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    sprenger spricht autorinsights

    • 262.
      02:01:49

      Carsten Henn, Petra Samani und Steven Uhly über den Januar 2021, vergessene Erinnerungen, Utopien und Dystopien

      Es gibt gleich mehrere Gründe, warum der Januar 2021 in dieser Ausgabe eine große Rolle spielt. Welche? Vor der Antwort die Frage an Dich, der Du die Shownotes liest: wie lange ist der Januar 2021 für Dich her? Sind es erst fünf Jahre oder ist es doch schon ein halbes Jahrzehnt? Ob Du genauso denkst wie die Journalistin Petra Samani: „Für mich ist es nicht so lange her. Weil es auch immer noch ein Thema ist.“ Für Steven Uhly zählt die Kategorisierung nicht: „weil die Zeit für meine jüngste Tochter sehr prägend war.“ Durch die Schulschließungen, Kontaktverbote und andere Vorschriften hat es letztlich „bei ihr zu einer konstanten Veränderung geführt.“ Wie für so viele ist Vieles geblieben, anderes erstaunlicherweise nicht. Carsten Henn hatte damit gerechnet, dass „wenn die Pandemie vorbei ist, wir dann weiterhin im öffentlichen Nahverkehr, in Zügen oder auch im Flugzeug Masken tragen, weil wir wissen, wenn wir eng aufeinander sind, dass wir uns was einfangen. Da habe ich wirklich mitgerechnet, dass das für immer bleibt.“ Genauso überraschend für Henn, das Der Buchspazierer in jenem Januar 2021 auf der Spiegel Bestsellerliste landete. Denn die Vorrausetzungen waren sehr schlecht. Stichwort Lockdown. Das hieß ja nicht nur geschlossene Buchläden, sondern ganze Industriekreise wurde stillgelegt. Unter anderem, weil: „die Journalisten normalerweise ja immer Vorab-Exemplare bekommen, für Rezensionen, die konnten nicht gedruckt, es gab keine Kapazitäten. Alle Druckereien in USA mit Problemen, darum wurde nach Europa ausgewichen, und die Biographie von Barack Obama hatte Vorrang.“ Der damalige Präsident beeinflusste auch Steven Uhly: Death Valley lag zwei Jahre in der Schublade, diese Geschichte passte zu der Zeit nicht, als dann Trump wieder gewählt wurde, da habe ich gedacht, jetzt muss die drinegnd raus.“ Und damit ist klar; der Sturm aufs Kapitol 2021 ist ebenfalls ein großes Thema (Henn: „unvorstellbar, ich bekomme jetzt noch Magengrummeln bei der Erinnerung“). Und weil die Realität eben so schlimm ist „niemand mehr positiv nach vorne denkt“ möchte der Gastrokritiker und Bestsellerautor Henn: „eine richtig schöne große Utopie aus der wir Kraft schöpfen können.“ Uhly, ausgebildeter Dolmetscher und Übersetzer hält dagegen: „weil wir das ja schon seit ein paar Jahrhunderten vergeblich probieren mit den Utopien. Vielleicht sollten wir einfach Mal drauf verzichten und die Dinge im Hier und Jetzt anpacken.“ Darum sieht Uhly, der sein Road-Movie aus der Ich-Perspektive schreibt, aber komplett anders tickt als sein alter Ego im teils lustigen Roman, auch in Dystopien keine Alternative. Ob Petra Samani, die auf Buchblinzler auch über Konzerte schreibt, das anders sieht, weil sie grade selber eine verfasst hat? Tipp für alle Agentinnen und Agenten: Teil drei hören, denn die Journalistin und Übersetzerin Samani sucht noch einen Verlag. Wer den Prolog aus Henns berührenden Sonnenaufgang Nr. 5 hören möchte, dem sei das Ende vom zweiten Podcast-Kapitel empfohlen. Dem berührenden Roman über Erinnerungen selbst, ist ein Spruch vorneweggestellt, „der wirklich für alles gelten kann“, wie Uhly lachend feststellt. Das wohl berühmteste Zitat, des dänischen Philosophen Søren Kierkegaard: „Es ist wahr, dass das Leben rückwärts gedacht werde, aber vorwärts gelebt werden muss. " Ob im Januar 2026 oder wann auch immer. part I (00:00) Corona-Erinnerungen part II (39:17) Familien-Erinnerungen part III (01:28:35) Lebens- Erinnerungen guests Carsten Henn Petra Samani Steven Uhly books Carsten Henn – Sonnenaufgang Nr. 5 Steven Uhly – Death Valley cover: jennie_laluna voice: miriam sinno    music sprengerspricht impro – by toby gad [email protected]  


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    • Dirk Dillenberger, Robert "Bob" Peters, John Snowley über die Mega-WM, den Dauer-Meister, Torhüter und  Typen

      Die zweite Ausgabe 2026 ist die erste im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft, die sich mit dem runden Leder beschäftigt. Spoiler: viele werden nicht folgen! Denn, wer hier rein hört, merkt schnell, dass weder der ehemalige Sportchef der Rheinischen Post, eine der renommiertesten deutschen Regionalzeitungen, Robert Peters noch der Stadion Poet Dirk Dillenberger, der als Mönchengladbacher den dritten Artikel aus dem Kölner Grundgesetz ("Et hätt noch immer jot jejange"  / „es ist bisher noch immer gut gegangen“) zitiert, dem Mega-Turnier (manche sagen auch Maga-Turnier) mit 48 teilnehmenden Mannschaften voller Vorfreude entgegenfiebert. John Snowley, der Deutsch-Engländer freut sich zwar auf den kleinsten WM-Teilnehmer ever, „Curaçao, hat ja schon was sehr reizvolles, was sehr  exotisches.“ Aber: dafür braucht es keine Monster-WM: „Ich erinnere mich gut an 1974 da war Zaire dabei und hat haushoch verloren“ so Robert, besser bekannt als Bob, Peters. Und - bei der ersten Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland waren nur 16 Mannschaften am Start. Im Sommer sind in den USA, Kanada und Mexiko bereits 88 Spiele absolviert, bis nur noch 16 Teams überbleiben, bis es ins Achtelfinale geht. Darum sprechen viele von einer Mega-WM, andere von einer Maga-WM: „denn sie ist durch Donald Trump und alleine diese absurde Friedenspreisverleihung bei der Auslosung noch politischer als alle Turniere zuvor.“ Und die waren schon nicht ohne: siehe Katar, siehe Russland – um nur die letzten beiden zu erwähnen, die neben anderen in der Ausgabe ein großes Thema sind, wie eben auch der Kommerz, der immer mehr im Vordergrund steht. Und der nicht nur Bob Peters den Spaß „an diesem Zirkus genommen hat. Die Entwicklung des Profifußballs lässt mich zurück, da kann ich nicht mehr mit!“ Deshalb ist der ehemalige Sportchef mur noch in kleinen Stadien unterwegs schaut Landesliga und ist seit Jahren in keiner der Arenen mehr gewesen, in der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser 261. Ausgabe von sprengerspricht autorinsights die Fußball-Bundesliga aus dem kurzen Winterurlaub der Saison 2025/2026 zurückkehrt. Eine Bundesliga, die in Sachen Meisterschaft schon entschieden ist. Der Glückwunsch geht nicht nur in dieser Saison nach München, sondern die nächsten 30 Mal. Zumindest von dem Mann, der seine Podcast-Premiere hat, John Snowley: „Ich habe das in meiner Fantasy-Reihe so ein bisschen satirisch aufgegriffen. Die spielt ja in 30 Jahren und da sitzt nun Mal Thomas Müller auf der Trainerbank beim FC Bayern.“ Fantasie hin oder her: Fakt ist: die Typen und die Bodenständigkeit, die es früher gab „ohne, dass wir jetzt alles schön reden, so ist es ja nicht, früher war ja nicht alles besser. Schon gar nicht der Fußball an sich“, die gibt es nicht mehr. Zum Beispiel einen wie Uwe Kamps. Der Gladbacher war nicht nur wie Peters Protagonist in seinem gleichnamigen Buch Torwart, sondern auch einer der ganz nah dran war an den Fans. Wie nah, bei sprengerspricht Dirk Dillenberger über eine Begegnung, die für Gänsehaut sorgt, die so im Fußball 2026 gar nicht mehr vorstellbar ist. Nicht nur, weil die Spieler „durch Barrieren abgeschirmt sind, wir konnten früher noch einfach mit in den Mannschaftsbus einsteigen“, sondern weil heute eine Namensverwechslung eher zu einem Shitstorm statt zu einem Glücksgefühl führt. Dazu führt diese Ausgabe bestimmt nicht immer. Auch, wenn sie sie sich intensiv mit der vermeintlich schönsten Nebensache der Welt beschäftigt. partI bumm bumm partII bling bling part III bla bla guests Dirk Dillenberger Robert Peters John Snowley books Dirk Dillenberger: Uwe hat´s gesehen Robert Peters - Der Torwart. Viktoria Goch und der Fußball John Snowley 2055: Die Rache des Wanderers cover: jennie_laluna voice: miriam sinno    music sprengerspricht impro – by toby gad   [email protected]  


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    • Christine Dohler, Lea Feder, Mike Hager und Tim Schreder über Rauhnächte und Langlebigkeit, Vorsätze und Verantwortung!

      Gutes Neues - mit einer Ausgabe, die sich einreiht, in die, die sich zu Beginn eines jeden sprengerspricht-podcast-jahres in den shownotes finden – das Motto heißt also gleich in mehrfachem Sinn: auf ein Neues. Und – Endlich Nichtbaucher durch und mit Mike Hager. Nichtbaucher. Nicht Nichtraucher. Und schon gar nicht - Nichtbaucherin. Sondern es geht explizit um die männliche Form. Um die weibliche kümmert sich die Ärztin und Ex-Leistungssportlerin Lea Feder. Sogar während der Menstruation. Jawohl, sprengerspricht einmal mehr offen über Tabuthemen. In dieser Ausgabe den (auch ausbleibenden) Zyklus der Frauen und - das, was die wenigsten wollen - das (vorzeitige) altern. Wie sagt doch Tim Schreder, den viele aus Logo, den KIKA-Nachrichten kennen, wohlgemerkt Jahrgang 91 also zur Zeit der Podcast-Produktion grade Mal 34 Jahre alt: „Für mich ist es jetzt schon zu spät dagegen anzugehen, weil die Wissenschaft mittlerweile versteht, was Altern ist und wir auf viele der Prozesse, die mit Ende 20 losgehen, selbst Einfluss haben.“ Das Wichtigste: die Eigenverantwortung. Gründerin und Leistungsdiagnostikerin Lea Feder mahnt und führt krasse Szenarien aus ihrem Klinikalltag sehr anschaulich aus, um die Leute genau dafür zu sensibilisieren. Der Mann, der als "Studiotechniker Nullinger" 20 Jahre bei Antenne Bayern sein Unwesen trieb, macht wie er sagt, „der breiten Masse Mut“. Der Ex-Comedian erzählt unterhaltsam, ohne erhobenen Zeigefinger und vor allen Dingen aus eigener Erfahrung, wie er 60 Kilo abgenommen hat, ganz ohne Spritze (von der er nix hält, die Ärztin verbreitet weniger Skepsis). However: radikales Abnehmen muss sich niemand vornehmen. Auch, wenn das grade zu Jahresbeginn bei vielen auf dem Zettel steht. Allerdings fragt sich nicht nur Filmproduzent und Firmengründer Tim Schreder ob das genauso wenig nachhaltig ist, „wie ein dry January, den viele unsere Freunde einhalten!" Wobei der Alkohol, Übergewicht respektive falsche Ernährung zwar sehr ungesund, aber nicht das Leben am schnellsten verkürzende sind. Das ist und bleibt das Rauchen. Also: nicht noch die letzten Rauchnächte mitnehmen. Von wegen Rauchnächte „das ist nicht so klar, ob sie früher so hießen, die Rauhnächte, für die Christine Dohler Expertin ist und die Hager „in voller Pracht zelebriert, das heißt alles ausmisten, alles putzen, bis in die kleinste Schublade und dann wird alles ausgeräuchert. “ Der Niederbayer ist nicht der einzige, der auch ein anderes Rauhnacht-Ritual hat: Wunsch-Zettel ausfüllen, verbrennen, damit sie das  Universum erfüllt. In jeder der zwölf Rauhnächte einen, für jeden Monat einen. Allerdings  werden insgesamt 13 Zettel ausgefüllt. „Der Wunsch, der auf dem Zettel steht, der am Ende überbleibt“, so Christine Dohler, „den darf man sich dann selbst erfüllen.“ Das klingt für viele sicher so spirituell, wie die Ausgabe #254 (Zwischen den Dimensionen: Meine Angst und unsere), aber so Leah Feder: „Man kann da durchaus eine Brücke schlagen. Grundsätzlich bin als Bio-Informatikerin und Ärztin ja eher auf der messbaren Seite, aber vieles, was spirituell entstanden ist, lässt sich ja durchaus wissenschaftlich erklären.“ Zudem hilft, zu welcher Zeit auch immer, „eine Phase, in der man reflektiert, und zur Ruhe kommt.“ Das impliziert allerdings auch keine Vorsätze zu fassen: „Zumindest nicht im Januar, wenn wir alle noch im Winterschlaf sind.“ Denn: Vorsätze können Stress aufbauen – und Stress schafft Stress. Und genau das, will diese 260. Ausgabe von sprengerspricht autorinsights, die erste in 2026 definitiv nicht. Egal, wann sie gehört wird. Das gleiche gilt auch für den XL-Ausschnitt des Argon-Hörbuches Endlich Nichtbaucher  part I  (00:00) Rauhnächte part II (41:30) FRaunächte part III (01:26:43) Rauchnächte part IV (02:13:07) Bonus-Nichtbaucher guests Christine Dohler Lea Feder Mike Hager Tim Schreder books Christine Dohler – Die Rauhnächte Lea Feder – Dein Zyklus, Dein Training Mike Hager – Endlich Nichtbaucher  Jennifer Sieglar/Tim Schreder – Einfach nicht altern? cover: jennie_laluna voice: miriam sinno    music sprengerspricht impro – by toby gad [email protected]  


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    • Jo Fischler, Gina Greifenstein, Jan F. Wielpütz und Claudia Wuttke über Braten und Backstories,  Wookeness und Whiskey sowie Wünsche und Wahrheiten

      Von wegen alle Jahre wieder: Zwar geht das erste Mal im fünften Jahr eine Ausgabe von sprengerspricht autorinsights an Weihnachten online, aber: es ist kein X-mas special, das schon gleich mit dem Intro so klingt, wie die wie die #206 (Mörderische Nachtfahrt nach drei Strophen ist Schluss), #154 ( Tatort Weihnachten: Schrottwichteln im Bierkönig!), #102 (Weihnachten: Ein Sack voller Überraschungen) oder die #50  (Weihnachts-Special: Piano unter Palmen!) Die könnt ihr natürlich alle jederzeit nachhören, nicht nur Spotify, sondern auch auf allen anderen Plattformen. Schließlich sind sie allesamt grade an den Feiertagen hörenswert. Die 259 natürlich auch. Aber: die ist anders, denn es ist zugleich die letzte Ausgabe im Jahr 2025. Das heißt, die große Runde packt Wünsche ein und Erinnerungen aus. Sehr persönlich und bei Claudia Wuttke, die schon bei ihrem ersten Podcast-Besuch  in #57 einen deep Talk mit einem prominenten Spielerberater involviert ist, sogar sehr intim. Wenn an dieser Stelle jetzt nicht mehr steht, dann hat das nichts damit zu tun, dass jetzt alle die Ausgabe hören sollen/müssen, um zu erfahren, was der Bestsellerautorin, die als Sia Piontek (“ dem wirklich einzig wichtigen Pseudonym für mich”) mit ihren Wendland-Krimis begeistert, widerfahren ist. Nein: allein das Wort Shownotes spricht dagegen und – das große Credo dieses kleinen Podcasts: Menschen Raum für ihre Geschichte (und Geschichten) zu geben. Oder um die Widmung des zweiten Dorn-Zimmer-203-Thrillers (Ruf der Toten) zu zitieren: Den Geschichten, die wir uns erzählen, von Mensch zu Mensch. Das können dann auch solche sein, die wehtun, die schmerzvoll und brerührend sind, die in diversen Büchern zu einer Triggerwarnung führen. Wie beispielsweise bei Zornige Brandung dem ersten Fall der neuen Reihe von Nina Ohland und Jan F. Wielpütz. Genauser gesagt dem Prolog des Krimis, in dem sich eine Frau selbst im Meer ertränkt. Jan F. Wielpütz „hatte die Triggerwarnung gar nicht auf dem Schirm, weil ich mir gedacht habe, wer zu zartbesaitet ist, der liest das Buch erst gar nicht.” Schließlich können Vorworte oder Vorwarnungen wie diese „irgendwann schwierig werden, wenn man Krimis oder Thriller schreibt!” Sind wir 2025 noch woker geworden? Claudia Wuttke, die auch Schreibcoachings anbietet, bringt einen anderen Aspekt ins Spiel: „Die juristische Absicherung von Verlagseite.” Und kann es aber, wie Fischler „in dem Fall nachvollziehen: Denn vielleicht ist es so, dass der Mensch, der das Buch grade lessen will, zu dem Zeitpunkt aus vielerlei Gründen nicht in der Lage dazu ist und kann sich selber schüzten.” Greife ich dann überhaupt zu einem Krimi? „Oder gehe ich dann zu einer Lesung, wie die Frau, die bei mir nach der ersten Kurzgeschichte rausgegangen ist, weil sie grade Witwe geworden sei und es nicht ertragen könnte ” fragt sich Gina Greifenstein? Die Autorin („ich habe geheiratet, brauche kein Pseudonym") schreibt allerdings nicht nur Krimis, sondern unter anderem auch Kochbücher. Klar also, dass es auch ums Weihnachts-Essen geht, bei wem kommt was auf den Tisch? Spoiler: Das ist definitiv spezieller als die Vorsätze und Wünsche für 2026. Wobei auch da ein paar sehr spezielle dabei sind… partI (00:00) Woke und Whisky part II (42:08) Back und Beck part III (01:30:11) Wünsche und Wahrheit guests Jo Fischler Gina Greifenstein Jan F. Wielpütz Claudia Wuttke books Jan Beck – Dorn: Ruf der Toten. Gina Greifenstein – Liebeskummer und Lametta Jan F. Wielpütz/Nina Ohland – Der Tote am Sandstrand Sia Piontek - Der Wolf im dunklen Wald cover: jennie_laluna voice: miriam sinno    music sprengerspricht impro – by toby gad [email protected]


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    • Ulrike Gerold, Wolfram Hänel , Beate Rygiert und Christiane Wünsche über Rauhnächte und Sonnenwende, Erbschaften und Streit, Familie und Flucht

      Erdbeeren im Winter? Obst kennt in dieser globalen Welt schon lange keine Jahreszeit mehr. Auch, wenn das nicht grade besonders nachhaltig gedacht ist. Anders als dieser Podcast. Der ist aber so was von nachhaltig. Der bleibt, wie auch Bücher bleiben oder wie Gerold Hähnel es dankbar nennt: „Wir geben etwas weiter, ich empfinde das auch ein Glück, das wir etwas hinterlassen. Die Bücher sind lesbar, gedruckt und für bleiben auch für die folgenden Generationen nach uns.“ Denn – die Themen bleiben zeitlos. Selbst, wenn die #258 von diesem Gesprächspodcast in der dunkelsten Jahreszeit und kurz vor Weihnachten online geht. Denn sprengerspricht unter anderem über die längsten Tage des Jahres und nicht etwa die längsten Nächte. Schließlich sehnen sich wahrscheinlich viele nach Sonne. So, wie Ulrike Gerold: „Ich bin grade von der Südhalbkugel zurückgekommen, da war es zwar noch nicht total warm, aber bei 20 Grad blühten am südlichsten Zipfel der Erde Tulpen. Da ist es komisch, wenn man ins Grau zurückkommt.“ Das nervt ihren Mann Wolfram sogar im Sommer: „Wir leben in Hannover, wenn das norddeutsch nieselt, packt mich das in den Keller!“ Viele sehen es wohl genauso. Alle? Christiane Wünsche definitiv nicht: „Ich bin ein Herbst-Winter-Mensch!“ Ob sie dann auch lieber schreibt? Oder ob es daran liegt, dass manche Blumen dann auch auf der Nordhalbkugel blühen? Wie beispielsweise Kamelien, „wo es nur auf die Sorte ankommt.“ Wenn das jemand weiß, dann natürlich Beate Rygiert, die unter dem Pseudonym Tabea Bach ihrer Kamelien-Insel-Reihe ein Spin-Off hinzufügt, dass die Protagonistin und somit auch die Zuhörenden nach Japan bringt. Ein Land, über das es – natürlich ebenfalls zu zeitlos – bereits zwei Episoden gibt (Endzeitgemäß: Die Liebe der Samuari-Kämpferinnen 234) sowie 240 Kein Spaziergang: Der Schlaf der Anderen), ein Roman über ein thema, mit dem sich auch Christiane Wünsche beschäftigt. Das Erbe. In Es bleibt doch in der Familie sind viele eigene Erfahrungen der Autorin, logisch: denn viele aus der Baby-Boomer-Generation werden sich dort wieder finden: auf Lesungen und auch in Zuschriften, sagen mir alle, ach, das kenne ich, das war bei uns genauso.“ Genauso hart und genauso unerbittlich. Zu oft so Wünsche, die eine Kinder- und Jugendeinrichtung leitet, „wird vergessen, das Erbe auch mit Verantwortung zu tun hat.“ Und weil das so ist, trägt Wünsche ein selbstverfasstes Gedicht vor, das – in dem Fall leider - ebenfalls zeitlos ist, in diesen Zeiten aber so aktuell wie nie: Wort und Tat Ich wünsch mir eine neue Welt, so bunt wie ein Salat, wo Vielfalt zählt in Wort und Tat in jedem Kopf und Staat. Ich wünsch mir eine neue Welt, so leicht wie ein Salat, wo Freiheit zählt und Frieden naht, sei er auch noch so zart. Das komplette Gedicht ist im zweiten Part zu hören ebenso ein Hörbuch-Auschnitt von  Das Kamelienhaus. Part I (00:00) Winter und Flucht part II (39:38) Bilder und Familie part III (01:22:30) Unsicherheiten und Verletzbarkeit guests Ulrike Gerold Wolfram Hänel Beate Rygiert Christiane Wünsche books Ulrike Gerold und Wolfram Hänel - Sonnenwende Christiane Wünsche – Es bleibt doch in der Familie Tabea Bach – Das Kamelienhaus cover: jennie_laluna voice: miriam sinno    music sprengerspricht impro – by toby gad [email protected]


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    • Anton Leiss-Huber, Michael Jensen und Lia Zino über Operetten, Schicksal, Wahn sowie Kino und Kästner

      Der große Bluff der ist gelungen, wenn ihr tatsächlich immer noch meint, dieses Talk-Format sein ein klassischer Bücherpodcast. Nein, das ist er immer noch nicht, das wird er auch nie sein. Denn die Gäste sprechen nicht nur über ihre Bücher. Diese Runde steht dafür exemplarisch. Den ersten Beweis liefert gleich zu Anfang Anton Leiss-Huber der Opernsänger, Journalist, Hörbuchsprecher, Schauspieler und Sprecherzieher mit Universitätsabschluss in dem er gleich dreimal sprengerspricht. Wie jetzt? Was damit gemeint ist? Sicherlich keins der selbstverschuldeten Missgeschicke, um die es auch gleich zu Beginn geht. Ein Klassiker, den sicher viele kennen: Der vergessene Schlüssel in der Wohnung oder im Auto. Wohlgemerkt im geschlossenen. „Ich dachte das geht gar nicht mehr“ wundert sich Michael Jensen, bekennender Alt-Autofahrer. Lia Zino liefert gleich noch einen Grund, um nicht aufzurüsten: „Ich saß schon in einem Auto, das per Handbewegungen gesteuert werden konnte!“ Manchmal wäre wahrscheinlich ein selbstfahrendes Auto, wie es seit kurzem in Deutschland erlaubt ist, nicht zum Nachteil. Denn viel schrecklicher hätten die Folgen eins Frontalunfalls für Anton Leiß-Huber, den eine fahruntüchtige Person am Steuer verursachte, kaum werden können. Wenn er über das Unglück spricht, „dann weiß ich nicht, was davon eigene Erinnerung ist oder was mir nachher erzählt wurde.“ Fakt ist: Es stand Spitz auf Knopf und, „ich feiere jetzt jedes Jahr im Dezember meinen zweiten Geburtstag!“ Wer die schützende Hand über den Altöttinger hielt, was ihm letztlich das Leben rettete? Deep Talk, „bei dem ich Gänsehaut kriege“ wie Lia Zino gesteht, Deep Talk der so wenig mit seinem neuen Buch, Der große Ufa Bluff zu tun hat, wie das was Michael Jensen in seiner Kindheit traumatisiert hat, mit dessen Buch, Zurück unter Mördern. Wobei der Titel schon gut zu dem passt, was ihm als Neunjährigen in Norwegen passiert ist. Dagegen klingt selbst der Thriller, von Debütautorin Lia Zino fast harmlos. Täuscht etwa der Titel Erbe? Oder ist es deshalb, weil er nicht autofiktional ist, auch wenn ihre Protagonistin wie sie selbst als Journalistin bei der New York Times war? Spoiler: Ja! Denn die Serienmorde die 2018 verübt werden, die sind sadistisch und - die True Crime-Reporterin leidet unter Panikattacken und Wahnvorstellungen. Wahn oder Wahrheit? Das Erbe, das in den beiden anderen Bücher thematisiert wird, hat auch mit Michael Jensens Alter Ego zu tun: „Eigentlich wollte ich Historiker werden, aber Anfang der 80er hieß es, wenn Du Geschichte studierst, dann enterben wir Dich und Du kannst Taxi fahren.“ Das Studium wurde ein anderes, das Interesse an der grausamen Nazi-Zeit blieb. Weil es viel aufzuarbeiten gilt, „auch, wenn ich im Nachhinein oft denke, manche Tür bei meinen Recherchen hätte ich besser nicht geöffnet!“ Denn: nach dem zweiten Weltkrieg war nicht alles vorbei, wie Jensen in Zurück unter Mördern spannend und mit vielen Fakten angereichert erzählt. Ähnlich wie bei Anton Leiss-Huber sind es Tatsachen, die weder populär noch bekannt sind. So hat der große UFA Bluff sehr viel mit Erich Kästner zu schaffen. Was? Das gilt es genauso zu hören, wie eins der bekanntesten Weihnachtslieder ever, dass der Operettensänger anstimmt. Ein weiterer, verblüffender Gänsehaut-Moment. part I  (00:00) Missbrauch und Missgeschick part II (45:10) Kreativität und Kästner part III (01:22:20) Wahn und Wahrheit guests Anton Leiss-Huber Michael Jensen Lia Zino books Anton Leiss-Huber - Der große Ufa Bluff Michael Jensen - Zurück unter Mördern Lia Zino Thriller - Erbe cover: jennie_laluna voice: miriam sinno    music sprengerspricht impro – by toby gad [email protected]  


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    • Dietmar Bittrich, Franziska Henze und Regina Schleheck - über Santa Pauli und andere Weihnachtsmärkte, Anthologien und Anti-Weihnachtswünsche

      Wenn diese Ausgabe online steht, hat die erste Kerze auf dem 25er Adventskranz schon gebrannt, Nikolaus steht vor der Tür und – die ganz hektische Zeit fängt an: „Alles muss noch erledigt werden, für uns Buchautorinnen kommen noch ganz viele Lesungen dazu“, da fällt dann auch für Regina Schleheck der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt flach. Dietmar Bittrich meidet die erst Recht: „Das ist mir alles zu voll, ich treffe mich da auch nicht mit Freunden.“ Kein Wunder, dass seine mittlerweile 13teilige Reihe Weihnachten mit der buckligen Verwandtschaft eher darauf abzielt, alledem zu entgehen. Aber, auch wenn Franziska Henze, „kein großer Weihnachtsmarktfan ist, ich gehe vielleicht zweimal, wenn überhaupt“, so halten doch alle eins fest: niemand fühlt sich unsicher auf dem Weihnachtsmarkt. Der Satiriker findet sogar lustige Seiten bei den Sicherheitsaspekten und haut nicht nur an dieser Stelle einer Schote nach der anderen raus. Die Frage, die sich schon beim Hören der Ausgabe #118 (Die Bahn, Hamm und die Macht der Wölfe) stellte: was meint Dietmar Bittrich der Erfinder des Gummibärchen-Orakels eigentlich ernst? Denn so Weihnachtsmarktbesuche, „können ja auch zu Fallstudien tauchen“, wie Franziska Henze meint. Und zu so einigem anderen mehr. Zum Beispiel zu Podcast-Aufführungen. Wie die Herausgeberin der von Mörderische Weihnacht überall darauf kommt? Nun, eine der 24 Geschichten aus der Anthologie von Harper Collins beinhaltet genau das, inklusive Mord-Geständnis. Denn neben der Herausgeberin und unter anderem den (bisherigen) Gästen bei sprengerspricht autorinsights wie Isabella Archan, Daniel Bielenstein, Stefanie Gregg, Sunil Mann und Ben Westphal ist auch der Host selbst vertreten: „mit einer Geschichte, auf die ich nicht gekommen wäre und die ganz clever gemacht ist, im besten Gabriel García Márquez-Style…“ Wieder so ein Bittrich-Satz in den viel rein interpretiert werden kann. Es können sich aber alle ein eigenes Urteil bilden, denn die Anthologie, die wie alle Kurzgeschichten-Sammlungen für Franziska Henze den großen Vorteil hat, „dass die Leserinnen und Leser auch für sich neue Autorinnen und Autoren entdecken“, gibt´s gleich dreimal zu gewinnen, in der Buchverlosung. Genauso die 24 Geschichten, die Regina Schleheck unter dem Titel Festlich morden herausgibt: „ich finde das ganz toll, dass man sich als Herausgeberin die Autorinnen und Autoren selbst aussuchen kann.“ Nach welchen Kriterien, spielt das Geschlecht eine Rolle? Auch wenn in der Hinsicht ebenfalls auf Ausgeglichenheit geachtet wird, sind in beiden Weihnachts-Anthologien mehr Frauen als Männer vertreten. Auch das hat gute Gründe…, auch, dass einige gleich in verschiedenen Weihnachts-Büchern vertreten sind. Allerdings, mit einer Einschränkung so Franziska Henze: „Es darf natürlich nicht die gleiche Geschichte sein.“ Fast schon wie beim Fernsehen, wo ja auch viele für viele verschiedene Sender arbeiten. Dietmar Bittrich nutzt die Chance verpflichtet gleich alle aus der Runde. Denn Regina erzählt aus ihrer Arbeit am Berufskollege und noch etwas anderes macht dem Satiriker gleich Lust auf mehr: „denn schließlich lieben und hassen wir alle dieses Fest gleichzeitig.“ Kein Wunder, dass die Wunschzettel so verschieden sind. part I (00:00) Weihnachtsmarkt und Gummibärchen part II (39:30) Weihnachtsmarkt und Podcast part III (01:15:25) Weihnachtsmarkt und Wunschzettel guests Dietmar Bittrich Franziska Henze Regina Schleheck - books Dietmar Bittrich - Opa gibt die Krippe her!  Franziska Henze - Mörderische Weihnacht überall Regina Schleheck – Festlich morden cover: jennie_laluna voice: miriam sinno    music sprengerspricht impro – by toby gad [email protected]    


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    • Martin Beyer, Liv Helland und Mona Gabriel über Kinder und Kitsch, Kraft und Klarträume

      Diese Ausgabe steht kurz vor dem ersten Advent 2025 online. Das heißt aber nicht, dass es weihnachtlich zu geht. Also ein bisschen schon. Aber wirklich nur ein bisschen, wer viel mehr will, dem sind an dieser Stelle die Ausgaben… 50, 101, 154, 205 und 256 empfohlen. Zeitlos aktuell und egal aus welchem Jahr immer noch und immer wieder hörbar. Immerhin wird in der 255 kurz über Geschenke gesprochen. Ein konkreter Tipp? Natürlich gibt es da welche. Warum sich die Runde eher weniger Bücher wünscht? Das hat was damit zu tun, wie Martin Beyer verrät, „dass ich nicht mehr normal lesen kann.“ Weil man beeinflusst wird? Weil man als Auch-Lektorin wie Mona Gabriel „mit dem Rotstift liest?“ Oder weil es zu sehr beeinflusst und Du „plötzlich selber so blumig schreibst wie Hedwig Courths-Mahler?“ Kitsch at its best? Eine verrückte Frage? Sowohl das Wort verrückt steht für so viel mehr, wie auch Hedwig Courths-Mahler für viel mehr steht: „Sie ist bis heute die auflagenstärkste Autorin deutscher Sprache, sie wird immer noch verlegt, ihre Romane erscheinen immer noch. Ob das Literatur ist oder nicht, da kann man drüber streiten. Aber sie hat alle erreicht, per Feldpost sogar die Männer an der Front!“ Mona Gabriel weiß noch so viel mehr über die Frau, die ihre Jugend in einer der größten Städte Deutschlands verbracht hat, auf die kaum einer kommt: „Es gibt nicht mal eine Tafel.“ Spoiler: an ihrem Geburtshaus in Nebra existiert immerhin eins. Immerhin. Denn schließlich ist Hedwig Courths-Mahler die Mutter der Romance-Novel. Also auch diejenige, die Liv Helland beeinflusst hat? Zumindest in der Hinsicht, „dass es bei mir immer gut ausgeht. Wenn es meine Welt ist, in der ich bestimme, dann möchte ich es nicht anders!“ Was Liv auch unbedingt wollte: „Wie immer sollte meine Handlung in Ostfriesland spielen.“ Und zwar in einem Schloss ein Schloss in Ostfriesland? Das klingt so wie zwei Bücher gleichzeitig schreiben und die in einen Roman packen oder - als wäre Elf eine grade Zahl. Was es damit auf sich hat? part I (00:00) Adventsträume part II (41:54) Kitschträume part III (01:24:50) Gesundheitsträume guests Martin Beyer Liv Helland Mona Gabriel books Martin Beyer - Elf ist eine gerade Zahl Liv Helland - Die Schloss-Schwestern  Clara Bachmann - Ein gutes Ende cover: jennie_laluna voice: miriam sinno    music sprengerspricht impro – by toby gad [email protected]


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    • Oliver Tappe, Jochen Veit und Indra Janorschke über Stammtische und anderen Horror, Nahtode und noch mehr Übersinnliches

      Crossover sind schon einige zu hören, Grenzen und vor allem Genre übergreifende Ausgaben. Die #254 ist also nichts Außergewöhnliches für das Format. Eigentlich. Uneigentlich allerdings schon. Denn mit Zwischen den Dimensionen ist dann doch etwas mehr gemeint. Bei sprengerspricht Oliver Tappe über eine lebensverändernde, außerkörperliche Erfahrung, die er im Jahr 2000 gemacht und nach der er seinen Traumjob als TV-Reporter in Hollywood („viele haben mich beneidet, wegen der Parties und Premieren“) gekündigt hat: „Man muss sich das so vorstellen, wie eine Art Nahtod-Erfahrung, allerdings ohne, dass der Körper in einer Stress-Situation gewesen ist. Sondern ganz im Gegenteil, ich wollte das ganz bewusst erleben.“ Und das „waren außersinnliche Wahrnehmungen.“ Die erlebt er immer wieder, will andere dran teilhaben lassen, in Workshops, in seinem Podcast GeistReich am Samstag und in seinem Astral-Talk. Das Aha-Erlebnis schildert er nicht nur in seinem neuen Buch, auch bei sprengerspricht er darüber. Den Spoiler gibt es an dieser Stelle einmal mehr nicht. Nur so viel: „Den Tagtraum kennt jeder. Da beginnt im Bewusstsein ein Film zu laufen, den niemand greifbar machen kann.“  Klingt mystisch? Abgefahren und/oder absurd? Für Indra Janorschke, die jahrelang auf der Bühne ihres eigenen Theaters stand, bevor sie sich dem Schreiben widmete (und das ziemlich intensiv: 2024 waren es sechs Romane, 2025 fünf): „und beim Schreiben, kann ich mit Übersinnlichem nichts anfangen. Bei mir muss immer alles erklärbar sein, spannend gern, aber eben nicht übersinnlich. Beim Lesen ist das wiederum was anderes.“ Und bei dem, über das der Mann aus seiner Wahlheimat Kalifornien bei sprengerspricht? Auch das gilt es zu hören, bleibt an dieser Stelle ein Geheimnis. Nur ein Satz, von Jochen Veit, der Programmchef beim Anaconda-Verlag („große Klassiker für kleines Geld“) ist, wird verraten, der klar macht, warum sich bestimmt einige (oder doch sehr viele?) nicht nur beim Hören schwertun werden, „das klingt erstmal sehr fremd.“ Aber: „wenn man sich mit Phänomen beschäftigt, die außerhalb des alltäglichen Erlebens liegen, finde ich das sehr spannend und vor allem auch richtig.“  Zumal es bei Oliver Tappe auch um Ängste geht, Ängste, die auch in Jochen Veits zweitem Roman eine bedeutende Rolle spielen. („mein Lektor meinte es geht bei mir gleich um ein ganzes Bestiarium der Ängste). Einem Roman, der ebenfalls in kein Regal passt, mit Elementen aus verschiedenen Genres spielt: „Ich lege mich da wirklich nicht so richtig fest. Es gibt auch Horrorelemente, aber es ging mir darum, die Kindheitsängste zu thematisieren, von denen ich auch momentan sehr oft höre. Ich selbst hatte als Kind auch Angst.“ Das geht wohl vielen so, auch dem Forscher und Experten für Astralreisen und Bewusstseinsebenen: „Ich kann keine Horrorfilme gucken, als Kind habe ich das gemacht, aber heutzutage habe ich damit totale Berührungsängste.“ Wer die nicht hat, in Bezug auf Reisen in einen Raum ohne Zeit, für den gibt es Mal wieder einen Bonus-Track, einen vierten Podcast-Part . Statt Buchverlosung heißt es diesmal dann für alle: Binaural-Beats! part I (00:00) Austausch part II (35:08) Angst part III (01:13:00) Astral part IV (02:07:45) Ankommen guests Oliver Tappe Jochen Veit Indra Janorschke books Oliver Tappe - Zwischen den Dimensionen Jochen Veit – Meine Angst und unsere Florence Winter – Die Sturmtochter cover: jennie_laluna voice: miriam sinno    music sprengerspricht impro – by toby gad [email protected]  


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    • Maria Höfle, Lilli Pabst und Rolf Sakulowski über atomare, therapeutische, elterliche und sonstige Bedrohungen

      Die Krimi-/Thriller-Runde beginnt mit einer Quizfrage. Die Antwortmöglichkeiten sind, wie beim Format der Mutter aller Multiple-Choice-Fragen vorgegeben, wenn auch nur dreifach. Vielleicht lässt ein Blick auf die Buch-Titel auch die Lesenden der Shownotes ahnen, wie diese lauten könnte. Oder die Überschrift hier? Wenn nicht, dann ganz speziell auch für diejenigen eine eigene Auswahl an Alternativen. Worüber spricht die Runde in der Ausgabe #253 wohl zuerst, etwa darüber, dass a) Lilly Pabst ein Mann ist b) Maria Höfle eine Tirolerin oder c) Rolf Sakulowski im Kloster war Spoiler: keine der Antwortmöglichkeiten ist richtig es dreht sich im ersten Part um die Assoziationen und Gedanken, die einem in dieser Zeit durch den Kopf schießen, wenn wir auf das Cover von Sakulowskis Thriller Die Atom Priester schauen. „Wir werden ja täglich damit konfrontiert, wenn wir Nachrichten hören. Strahlungen wabern ja durch die Nachrichten. Die latente atomare Gefahr durch sei es durch Atommüll oder die Atombombe.“ Lilly, das Geheimnis wer sich hinter dem Pseudonym versteckt, wird im Verlauf der zwei Stunden nicht gelüftet, nur geklärt, ist sich sicher: „Vor zehn Jahren hätte es diese dystopischen Assoziationen nicht gegeben.“ Die Angst ist sogar in dem Land groß, wo nie ein Atomkraftwerk ans Netz ging: „Strahlung kennt leider keine Grenzen“ weiß nicht nur die Österreicherin mit dem Namen, der Google von der Piste abbringt. Und nein, bevor jetzt jemand meint, es gibt eine politische Diskussion über Atomkraftwerke, die gibt es nicht. Nur klare Meinungen und wissenschaftliche Untersuchungen „über strahlende Katzen und einen geschlossenen Orden“ die Drehbuchautor Sakulowski zu seinem packenden Thriller inspirierten. Wie viel Fiktion und Realität in seinem Roman steckt? Genauso viel wie im Mordscoach – die Therapie geht weiter und Dein ist die Sühne. Die Tirolerin, die als Lehrerin arbeitet lässt „viele Begegnungenaus meinem Alltag  mit einfließen. Da können sich schon Schüler, Eltern, das sind oft die schlimmsten, und sogar Kollegen wiederfinden." Natürlich verfremdet. Wie bei Lilli Pabst: „ich mag meine Patienten, da würde ich nie einem von wehtun. Geschweige denn ermorden. Deshalb ist es besser, dass sie nicht erfahren, wer hinter der Therapeutin steckt, die auch Mal andere Wege nimmt…“ Oder um es mit dem schönen Satz auf dem Buchdeckel zu sagen: „Manche Leute kann man therapieren, andere muss man leider umbringen.“ Welche und wie? Auch auf die Frage gibt´s verschiedene Antworten. partI  (00:00) Atomare Bedrohung part II (37:09) Therapeutische Bedrohung part III (01:16:14) Elterliche Bedrohung guests Maria Höfle Lilli Pabst Rolf Sakulowski books Maria Höfle - Dein ist die Sühne  Lilli Pabst - Mordscoach – die Therapie geht weiter      Rolf Sakulowski - Die Atom-Priester cover: jennie_laluna voice: miriam sinno    music sprengerspricht impro – by toby gad [email protected]  


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    wöchentlich
    Wöchentlich ins Gespräch gebracht: Bücher-Menschen. Unterhaltsam, informativ, einzigartig.

    "Der vielleicht coolste Bücherpodcast im deutschsprachigen Raum" -Wolfgang Ainetter, Autor, Ex-Ministeriums-Sprecher

    Denn sprengerspricht autorinsights ist kein klassischer Bücherpodcast.
    Es ist ein wöchentliches Talkformat in dem spannende Menschen - auch im wörtlichen Sinn -
    miteinander ins Gespräch gebracht werden. Über viele Dinge. Somit bringt vor allem der erste Part
    auch Leuten, die nicht lesen, spannende Diskussionen und Erkenntnisse.

    Romy Hausmann bringt den USP, das Alleinstellungsmerkmal, auf den Punkt:
    Kein Host, der seinen Fragenkatalog abarbeitet, einer der nicht sich, sondern seine Gäste in den Vordergrund stellt."
    Oder wie es Kolumnist und Bestsellerautor Till Raether sagt:
    "Ein zurückhaltender und trotzdem lenkender und inspirierender Gastgeber, vor allem in der Personen-Zusammenführung."
    Die Runden sind aus vielen Bereichen zusammengestellt, wie ein Blick in über 200 Shownotes verrät:
    Autorinnen und Autoren, Bloggerinnen und Blogger, Hörbuchsprecherinnen und Hörbuchsprecher, Musikerinnen und Musiker, Medienschaffende, Sportlerinnen und Sportler,  Politikerinnen und Politiker, Podcasterinnen und Postcaster.

    Alle verbindet mehr als die Liebe zu Büchern, die Liebe zum Lesen, alle haben viel zu sagen.
    Der Titel sprengerspricht steht fürs genaue Gegenteil: Christian Sprenger,
    Journalist und Mediencoach, ehemaliger TV-Moderator "ist der Anti-Lanz" sagt Dozent  und Drehbuchautor Jørn Precht.
    So entsteht ein Wohlfühlformat, in dem es weder laut noch populistisch zugeht,
    in dem alle ausreden und ihre Gedanken zu Ende führen können, ganz ohne zeitliche Begrenzung.

    Darum wird gerne auch mal länger über alles diskutiert: Vor allem über die Menschen,
    nicht nur ihre Bücher, auch ihre Leidenschaften, ihre Sorgen, ihre Entwicklung und vieles mehr.

    "Bei sprengerspricht lernt man Leute kennen, die man schon immer kennenlernen wollte, ohne es vorher zu wissen."  Bestsellerautor  Ralf Langroth

    sprengerspricht  autorinsights - jeden Freitag neu.

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