterrichten und übermäßig viel arbeiten müssen. Zum Leid der Schüler, die ja ein Anrecht auf ordnungsgemäßen Unterricht haben und nun mit fachlichen Defiziten konfrontiert werden, und dass, wo sie ohnehin eigentlich eher Mängel aus dem Homeschooling aufholen müssten. Keine Extrawürste für Lehrer, andere Berufsgruppen müssen ja auch arbeiten,
      finden Frau Bachmayer und Herr Müller

    Moin! Wir sind Lehrer an einer Oberschule in Niedersachsen: Frau Bachmayer und Herr Krautmann. Jeder von uns war schon mal Schüler und hat sich gefragt, was unsere Lehrer denn so hinter der verschlossenen Tür im Lehrerzimmer besprechen. In unserem Podcast geben wir nicht nur einen Einblick in das Lehrerzimmer und den Schulalltag, sondern wir widmen uns auch aktuellen Themen in Schule, die alle bewegen. Wir sind nicht die typischen Lehrer, die Unterricht nach Vorschrift machen oder nur für die Schule leben. Wir lästern auch gerne und dabei bekommt jeder sein Fett ab: Eltern, Schüler und auch unsere Kollegen, die Lehrer.
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